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Neurologie

Studien zu Gehirn und Nervensystem (etwa nach Sauerstoffmangel oder bei kognitiven Fragestellungen), in denen H₂ als möglicher Schutzfaktor untersucht wird. Die Neurologie zählt zu den aktiver beforschten Feldern: Rund 140 Arbeiten berühren dieses Thema, darunter etwa 12 randomisierte kontrollierte Studien und rund 24 Pilot- und Beobachtungsstudien am Menschen, ergänzt durch zahlreiche Übersichtsarbeiten sowie mechanistische und präklinische Untersuchungen.

Die Fragestellungen reichen vom Zustand nach Herz-Kreislauf-Stillstand und Schlaganfall über Parkinson bis zu kognitiven und stimmungsbezogenen Endpunkten. Untersucht wurden vor allem die Inhalation von H₂-Gas sowie wasserstoffreiches Wasser; als Zielgrößen dienten neurologische Skalen, Bildgebung, kognitive Tests und Marker für oxidativen Stress.

Einzelne Studien berichten günstige Signale, etwa bei der Erholung nach Sauerstoffmangel; andere bleiben ohne klaren Effekt. Wegen kleiner Stichproben, unterschiedlicher Krankheitsbilder und heterogener Protokolle ist die Evidenz vorläufig und uneinheitlich — ein gesicherter therapeutischer Nutzen lässt sich daraus nicht ableiten.

Humanstudien zu molekularem Wasserstoff bei Neurologie. Diese Seite sammelt die 140 hier erfassten Studien — 12 randomisierte Studien, 24 Pilot-/Beobachtungsstudien und 57 Reviews. Neueste zuerst.

2026 · Dumbuya — Die schützenden Wirkungen von molekularem Wasserstoff bei sepsisassoziierter Enzephalopathie: aktueller Stand.

European journal of pharmacology

Sepsisassoziierte Enzephalopathie (SAE) — eine Hirnfunktionsstörung bei schweren Infektionen — hat derzeit keine spezifisch zugelassene Therapie.

2026 · Paparella — Medizinische Gase als aufkommende Regulatoren pädiatrischer endokriner und neuronaler Entwicklungspfade: Ein Mini-Review

Acta paediatrica (Oslo, Norway : 1992)

Gasförmige Signalmoleküle — darunter molekularer Wasserstoff (H₂), Stickstoffmonoxid, Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff — werden zunehmend als Modulatoren des sich entwickelnden Gehirns und des Hormonsystems bei Kindern erkannt.

2026 · Nguyen Puente — Aufkommende klinische Anwendungen für molekularen Wasserstoff

Respiratory care

Inhalierter molekularer Wasserstoff (H₂) hat bei neurologischen, kardiovaskulären, onkologischen und respiratorischen Erkrankungen eine wachsende Zahl ermutigender klinischer Befunde angesammelt — doch die Evidenzbasis leidet unter kleinen Studiengrößen, inkonsistenter Methodik und dem Fehlen standardisierter Abgabesysteme.

2026 · Pan — Stimuli-responsive Wasserstoffproduktion aus Nanomaterialien: Design, Regulation und biomedizinische Anwendungen

Advanced healthcare materials

H₂-Gas besitzt breites therapeutisches Potenzial, doch seine geringe Löslichkeit und das Fehlen einer zielgerichteten Abgabe schränken den klinischen Einsatz ein — Nanotechnologie bietet eine Lösung durch stimuli-responsive Nanomaterialien, die H₂ auf Anforderung am Erkrankungsort produzieren.

2025 · Todorović — Wasserstoff als innovatives Nootropikum bei Gesundheit und Krankheit

Nutrition and health

Molekularer Wasserstoff könnte exekutive Funktionen, Wachheit und Gedächtnis verbessern — dieser Review überblickt die aktuelle Evidenz für H₂ als Nootropikum (kognitiver Verstärker) bei Gesunden sowie bei Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen, zirkadianer Disruption und Krebs.

2024 · Dhillon — Wasserstoffwasser: extra gesund oder Schwindel? — Eine systematische Übersicht

International Journal of Molecular Sciences

Wasserstoffreiches Wasser (HRW) — gesund oder Hype? Eine systematische Übersicht von 25 Studien kommt zum Schluss: Die antioxidativen und entzündungshemmenden Effekte sind in frühen klinischen Studien „ermutigend“, aber noch nicht beweissicher — es braucht größere Studien.

2024 · Slezák — Neue Möglichkeiten der Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Pathologien: Das Potenzial von molekularem Wasserstoff bei der Reduzierung von oxidativem Stress

Physiological research

Diese Übersichtsarbeit untersucht molekularen Wasserstoff (H₂) als selektives Antioxidans mit besonderem Versprechen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei denen oxidativer Stress eine entscheidende Rolle spielt.

2024 · Kura — Die schützende Rolle von molekularem Wasserstoff bei Ischämie-/Reperfusionsschäden

International journal of molecular sciences

Ischämie-/Reperfusionsschäden (IRI) — bei denen Gewebeschäden paradoxerweise schlimmer werden, wenn der Blutfluss nach Sauerstoffmangel wiederhergestellt wird — sind eine Hauptursache für Schäden bei Herzinfarkten, Schlaganfällen und Organtransplantationen.

2024 · Tsuzuki — Idiopathischer plötzlicher sensorineuraler Hörverlust: Eine Übersichtsarbeit mit Fokus auf den Beitrag vaskulärer Pathologien

Auris, nasus, larynx

Der idiopathische plötzliche sensorineurale Hörverlust (ISSNHL) — ein abrupter Hörverlust unbekannter Ursache, manchmal begleitet von Schwindel — wird primär durch vaskuläre Schäden des Innenohrs verursacht, einschließlich Cochlea-Ischämie und -Infarkt.

2023 · Kuo — Molekularer Wasserstoff: Aufkommende Behandlung für das Schlaganfall-Management

Chemical Research in Toxicology

Molekularer Wasserstoff (H₂) ist ein aufkommender Therapieansatz beim ischämischen Schlaganfall — antioxidativ, entzündungshemmend und anti-apoptotisch.

2022 · Biswas — Elektrokoagulations- und Elektrooxidationstechnologien zur Entfernung von Pestiziden aus Wasser oder Abwasser: Eine Übersichtsarbeit

Chemosphere

Diese Übersichtsarbeit behandelt elektrochemische Methoden — Elektrokoagulation und Elektrooxidation — zur Entfernung von Pestiziden aus Wasser und stellt fest, dass H₂-Gas als Nebenprodukt an der Kathode bei der Elektrokoagulation entsteht.

2022 · Ahmad et al. — Bericht über die Wasserstofftherapie und ihre klinischen Anwendungen: Sicherheit und Wirksamkeit

Current pharmaceutical design

Dieser narrative Review fasst die wachsende Evidenzlage zu molekularem Wasserstoff (H₂) als therapeutischem Agens bei Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, neurologischen, metabolischen und Infektionskrankheiten zusammen — einschließlich der vorgeschlagenen Mechanismen und aktueller Sicherheitsdaten.

