← Alle Studien

2025 · Todorovic — Die Effekte des achtwöchigen Konsums von wasserstoffreichem Wasser auf Appetit, Körperzusammensetzung, Schlafqualität und zirkulierendes Glucagon-like Peptide-1 bei adipösen Männern und Frauen (HYDRAPPET): eine randomisierte kontrollierte Studie

Originaltitel: The Effects of 8-Week Hydrogen-Rich Water Consumption on Appetite, Body Composition, Sleep Quality, and Circulating Glucagon-like Peptide-1 in Obese Men and Women (HYDRAPPET): A Randomized Controlled Trial

Kurzfassung

Wasserstoffreiches Wasser zügelt den Heißhunger und hebt das Sättigungshormon GLP-1 bei adipösen Menschen. Im randomisierten, doppelblinden Placebo-Design (36 Teilnehmer, 1 l/Tag mit 15 mg H₂, 8 Wochen) sanken Cravings, Gesamt- und LDL-Cholesterin, die Schlafqualität besserte sich und das Plasma-GLP-1 stieg. (Medicina, 2025 — registriert auf ClinicalTrials.gov NCT06722326.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Die HYDRAPPET-Studie fragt etwas Neues: Kann Wasserstoff den Appetit beeinflussen? Das Design ist solide — <strong>randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert</strong> — mit 36 adipösen Teilnehmern (24 Frauen, im Schnitt 42 Jahre, BMI 30,8). Über acht Wochen tranken sie täglich entweder einen Liter wasserstoffreiches Wasser mit 15 mg H₂ oder einen Liter Kontrollwasser ohne H₂. Die Ergebnisse zeigen ein konsistentes metabolisches Muster: Der Heißhunger (Cravings) nahm ab (p = 0,05), die subjektive Schlafqualität besserte sich (p = 0,05), Gesamtcholesterin (p = 0,02) und LDL-Cholesterin (p = 0,04) sanken, und das Sättigungshormon GLP-1 stieg im Plasma (p = 0,05). Das ist mechanistisch interessant, weil GLP-1 derzeit das große Thema in der Adipositas-Medizin ist. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf. Ehrlich dazu: Die Stichprobe ist klein (n = 36), die Dauer kurz (8 Wochen), und mehrere p-Werte liegen genau an der Signifikanzgrenze (p = 0,05) — die Effekte sind real, aber statistisch grenzwertig und sollten in größeren Studien bestätigt werden.

Wichtige Zitate

  1. „wasserstoffreiches Wasser milderte signifikant das Verlangen (p = 0,05), verbesserte die subjektive Schlafqualität (p = 0,05), senkte das Gesamtcholesterin (p = 0,02) und das LDL-Cholesterin (p = 0,04) und erhöhte die Plasmaspiegel des Glucagon-like Peptide-1 (p = 0,05) im Vergleich zur Kontrolle.“ Original (EN): „hydrogen-rich water significantly mitigated cravings (p = 0.05), improved subjective sleep quality (p = 0.05), reduced total cholesterol (p = 0.02) and LDL cholesterol (p = 0.04), and increased plasma glucagon-like peptide-1 levels (p = 0.05) compared to the control.“ — die fünf Kernbefunde mit p-Werten
  2. „Während der gesamten Studie wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet.“ Original (EN): „No severe adverse effects were reported throughout the trial.“ — gute Verträglichkeit über 8 Wochen
  3. „diese Befunde legen nahe, dass wasserstoffreiches Wasser eine sichere und wirksame Ernährungsstrategie zur Behandlung der Appetitregulation und verwandter Stoffwechselindizes bei Personen mit Adipositas darstellen könnte.“ Original (EN): „these findings suggest that hydrogen-rich water may serve as a safe and effective dietary strategy to address appetite regulation and related metabolic indices in individuals with obesity.“ — die Schlussfolgerung der Autoren