2021 · Oren — Strukturelle Polymorphie von Amyloid β, assoziierte Toxizität und therapeutische Strategien.

Cellular and molecular life sciences : CMLS

Diese umfassende Übersichtsarbeit behandelt die vielen verschiedenen strukturellen Formen (Polymorphe) von Amyloid-β (Aβ) — dem Proteinfragment im Zentrum der Alzheimer-Krankheit —, wie sie entstehen, warum einige toxischer sind als andere, und welche therapeutischen Strategien zur Hemmung ihrer Aggregation verfolgt werden.

2021 · Schönfeld — Wie das Gehirn die Toxizität von Fettsäuren bekämpft.

Neurochemistry international

Diese Übersichtsarbeit erklärt, warum Neuronen — anders als die meisten anderen Zellen — Fettsäuren als Brennstoff meiden, und beschreibt die vielfältigen biologischen Strategien, die das Gehirn entwickelt hat, um sich vor Lipotoxizität zu schützen.

2021 · Magliocca et al. — Inhalierte Gase als neuartige neuroprotektive Therapien in der Phase nach Herzstillstand.

Current opinion in critical care

Nach einem Herzstillstand haben inhalierte Gase wie Xenon, Argon, Stickstoffmonoxid und molekularer Wasserstoff (H₂) in experimentellen Modellen neuroprotektive Eigenschaften gezeigt.

2021 · Domoki — Wasserstoffinduzierte Neuroprotektion bei neonataler hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie.

Current pharmaceutical design

In Tiermodellen der neonatalen hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie (HIE) — einer Hauptursache von Hirnschäden bei Neugeborenen — hat molekularer Wasserstoff (H₂) konsistente neuroprotektive Wirkungen gezeigt, darunter erhaltene neurovaskuläre Funktion, neuronales Überleben und kognitive Ergebnisse.

2021 · Ohta — Direkte Zielstrukturen und nachgeschaltete Signalwege, über die molekularer Wasserstoff vielfältige Funktionen ausübt: Mit Fokus auf Eingriffe in Radikalreaktionen

Current pharmaceutical design

Molekularer Wasserstoff (H₂) ist kein passives Antioxidans — er greift aktiv in Radikalketten-Reaktionen ein, modifiziert Lipidperoxide und beeinflusst nachgelagerte Signalkaskaden.

2021 · Htun et al. — Wasserstoff und therapeutische Gase bei neonataler hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie: potenzielle neuroprotektive Zusatztherapien in der translationalen Forschung

Pediatric research

Die neonatale hypoxisch-ischämische Enzephalopathie (HIE) — eine durch Sauerstoffmangel ausgelöste Hirnschädigung bei Neugeborenen — ist weiterhin ohne vollständig wirksame Behandlung, und molekularer Wasserstoff hat sich als vielversprechender neuroprotektiver Kandidat herauskristallisiert.

2021 · Ostojic — Wasserstoff als potenzielles Therapeutikum bei Adipositas: Das Gehirn als Zielstruktur

Trends in endocrinology and metabolism: TEM

Diese kurze Übersichtsarbeit untersucht, ob molekularer H₂ direkt auf Gehirnstrukturen wirken könnte, die an der Adipositasregulation beteiligt sind — insbesondere den Hypothalamus.

2021 · Lucas — Molekularer Wasserstoff (H₂) als potenzielle Behandlung bei akuter und chronischer Erschöpfung

Archiv der Pharmazie

Diese Übersichtsarbeit argumentiert, dass molekularer H₂ gut geeignet ist, sowohl akute als auch chronische Erschöpfung zu behandeln — ausgehend von der Prämisse, dass oxidativer Stress und mitochondriale Dysfunktion vielen Erschöpfungsformen zugrunde liegen.

2021 · Huang et al. — Anwendung von molekularem Wasserstoff beim Schlaganfall: Von der Forschung zur klinischen Praxis

Current pharmaceutical design

Dieser Review fasst experimentelle und klinische Belege zur molekularen Wasserstofftherapie (H₂) beim Schlaganfall zusammen und umfasst sowohl Tiermodelle als auch Humanstudien.

2020 · Wang — Perspektiven von molekularem Wasserstoff im perioperativen Nervenschutz: von der Grundlagenforschung zur klinischen Anwendung

Current Opinion in Anaesthesiology

Diese systematische Übersicht fasst zusammen, warum molekularer Wasserstoff als Nervenschutz rund um Operationen erforscht wird: antioxidative, entzündungshemmende, antiapoptotische und mitochondrienschützende Effekte.

2020 · Kawamura et al. — Anwendung von molekularem Wasserstoff als neuartiges Antioxidans in der Sportwissenschaft

Oxidative medicine and cellular longevity

Dieser Review sichtet die Belege zur Einnahme von molekularem Wasserstoff (H₂) und Sport und deckt alle Verabreichungswege mit Fokus auf trainingsinduziertem oxidativem Stress ab.

2019 · LeBaron et al. — Ein neuer Ansatz zur Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen. Molekularer Wasserstoff reduziert die Auswirkungen von oxidativem Stress signifikant.

Molecules (Basel, Switzerland)

Molekularer Wasserstoff (H₂) wurde in präklinischen und klinischen Studien für eine Vielzahl kardiovaskulärer Erkrankungen untersucht, die mit oxidativem Stress und Entzündung zusammenhängen.

2019 · Noda et al. — Zirkulierender Botenstoff für die durch molekularen Wasserstoff induzierte Neuroprotektion.

Canadian journal of physiology and pharmacology

Das Trinken von wasserstoffreichem Wasser wirkt nicht nur, solange H₂ im Körper vorhanden ist — es kann über einen indirekten hormonellen Mechanismus durch Ghrelin eine dauerhafte Neuroprotektion auslösen.

2019 · Ishibashi — Therapeutische Wirksamkeit von molekularem Wasserstoff: Ein neuer mechanistischer Einblick.

Current pharmaceutical design

Über das Abfangen von Hydroxylradikalen hinaus könnte molekularer Wasserstoff (H₂) direkt auf den mitochondrialen Komplex I wirken — das Enzym, das die zelluläre Energieproduktion antreibt.

2019 · Cejka et al. — Die präventiven und therapeutischen Wirkungen von molekularem Wasserstoff bei Augenerkrankungen und -verletzungen, an denen oxidativer Stress beteiligt ist.

Free radical research

Molekularer Wasserstoff (H₂) ist für Augenerkrankungen einzigartig geeignet, da er das einzige Antioxidans ist, das sowohl die Blut-Hirn- als auch die Blut-Augen-Schranke durchquert.

2019 · Li et al. — Wasserstoff als komplementäre Therapie gegen den ischämischen Schlaganfall: Eine Übersicht über die Evidenz.

Journal of the neurological sciences

Die Inhalation von Wasserstoffgas wurde als komplementäre Behandlung des ischämischen Schlaganfalls untersucht, mit dem Ziel, die schädliche Kaskade aus freien Radikalen und Entzündung zu bekämpfen, die nach Blockade eines Hirnblutgefäßes einsetzt.

2019 · Wang et al. — Neonatale hypoxisch-ischämische Enzephalopathie: aufkommende therapeutische Strategien auf Basis der pathophysiologischen Phasen der Schädigung.

The journal of maternal-fetal & neonatal medicine : the official journal of the European Association of Perinatal Medicine, the Federation of Asia and Oceania Perinatal Societies, the International Society of Perinatal Obstetricians

Diese Übersichtsarbeit von 2019 schlägt einen phasenbasierten Behandlungsrahmen für die neonatale hypoxisch-ischämische Enzephalopathie (HIE) vor — eine Hauptursache für Säuglingstod und -behinderung.

2018 · Morris — Die mutmaßliche Rolle von oxidativem Stress und Entzündung in der Pathophysiologie von Schlafstörungen bei neuropsychiatrischen Erkrankungen

Sleep medicine reviews

Diese Übersichtsarbeit schlägt vor, dass oxidativer Stress, Neuroinflammation und mitochondriale Dysfunktion gemeinsame Treiber von Schlafstörungen bei chronischem Erschöpfungssyndrom, bipolarer Störung und Multipler Sklerose sind.

2017 · Iketani — Molekularer Wasserstoff als neuroprotektives Agens

Current Neuropharmacology

Molekularer Wasserstoff (H₂) wirkt als Antioxidans und Entzündungshemmer und zeigt Potenzial bei neurologischen Erkrankungen — von Schlaganfall über neurodegenerative Erkrankungen bis zu Hirnschäden bei Neugeborenen.

2016 · Zheng — Therapie mit molekularem Wasserstoff mildert die durch Sepsis induzierte Organschädigung

Oxidative medicine and cellular longevity

Dieser Review fasst tierexperimentelle Evidenz zusammen, die nahelegt, dass molekularer Wasserstoff die Freisetzung von Entzündungszytokinen, oxidativen Stress und Organschäden in Sepsismodellen reduzieren und Überlebensraten in Gehirn, Lunge, Leber, Niere und Darm verbessern kann.

2015 · Ostojic — Molekularer Wasserstoff in der Sportmedizin: neue therapeutische Perspektiven.

International journal of sports medicine

Molekularer Wasserstoff (H₂) könnte einen neuartigen Ansatz zur Bewältigung von trainingsinduziertem oxidativem Stress und Sportverletzungen bieten und möglicherweise auch die sportliche Leistungsfähigkeit verbessern.

2014 · Fernández-Gajardo et al. — Neuartige therapeutische Strategien für das Schädel-Hirn-Trauma: akute antioxidative Verstärkung.

CNS drugs

Dieser Review untersucht antioxidative Strategien zur Behandlung des Schädel-Hirn-Traumas (SHT), darunter wasserstoffreiche Kochsalzlösung, mit dem Argument, dass oxidativer Stress ein zentraler Treiber sekundärer Hirnschäden nach Trauma ist.

2013 · Schönfeld — Warum bevorzugt der Gehirnstoffwechsel nicht die Verbrennung von Fettsäuren zur Energiegewinnung? Überlegungen zu den Nachteilen der Verwendung freier Fettsäuren als Brennstoff für das Gehirn

Journal of cerebral blood flow and metabolism : official journal of the International Society of Cerebral Blood Flow and Metabolism

Das Gehirn verwendet fast ausschließlich Glukose statt Fettsäuren als Brennstoff — dieser Review erklärt warum: Fettsäureoxidation in Neuronen erzeugt mehr oxidativen Stress, benötigt mehr Sauerstoff und produziert ATP langsamer als Glukoseoxidation.

2013 · Lucas — Rolle des Toll-Like-Rezeptor-(TLR-)Radikalzyklus bei chronischer Entzündung: mögliche Behandlungen mit Zielrichtung auf den TLR4-Signalweg

Molecular neurobiology

Die Aktivierung des Toll-Like-Rezeptor-4-(TLR4-)Signalwegs — ausgelöst durch Umweltfaktoren wie Ozon, Partikel, ionisierende Strahlung und LPS aus Bakterien — könnte einem weiten Spektrum chronisch-entzündlicher und neuropsychiatrischer Erkrankungen zugrunde liegen.

2012 · Ohno et al. — Molekularer Wasserstoff als aufkommendes therapeutisches medizinisches Gas für neurodegenerative und andere Erkrankungen.

Oxidative medicine and cellular longevity

Diese Übersichtsarbeit erfasst die Forschung zu molekularem Wasserstoff (H₂) über 63 Krankheitsmodelle und Humanerkrankungen, die in den vier einhalb Jahren nach dem wegweisenden Nature-Medicine-Artikel von 2007 dokumentiert wurden.

2011 · Noda et al. — Das Prinzip und der mögliche Ansatz zur ROS-abhängigen Zytotoxizität durch nichtpharmazeutische Therapien: optimale Nutzung medizinischer Gase mit antioxidativen Eigenschaften.

Current pharmaceutical design

Oxidativer Stress und reaktive Sauerstoffspezies (ROS) sind an vielen schweren Erkrankungen beteiligt, darunter Entzündungen, Diabetes, Glaukom, Krebs, Ischämie und neurodegenerative Erkrankungen.

2011 · Naeem et al. — Fehlerhafte Proteinfaltung und Aggregation als Grundlage neurodegenerativer Erkrankungen: der dunklere Aspekt von Proteinen.

Cell biochemistry and biophysics

Wenn Proteine nicht korrekt falten, können sie toxische Aggregate bilden — ein Prozess, der zentral für Alzheimer, Parkinson, Huntington, ALS und andere neurodegenerative Erkrankungen ist.

2011 · Acuña Castroviejo — Melatonin-Mitochondrien-Wechselspiel in Gesundheit und Krankheit

Current topics in medicinal chemistry

Diese Übersichtsarbeit untersucht, wie Melatonin mit Mitochondrien interagiert, um oxidativem und nitrosativem Stress entgegenzuwirken — einem der zentralen Mechanismen bei einer Vielzahl von Erkrankungen.

2010 · Hong — Forschungsfortschritte zur Wasserstofftherapie bei Erkrankungen des Nervensystems

Zhejiang da xue xue bao. Yi xue ban = Journal of Zhejiang University. Medical sciences

2010 · Shen — Wasserstoff als neuartige und wirksame Behandlung der akuten Kohlenmonoxidvergiftung.

Medical hypotheses

Diese Hypothesen-Arbeit schlägt vor, dass inhalierter molekularer Wasserstoff (H₂) eine wirksame Behandlung der akuten Kohlenmonoxid-Vergiftung (CO) sein könnte.