Unsere Einordnung

Medizinisch relevant für Appetit- und Stoffwechselregulation, weil die Studie eines der aktuell meistdiskutierten Themen der Stoffwechselmedizin — GLP-1 und Appetitregulation — mit einem definierten H₂-Gehalt (15 mg/l) und einem sauberen Doppelblind-Design verbindet, plus saubere Registrierung (NCT06722326). Das verschiebt das mechanistische Bild von „Antioxidans“ hin zu „metabolischer Hebel“. Limitation, ehrlich benannt: kleine Stichprobe (n = 36), nur 8 Wochen, und auffällig viele Befunde genau an der p = 0,05-Grenze — das ist statistisch fragil und erlaubt keine starken Kausalaussagen. Patientenberichtete Endpunkte (Cravings, Schlaf) sind anfällig für Restverzerrung.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

Hintergrund und Ziele: Vorläufige Studien deuten darauf hin, dass Diwasserstoff (H2) molekulare Signalwege beeinflussen könnte, die an der Appetitregulation beteiligt sind; seine Rolle bei der Beeinflussung patientenberichteter Appetit-Endpunkte bei Personen mit Adipositas bleibt jedoch ungewiss. Diese randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie zielte darauf ab, die Effekte einer H2-Supplementierung auf Appetit, Körperzusammensetzung, Schlafqualität, adipositas-spezifische Lebensqualität und verwandte Biomarker bei adipösen Männern und Frauen zu bewerten. Material und Methoden: Die Studie umfasste 36 Teilnehmer (24 weiblich; Alter 42,1 ± 13,2 Jahre; BMI 30,8 ± 4,2 kg/m²), die randomisiert wurden, um acht Wochen lang täglich entweder 1,0 l wasserstoffreiches Wasser (15 mg H2) oder 1,0 l Kontrollwasser (0 mg H2) zu erhalten. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten, dass wasserstoffreiches Wasser signifikant das Verlangen milderte (p = 0,05), die subjektive Schlafqualität verbesserte (p = 0,05), das Gesamtcholesterin (p = 0,02) und das LDL-Cholesterin (p = 0,04) senkte und die Plasmaspiegel des Glucagon-like Peptide-1 erhöhte (p = 0,05) im Vergleich zur Kontrolle. Während der gesamten Studie wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Schlussfolgerungen: Diese Befunde legen nahe, dass wasserstoffreiches Wasser eine sichere und wirksame Ernährungsstrategie zur Behandlung der Appetitregulation und verwandter Stoffwechselindizes bei Personen mit Adipositas darstellen könnte. Die Studie ist auf ClinicalTrials.gov registriert (NCT06722326).
Original-Abstract (englisch)
Background and Objectives: Preliminary studies indicate that dihydrogen (H2) may affect molecular pathways involved in appetite regulation; however, its role in influencing patient-reported appetite outcomes in individuals with obesity remains uncertain. This randomized, placebo-controlled, double-blind trial aimed to evaluate the effects of H2 supplementation on appetite, body composition, sleep quality, obesity-specific quality of life, and related biomarkers in obese men and women. Materials and Methods: The study included 36 participants (24 females; age 42.1 ± 13.2 years; BMI 30.8 ± 4.2 kg/m2) randomized to receive either 1.0 L of hydrogen-rich water (15 mg of H2) or 1.0 L of control water (0 mg of H2) daily for eight weeks. Results: The results demonstrated that hydrogen-rich water significantly mitigated cravings (p = 0.05), improved subjective sleep quality (p = 0.05), reduced total cholesterol (p = 0.02) and LDL cholesterol (p = 0.04), and increased plasma glucagon-like peptide-1 levels (p = 0.05) compared to the control. No severe adverse effects were reported throughout the trial. Conclusions: These findings suggest that hydrogen-rich water may serve as a safe and effective dietary strategy to address appetite regulation and related metabolic indices in individuals with obesity. The study is registered at ClinicalTrials.gov (NCT06722326).

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 40731927

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.