2002 · Acuña Castroviejo et al. — Melatonin, mitochondriale Homöostase und mitochondrienbedingte Erkrankungen

Current topics in medicinal chemistry

Diese Übersichtsarbeit behandelt die antioxidative Rolle von Melatonin beim Schutz der Mitochondrien vor reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und seine potenzielle Relevanz für neurodegenerative und neuromuskuläre Erkrankungen.

1996 · Mehta — Magnetisierungstransfer-Magnetresonanztomographie: eine klinische Übersichtsarbeit

Topics in magnetic resonance imaging : TMRI

Magnetisierungstransfer (MT) ist eine MRT-Technik, die die Wechselwirkung zwischen freien Wasserprotonen und makromolekülgebundenen Protonen ausnutzt — sie liefert Gewebekontrast, der strukturelle Integrität jenseits konventioneller T1-, T2- und Protonendichte-Bilder sichtbar macht.

2023 · Lin — Wasserstoffgas-Behandlung verbessert postoperatives Delir und kognitive Dysfunktion bei älteren nicht-kardialen Patienten

Journal of Personalized Medicine

Prophylaktische Wasserstoff-Inhalation halbiert nahezu das postoperative Delir bei älteren Patienten.

2021 · Takeuchi — Intravenöse Wasserstofftherapie mit intrazisternaler Magnesiumsulfat-Infusion bei schwerer aneurysmatischer Subarachnoidalblutung

Stroke

In einer dreiarmigen randomisierten Studie mit 37 Patienten mit lebensbedrohlicher Subarachnoidalblutung reduzierte die Kombination aus intravenöser Wasserstofftherapie und intrazisternaler Magnesiumsulfat-Infusion Hirnverletzungsmarker und verzögerte zerebrale Ischämie im Vergleich zu Kontrollen.

2021 · Zanini — Die Wirkungen einer 6-monatigen Einnahme von wasserstoffreichem Wasser auf molekulare und phänotypische Biomarker des Alterns bei älteren Erwachsenen ab 70 Jahren: Eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie

Experimental Gerontology

6 Monate Wasserstoffwasser (0,5 L/Tag, 15 ppm) bei 40 über 70-Jährigen verlängerten die Telomere (Marker der Zellalterung) und verbesserten Hirnstoffwechsel sowie die Beinkraft (Chair-Stand-Test, P = 0,01) — während sich die Telomere in der Kontrollgruppe verkürzten.

2018 · Yoritaka — Randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie zu Wasserstoffwasser bei Morbus Parkinson

Movement disorders : official journal of the Movement Disorder Society

Diese multizentrische, randomisierte, doppelblinde Studie testete wasserstoffreiches Wasser bei Parkinson-Patienten — und fand keine statistisch signifikante Gesamtverbesserung gegenüber Placebo.

2018 · Nishimaki — Wirkungen von molekularem Wasserstoff bei leichter kognitiver Beeinträchtigung, untersucht anhand eines Tiermodells und einer randomisierten klinischen Studie

Current Alzheimer research

In einer randomisierten doppelblinden placebokontrollierten Studie mit 73 Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) verbesserte H₂-Wasser die kognitiven Gesamtscores nicht — aber eine spezifische genetische Untergruppe (APOE4-Träger) zeigte eine signifikante Verbesserung.

2017 · Tamura — Wirksamkeit von inhaliertem Wasserstoff auf das neurologische Ergebnis nach Hirnischämie während der Versorgung nach Herzstillstand (HYBRID-II-Studie): Studienprotokoll für eine randomisierte kontrollierte Studie

Trials

Dies ist das veröffentlichte Protokoll der HYBRID-II-Studie — ein multizentrischer, randomisierter, doppelblinder, placebokontrollierter Trial, der 360 komatöse Herzstillstand-Überlebende einschließen und prüfen soll, ob 18 Stunden 2-%-Wasserstoff-Inhalation das neurologische 90-Tage-Ergebnis verbessert.

2017 · Ono et al. — Behandlung mit Wasserstoffgas-Inhalation beim akuten Hirninfarkt: Eine randomisierte kontrollierte klinische Studie zu Sicherheit und Neuroprotektion.

Journal of stroke and cerebrovascular diseases : the official journal of National Stroke Association

In dieser randomisierten kontrollierten Studie mit 50 Schlaganfall-Patienten war die zweimal tägliche Inhalation von 3 % H₂-Gas über 7 Tage sicher und führte zu messbaren Verbesserungen in der MRT-Läsionsintensität, dem klinischen Schweregradscore (NIHSS) und der funktionellen Unabhängigkeit (Barthel-Index).

2016 · Yoritaka et al. — Eine randomisierte doppelblinde multizentrische Studie zu Wasserstoffwasser bei Morbus Parkinson: Protokoll und Ausgangscharakteristika.

BMC neurology

Diese Veröffentlichung berichtet das Protokoll und die Ausgangscharakteristika einer großen multizentrischen RCT (n=178, 14 Krankenhäuser), die bestätigen soll, ob 1000 ml/Tag H₂-Wasser die Symptome des Morbus Parkinson verbessern kann, wie eine frühere kleinere Studie nahegelegt hat.

2014 · Takeuchi et al. — Wirkungen der intravenösen Infusion von wasserstoffreicher Flüssigkeit kombiniert mit intrazisternaler Infusion von Magnesiumsulfat bei schwerer aneurysmatischer Subarachnoidalblutung: Studienprotokoll für eine randomisierte kontrollierte Studie.

BMC neurology

Dieses Papier beschreibt das registrierte Protokoll für eine 450-Patienten-RCT, die testet, ob intravenöse H₂-reiche Flüssigkeit kombiniert mit intrazisternalem Magnesiumsulfat Hirnvasospasmen und verzögerte zerebrale Ischämie nach schwerer Subarachnoidalblutung verhindern kann.

2026 · Li — Adjunktive Therapie mit molekularem Wasserstoff in Kapselform bei Empyem mit komplizierender chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie: Ein Fallbericht

In vivo (Athens, Greece)

Ein 76-jähriger Mann mit einer seltenen Kombination aus Brustrauminfekt (Stadium-II-Empyem) und einer Autoimmun-Nervenerkrankung (CIDP) erholte sich nach einer Operation plus adjuvanter oraler Wasserstofftherapie.

2024 · Chen — Molekulare Wasserstofftherapie bei aneurysmatischer SAB mit RA und neu diagnostiziertem SLE, kompliziert durch akuten ischämischen Infarkt: Ein Fallbericht über verbesserte Immunmarker einschließlich Tr1-Zellen, Breg-Zellen und TIM3-Expression auf Tc-Zellen.

In vivo (Athens, Greece)

Eine 44-jährige Frau mit gebrochenem Hirnaneurysma, rheumatoider Arthritis und neu diagnostiziertem Lupus blieb trotz Operation, Immunsuppressiva und Plasmapherese bewusstlos — bis tägliche Wasserstoffkapseln hinzukamen.

2024 · Xie — Eine neuartige Intervention mit molekularem Wasserstoff bei der Dysbalance des Darmmikrobioms bei Opioidabhängigkeit: Experimentelle und Humanstudien.

Biomedicine & pharmacotherapy = Biomedecine & pharmacotherapie

Molekularer Wasserstoff scheint morphinsuchendes Verhalten in Tiermodellen zu reduzieren und verbesserte beim Menschen mit Opioidabhängigkeit das Darmmikrobiom-Gleichgewicht sowie Depressions- und Angstsymptome — was auf einen Darm-Hirn-Achsen-Mechanismus hindeutet.

2024 · Ichikawa — Hirntherapie mit „intelligenter Medizin“ verwirklichen: Mechanismus und Fallbericht zur Inhalation von molekularem Wasserstoff bei Parkinson-Krankheit.

Medical gas research

Ein Fallbericht beschreibt symptomatische Verbesserungen bei einem Parkinson-Patienten — darunter reduziertes Vornüberbeugen und Handzittern — nach Wasserstoffinhalation, begleitet von einem mechanistischen Argument, dass H₂ ins Gehirn eintreten und die Hydroxylradikale neutralisieren kann, die Dopamin im Mittelhirn oxidieren.

2024 · Liu — Der Nutzen von Wasserstoffgas als adjuvante Therapie bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.

Medicina (Kaunas, Lithuania)

Sechs COPD-Patienten, die Wasserstoffinhalation (30 Min., dreimal täglich für 30 Tage) zur Standardtherapie hinzufügten, zeigten signifikante Verbesserungen bei Symptombelastungswerten (CAT) und Dyspnoe-Skala (mMRC) — aber keine Veränderungen bei Lungenfunktion, Schlafqualität, Entzündungsmarkern oder oxidativen Stressmarkern.

2023 · Wang — Auswirkungen einer Intervention mit molekularem Wasserstoff auf das Darmmikrobiom bei Methamphetaminkonsumenten mit psychischer Störung.

Brain research bulletin

Bei weiblichen Methamphetamin-Konsumentinnen mit Depressionen und Angststörungen linderte sowohl das Trinken als auch das Inhalieren von molekularem Wasserstoff die psychischen Symptome signifikant — und die Wasserstoffinhalation veränderte zusätzlich die Darmmikrobiomzusammensetzung.

2022 · Benjamin — Eine potenzielle klinische Anwendung von wasserstoffreicher Kochsalzlösung bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma.

Journal of pediatric surgery

Dieses Paper aus dem Journal of Pediatric Surgery untersucht den potenziellen Einsatz von wasserstoffreicher Kochsalzlösung als Behandlung des Schädel-Hirn-Traumas (SHT) — einem der schwerwiegendsten und am schwierigsten zu behandelnden neurologischen Notfälle, besonders bei pädiatrischen Patienten.

2018 · Suzuki — Quantifizierung der Wasserstoffproduktion durch Darmbakterien, die bei Morbus Parkinson spezifisch dysreguliert sind

PloS one

Parkinson-Patienten haben eine signifikant reduzierte intestinale Wasserstoffproduktion — etwa 2,2-fach weniger als gesunde Kontrollen — aufgrund einer spezifischen Dysbiose wasserstoffproduzierender Darmbakterien.

2016 · Tamura et al. — Durchführbarkeit und Sicherheit der Wasserstoffgas-Inhalation beim Post-Cardiac-Arrest-Syndrom — erste Pilotstudie am Menschen.

Circulation journal : official journal of the Japanese Circulation Society

In dieser ersten Humanstudie erhielten 5 Patienten mit präklinischem Herzstillstand, die einen Spontankreislauf wiedererlangt hatten, H₂-Gas-Inhalation in Kombination mit Standard-Temperaturmanagement — es wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet, und 4 von 5 Patienten überlebten 90 Tage mit gutem neurologischem Ergebnis.

2006 · Asaturian et al. — Temporäres Clipping und zerebraler Blutfluss bei Patienten mit zerebralen Aneurysmen

Zhurnal voprosy neirokhirurgii imeni N. N. Burdenko

Diese neurochirurgische Studie verwendet die H₂-Inhalations-Clearance-Technik zur Messung des regionalen zerebralen Blutflusses während Aneurysmaoperationen — es ist keine H₂-Therapiestudie.

1993 · Suzuki — Wirkung endogener Opioide auf die Magenfunktionen beim Menschen

[Hokkaido igaku zasshi] The Hokkaido journal of medical science

Die Blockade endogener Opioide mit Naloxon reduzierte die Durchblutung spezifisch im Magenantrum — aber nicht im Korpus — und deutet darauf hin, dass Opioide die mukosale Perfusion regions-spezifisch regulieren.

2026 · Wang — Wasserstoffgas-Inhalation linderte zerebrale Ischämie-/Reperfusionsschäden durch Regulierung der Mitophagie in SH-SY5Y-Zellen und Mäusen über den PTEN-induzierten Kinase-1/Parkin-Signalweg.

Journal of stroke and cerebrovascular diseases : the official journal of National Stroke Association

Die Inhalation von molekularem Wasserstoff (H₂) nach einem schlaganfallähnlichen Ereignis (zerebrale Ischämie/Reperfusion) reduzierte Hirngewebeschäden, neuronalen Zelltod und neurologische Defizite erheblich — sowohl im Mausmodell als auch in Zellkulturen.

2026 · Zhao — Molekularer Wasserstoff löst TRPC4-TRPC4AP-abhängige reversible Calcium-Transienten über extrazellulären Einstrom aus

Theranostics

Erstmals identifizierten Forscher einen spezifischen Ionenkanal — TRPC4, aktiviert über seinen Bindungspartner TRPC4AP — als molekulares Ziel, über das inhaliertes Wasserstoffgas rasche, reversible Calciumsignale in lebenden Zellen sowie im Gehirn und in der Haut lebender Mäuse auslöst.

2025 · Li — Wasserstoff förderte die mitochondriale Autophagie und linderte die CIH-induzierte Seneszenz vaskulärer Endothelzellen durch Regulierung von oxidativem Stress.

European journal of pharmacology

Obstruktive Schlafapnoe (OSA) verursacht wiederholte Sauerstoffdefizite, die die Alterung der Blutgefäßauskleidung beschleunigen — und molekularer Wasserstoff (H₂) kann vaskuläre Endothelzellen vor dieser vorzeitigen Alterung schützen, indem er zelluläre Reinigungsprozesse (Autophagie) aktiviert und oxidativen Stress reduziert.

2025 · Zhang — RNA-Seq enthüllt den Mechanismus der synergistischen Wasserstoff-Chemotherapie auf Basis aktiver Magnesium-Mikromotoren zur Hemmung des Glioblastom-Rezidivs durch Modulation der Tumormikroumgebung.

Small (Weinheim an der Bergstrasse, Germany)

Glioblastom (GBM) kehrt nach der Operation fast immer zurück — und ein neuer Ansatz mit selbstangetriebenen Magnesium-Mikromotoren, die lokal Wasserstoffgas erzeugen und gleichzeitig das Chemotherapeutikum Doxorubicin freisetzen, kann dieses Rezidiv signifikant hemmen.

2024 · Benoit — d-Aspartat, eine für die menschliche Gesundheit wichtige Aminosäure, unterstützt die anaerobe Atmung bei mehreren Campylobacter-Arten.

Research in microbiology

Bestimmte Darmbakterien der Campylobacter-Familie können d-Aspartat — ein für das menschliche Nervensystem wichtiges Signalmolekül — als Nährstoffquelle für anaerobes Wachstum nutzen, wobei molekularer Wasserstoff als Elektronendonor dient.

2024 · Chen — Wasserstoffreiches Wasser lindert Verstopfung durch Abschwächung des oxidativen Stresses über den Sirtuin1/Nuclear-Factor-Erythroid-2-related-Factor-2/Häm-Oxygenase-1-Signalweg.

World journal of gastroenterology

Bei verstopften Ratten verbesserte wasserstoffreiches Wasser (HRW) den Stuhlgang, die Darmmotilität und die Darmmikrobiota-Zusammensetzung durch Reduktion von oxidativem Stress über einen spezifischen Schutz-Signalweg.

2024 · McCurry — Darmbakterien wandeln Glucocorticoide in Gegenwart von Wasserstoffgas in Gestagene um.

Cell

Zwei häufige Darmbakterien können Stresshormone (Glucocorticoide) chemisch in Sexualhormone und Neurosteroide (Gestagene) umwandeln — und diese Umwandlung wird durch Wasserstoffgas, das von anderen Darmbakterien produziert wird, erheblich verstärkt.

2024 · Lu et al. — Die Entkopplung der gegenseitigen Förderung von Entzündung und oxidativem Stress mildert den kognitiven Abbau und depressionsähnliches Verhalten bei rmTBI-Mäusen durch Förderung der Myelinerneuerung und des Neuronenüberlebens

Biomedicine & pharmacotherapy = Biomedecine & pharmacotherapie

Bei Mäusen mit repetitivem leichtem Schädel-Hirn-Trauma (rmTBI) reduzierte eine frühe Behandlung mit wasserstoffreichem Wasser (HRW) den oxidativen Stress und die Inflammasom-Aktivierung signifikant, erhielt die Myelin-Integrität und verbesserte sowohl die kognitive Leistung als auch depressionsähnliches Verhalten.

2024 · Cui — Das Einatmen von hochkonzentriertem Wasserstoff mildert die sepsisassoziierte Enzephalopathie bei Mäusen durch Verbesserung der Mitochondrien-Dynamik

CNS Neuroscience & Therapeutics

Hochkonzentrierter Wasserstoff (67 %) zum Einatmen verbesserte bei septischen Mäusen die 7-Tage-Überlebensrate und das Erkennungsgedächtnis — durch Schutz der Mitochondrien (Kraftwerke der Nervenzellen) und weniger Entzündung.

2023 · Dumbuya — Wasserstoffreiche Kochsalzlösung reguliert die Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms in einem Rattenmodell der sepsisassoziierten Enzephalopathie

International immunopharmacology

In einem juvenilen Rattenmodell der sepsisassoziierten Enzephalopathie (SAE) reduzierte wasserstoffreiche Kochsalzlösung (HRS) Hirnentzündung, unterdrückte NLRP3-Inflammasom-Aktivierung, verringerte neuronale Apoptose und senkte oxidative Stressmarker.

2023 · Iketani — H₂-induzierte vorübergehende Hochregulierung von Phospholipiden bei gleichzeitiger Unterdrückung des Energiestoffwechsels

Medical gas research

Kurze Exposition gegenüber molekularem Wasserstoff verändert vorübergehend die Lipidzusammensetzung von Neuroblastomzellen und unterdrückt zeitweise deren Energiestoffwechsel — eine komplexe zelluläre Reaktion, die Aufschluss darüber gibt, wie H₂ mit Zellmembranen interagieren könnte.

2023 · Sahoo — Wasserstoffproduzierender Photokatalysator in Sonnenschutzmitteln für Sportler zur Prävention und Heilung von Muskel-Nerven-Haut-Verletzungen

Current topics in medicinal chemistry

Ein theoretisches Konzeptpapier schlägt vor, einen UV-absorbierenden Photokatalysator in ein Hydrogel-Sonnenschutzmittel einzubetten, das Schweiß kontinuierlich in H₂ spalten würde — sodass Sportler bei Sonnenbestrahlung H₂ über die Haut aufnehmen könnten.

2022 · An — Geschlechtsspezifische Unterschiede in den neuroprotektiven Wirkungen von Wasserstoffgas gegen durch intrazerebrale Blutung induzierte Depression

Neurochemistry international

In einem Mausmodell der intrazerebralen Blutung (ICH) entfaltete Wasserstoffgas-Inhalation stärkere neuroprotektive Wirkungen gegen Post-Schlaganfall-Depression bei weiblichen Mäusen als bei männlichen — und die Gabe von Östrogen an männliche Mäuse stellte eine vergleichbare H₂-Wirksamkeit wieder her.

2022 · Liu — In-vivo-Mikroelektroden-Überwachung der Echtzeit-Wasserstoffkonzentration in verschiedenen Geweben von Ratten nach Inhalation von Wasserstoffgas

Medical gas research

Mithilfe implantierter elektrochemischer Mikroelektroden maßen Forscher die Wasserstoffkonzentration in sieben verschiedenen Rattengeweben in Echtzeit während und nach der Inhalation von 4 %, 42 % und 67 % H₂-Gas.

2021 · Yin et al. — Wasserstoffgas in Kombination mit extrakorporaler kardiopulmonaler Reanimation verbessert das Überleben nach längerem Herzstillstand bei Ratten

Journal of translational medicine

In einem Rattenmodell des prolongierten Herzstillstands verbesserte die Zugabe von Wasserstoffgas (H₂) zur extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation (ECPR) das 4-Stunden-Überleben dramatisch: 78 % mit H₂ gegenüber 22 % ohne.

2021 · Li et al. — Wasserstoffreiches Wasser mindert die durch Tritiumexposition induzierte Radiotoxizität in vitro und in vivo

Journal of radiation research

Wasserstoffreiches Wasser (HRW) reduziert radioaktive Schäden durch tritiiertes Wasser (HTO) — sowohl in kultivierten menschlichen Blutzellen als auch in Mäusen.

2021 · Ostojic — Belebt das Trinken von wasserstoffgasreichem Wasser den Hypometabolismus des Gehirns bei Neurodegeneration durch Hochregulation von SCFAs?

European journal of clinical nutrition

Dieser theoretische Kommentar schlägt einen spekulativen Mechanismus vor: Wasserstoffreiches Wasser (HRW) könnte helfen, den Energiemetabolismus des Gehirns bei neurodegenerativen Erkrankungen durch Erhöhung kurzettiger Fettsäuren (SCFAs) im Darm wiederherzustellen.

2020 · Wang — Wasserstoff übt Neuroprotektion durch Aktivierung des miR-21/PI3K/AKT/GSK-3β-Signalwegs in einem In-vitro-Modell des Schädel-Hirn-Traumas aus.

Journal of cellular and molecular medicine

Anhand von gekratzten PC12-Zellen als In-vitro-Modell eines Schädel-Hirn-Traumas zeigt diese Studie, dass wasserstoffreiches Medium den miR-21/PI3K/AKT/GSK-3β-Signalweg aktiviert, neuronale Apoptose reduziert und die Neuriten-Regeneration fördert.

2020 · Zhuang — Molekularer Wasserstoff mildert sepsisinduzierte Neuroinflammation durch Regulation der Mikroglia-Polarisierung über einen mTOR-Autophagie-abhängigen Signalweg.

International immunopharmacology

Sowohl in einem Maus-Sepsismodell (Zökalligatur und -punktion) als auch in LPS-stimulierten BV-2-Mikrogliazellen reduzierte inhalierter Wasserstoff die Neuroinflammation, verschob Mikroglia vom pro-inflammatorischen (M1) in einen anti-inflammatorischen (M2) Zustand und verbesserte die kognitive Funktion.

2020 · Ishihara — Molekularer Wasserstoff unterdrückt die Superoxidbildung im mitochondrialen Komplex I und senkt das mitochondriale Membranpotenzial.

Biochemical and biophysical research communications

In isolierten Mitochondrien und Zellkulturen veränderte molekularer Wasserstoff die Richtung des Elektronenflusses an Komplex I, unterdrückte die Superoxidbildung um 51 % und senkte das mitochondriale Membranpotenzial um 11 %.

2019 · Chen et al. — Die Inhalation von Wasserstoff verbessert frühe EEG-Charakteristika nach der Reanimation in einem Modell des asphyktischen Herzstillstands bei Ratten.

BioMed research international

In einem Ratten-Modell des asphyktischen Herzstillstands verbesserte das Einatmen von 2% Wasserstoffgas nach der Reanimation sowohl das Überleben (90% vs.

2019 · Bordoni — Positive Wirkung von elektrolysiertem reduziertem Wasser auf die Darmpermeabilität, die fäkale Mikrobiota und die Leber in einem Tiermodell der Parkinson-Krankheit

PloS one

In einem durch das Pestizid Permethrin ausgelösten Ratten-Parkinson-Modell schützte die Mitbehandlung mit elektrolysiertem reduziertem Wasser (ERW) die Darmbarriere, reduzierte die Leberentzündung und verschob die Darmmikrobiota in Richtung eines gesünderen Profils.

2019 · Liu — Molekularer Wasserstoff unterdrückt das Glioblastom-Wachstum durch Induktion der Differenzierung gliomstammzellähnlicher Zellen

Stem cell research & therapy

In Ratten- und Maus-Glioblastom(GBM)-Modellen unterdrückte die tägliche Inhalation von 67% Wasserstoffgas das Tumorwachstum, verlängerte das Überleben und induzierte die Differenzierung krebsstammzellähnlicher Zellen — indem deren Selbsterneuerung, Proliferation und invasive Kapazität reduziert wurden.

2019 · Htun — Wasserstoff-Beatmung kombiniert mit milder Hypothermie verbessert kurzfristige neurologische Ergebnisse in einem 5-Tage-Ferkelmodell der neonatalen Hypoxie-Ischämie.

Scientific reports

Bei neugeborenen Ferkeln, die eine hypoxisch-ischämische Hirnschädigung erlitten hatten (Modell für Geburtsasphyxie), erzielte die Kombination von therapeutischer Hypothermie mit Wasserstoff-(H₂-)Beatmung über 5 Tage bessere neurologische Erholungsscores als Hypothermie allein.

2019 · Liu — In-vitro- und In-vivo-Studien zu Mg-30Sc-Legierungen mit unterschiedlicher Phasenstruktur für die mögliche Anwendung im Knochen.

Acta biomaterialia

Forscher entwickelten eine Magnesium-Scandium-(Mg-30Sc-)Legierung mit kubisch-raumzentrierter (bcc) Kristallstruktur als biologisch abbaubares orthopädisches Implantatmaterial und testeten sie in Zellkulturen und Ratten über 24 Wochen.

2018 · Yuan — Wasserstoffreiches Wasser mildert oxidativen Stress bei Ratten mit traumatischer Hirnverletzung über den Nrf2-Signalweg

The Journal of surgical research

In einem Rattenmodell für traumatische Hirnverletzung (TBI) verbesserte wasserstoffreiches Wasser die Überlebensrate, reduzierte neurologische Defizite und senkte oxidative Stressmarker deutlich.

2018 · Ostojic — Unzureichende Produktion von H₂ durch die Darmmikrobiota und Morbus Parkinson

Trends in endocrinology and metabolism: TEM

Dieses theoretische Paper schlägt vor, dass eine beeinträchtigte H₂-Produktion durch Darmbakterien zur Entstehung der Parkinson-Erkrankung beitragen könnte, und diskutiert supplementären H₂ als mögliche therapeutische Richtung.

2017 · Murakami — Molekularer Wasserstoff schützt vor durch oxidativen Stress induziertem Zelltod von SH-SY5Y-Neuroblastomzellen durch den Prozess der Mitohormesis

PloS one

In kultivierten menschlichen Neuroblastomzellen steigerten sowohl H₂-Gas als auch wasserstoffreiches Wasser das mitochondriale Membranpotenzial und den ATP-Spiegel, während ein mildes oxidatives Signal ausgelöst wurde, das die Nrf2-Weg-Antioxidanzien aktivierte — eine hormetische Reaktion, die die Autoren „Mitohormesis“ nennen.

2017 · Biswas — Eine umfassende computergestützte Studie zu pathogenen Missense-Mutationen in den RING2- und REP-Domänen des Parkin-Proteins

Gene

Diese rein computergestützte (in silico) Studie analysierte, wie genetische Mutationen im Parkin-Protein — verknüpft mit früh einsetzender Parkinson-Krankheit — die Proteinstruktur und -funktion beeinflussen.

2016 · Davoren — Design und Optimierung selektiver Azaindolamid-M1-positiver allosterischer Modulatoren

Bioorganic & medicinal chemistry letters

Diese Wirkstoffdesign-Studie entwickelte eine neue Klasse von Kleinmolekül-Verbindungen, die selektiv den M1-Muskarinrezeptor aktivieren — ein Zielmolekül für kognitive Beeinträchtigungen bei Schizophrenie und Alzheimer-Erkrankung.

2016 · Zhang — Behandlung mit wasserstoffreicher Kochsalzlösung verzögert das Fortschreiten der Erkrankung in einem Mausmodell der amyotrophen Lateralsklerose

Neurochemical research

In einem transgenen Mausmodell der ALS verzögerte wasserstoffreiche Kochsalzlösung (HRS) den Krankheitsbeginn signifikant, verlängerte das Überleben und schützte Motoneuronen vor oxidativem Schaden und mitochondrialer Dysfunktion.

2015 · Lin et al. — Wasserstoffreiches Wasser mildert die durch Amyloid-β induzierte Zytotoxizität durch Hochregulation von Sirt1-FoxO3a über die Stimulation der AMP-aktivierten Proteinkinase in SK-N-MC-Zellen.

Chemico-biological interactions

In neuronaler Zellkultur schützte wasserstoffreiches Wasser (HRW) Zellen vor Amyloid-beta (Aβ) — dem mit Alzheimer assoziierten Peptid — sowohl durch direkte Neutralisierung reaktiver Sauerstoffspezies als auch durch Aktivierung einer schützenden Zellsignalkaskade (AMPK → Sirt1 → FoxO3a).

2015 · Chikan et al. — Atomarer Einblick in die veränderte Proteinarchitektur der O6-Methylguanin-DNA-Methyltransferase bei Magenkrebs.

PloS one

Eine Missense-Mutation an Codon 151 des DNA-Reparaturproteins MGMT — in knapp 40 % der untersuchten Magenkrebs-Gewebeproben gefunden — verursacht eine schwerwiegende strukturelle Störung der aktiven Stelle des Proteins, wie durch Molekulardynamik-Simulation gezeigt.

2014 · Brenner — Die Parkinson-Krankheit könnte auf das Versagen von Melanin in der Substantia nigra zurückzuführen sein, molekularen Wasserstoff aus der Dissoziation von Wasser zu produzieren.

Medical hypotheses

Dies ist ein spekulatives Theorie-Paper, das vorschlägt, dass Melanin in der Substantia nigra des Gehirns normalerweise Wasser in molekularen Wasserstoff und Sauerstoff spaltet — und dass der Verlust dieser Kapazität dem Morbus Parkinson zugrunde liegen könnte.

2014 · Mano et al. — Mütterliche Verabreichung von molekularem Wasserstoff lindert den durch intrauterine Ischämie-Reperfusion verursachten Schaden am fetalen Hippocampus der Ratte.

Free radical biology & medicine

In dieser Rattenstudie gaben schwangere Mütter, die wasserstoffgesättigtes Wasser tranken, messbares H₂ an die Plazenta weiter — was die fetalen Hippocampusneuronen vor Ischämie-Reperfusionsschäden schützte und das Lern- und Gedächtnisverhalten der Nachkommen im Alter von 8 Wochen verbesserte.

2012 · Wong et al. — Eine Wasserstoffgas-Wasser-Äquilibrierungsmethode liefert genaue und präzise Messungen stabiler Wasserstoff-Isotopenverhältnisse in Ernährungsstudien.

The Journal of nutrition

Diese analytisch-chemische Studie validierte eine platinkatalysierte Wasserstoffgas-Wasser-Äquilibrierungsmethode zur Messung stabiler Wasserstoff-Isotopenverhältnisse (Deuterium) in Körperflüssigkeiten — verwendet in der Ernährungsforschung zur Messung von Körperzusammensetzung und Energieverbrauch.

2010 · Qian — Die Hypothese eines wirksamen, sicheren und neuartigen Radioprotektors: wasserstoffreiche Lösung.

The West Indian medical journal

Diese Theoriearbeit schlägt vor, dass wasserstoffreiche physiologische Kochsalzlösung als sicherer Radioprotektionsmittel dienen könnte — zelluläre Schäden durch ionisierende Strahlung durch selektive Neutralisierung von Hydroxylradikalen zu reduzieren.

2010 · Kurisaki — Spontaner Anpassungsmechanismus in einem RNA-bindenden Protein: Zusammenwirken von energetischer Stabilisierung und Verbesserung der Zielsuche.

Protein and peptide letters

Diese computergestützte Biologiestudie verwendete Molekulardynamik-Simulation, um Strukturveränderungen in einem RNA-bindenden Protein (NOVA) nach dessen Dissoziation vom RNA-Ziel zu analysieren.

2010 · Liu — Die orale Verabreichung von Mannitol könnte eine wirksame Behandlung des Ischämie-Reperfusions-Schadens sein.

Medical hypotheses

Diese Hypothesen-Arbeit schlägt vor, dass orales Mannitol — ein Zuckeralkohol, der die bakterielle Wasserstoff-Produktion im Dickdarm fördert — Organe vor Ischämie-Reperfusions-Schäden schützen könnte, indem es den endogenen H₂-Spiegel erhöht.

2010 · Liu — Die Wasserstofftherapie könnte eine wirksame und spezifische neuartige Behandlung für das akute Strahlensyndrom sein.

Medical hypotheses

Diese Hypothesen-Arbeit schlägt vor, dass inhalierter molekularer Wasserstoff (H₂) eine wirksame Behandlung des akuten Strahlensyndroms (ARS) sein könnte — des lebensbedrohlichen Zustands, der durch hochdosige Ganzkörperbestrahlung verursacht wird.

2008 · Song — Eine Rolle von IOP1 in der Biogenese zytosolischer Eisen-Schwefel-Proteine bei Säugetieren.

The Journal of biological chemistry

Diese In-vitro-Zellstudie identifizierte IOP1 — ein Säugetierprotein, das zu bakteriellen Nur-Eisen-Hydrogeenasen homolog ist — als wesentlich für die Reifung zytosolischer Eisen-Schwefel (Fe-S)-Proteine in menschlichen Zellen.

2007 · Ohsawa — Wasserstoff wirkt als therapeutisches Antioxidans, indem er selektiv zytotoxische Sauerstoffradikale reduziert

Nature Medicine

Wasserstoff (H₂) wirkt als selektives Antioxidans: Er neutralisiert gezielt das aggressivste freie Radikal — das Hydroxyl-Radikal (•OH) — und lässt die nützlichen, signalgebenden Sauerstoffspezies unangetastet.

1999 · Tamori — Rolle des Calcitonin Gene-Related Peptide und capsaicinsensitiver Afferenzen bei der zentral durch Thyrotropin-Releasing-Hormon induzierten hepatischen Hyperämie.

European journal of pharmacology

Diese Tierstudie an narkotisierten Ratten zeigt, dass eine zentrale (intrazisternale) Injektion eines TRH-Analogons den hepatischen Blutfluss über capsaicinsensitive afferente Neuronen und CGRP erhöht — und dass die Blockade eines der beiden Wege diesen Effekt vollständig aufhebt.

1989 · Heizmann — GasPak Plus versus Anaerocult A – zwei Kohlendioxid/Wasserstoff-Systeme zur Kultivierung von Anaerobiern.

Zentralblatt fur Bakteriologie, Mikrobiologie, und Hygiene. Series A, Medical microbiology, infectious diseases, virology, parasitology

Zwei handelsübliche CO₂/H₂-gasgeneratorsysteme zur Kultivierung anaerober Bakterien wurden verglichen und insgesamt als gleich effektiv befunden, obwohl das Wachstum zwischen einzelnen Bakterienspezies erheblich variierte.