2024 · Wu et al. — Wirkungen von wasserstoffreichem Wasser auf die Harnsäure im Blut bei Patienten mit Hyperurikämie: eine randomisierte placebokontrollierte Studie
Kurzfassung
Bei 100 Teilnehmern mit Hyperurikämie, die die Studie abschlossen, sank die Harnsäure im Blut nach 8 Wochen mit drei Flaschen wasserstoffreichem Wasser pro Tag signifikant von 488,2 auf 446,8 μmol/l, der Abstract vergleicht dies aber nur mit dem Ausgangswert, nicht mit Placebo. Laut den Autoren kontrollierte die hohe Dosis die Harnsäure besser als die niedrige, Zahlen für die Gruppe mit niedriger Dosis und die Placebogruppe nennt der Abstract nicht. Daten zu unerwünschten Ereignissen enthält der Abstract nicht, obwohl die Autoren wasserstoffreiches Wasser als recht sicheres Mittel bezeichnen. (Heliyon, 2024.)
Kommentar
Für wasserstoffreiches Wasser wurden entzündungshemmende und stoffwechselmodulierende Vorteile beschrieben. Diese Studie prüfte, ob es die Harnsäure im Blut bei Menschen mit Hyperurikämie senkt. Die Teilnehmer wurden zufällig drei Gruppen zugeteilt. Die Placebogruppe trank täglich drei Flaschen gewöhnliches Trinkwasser zu je 330 ml. Die Gruppe mit niedriger Dosis trank zwei Flaschen wasserstoffreiches Wasser (H₂ mindestens 4,66 mg/l) und eine Flasche gewöhnliches Wasser. Die Gruppe mit hoher Dosis trank täglich drei Flaschen wasserstoffreiches Wasser. Die Trinkphase dauerte 8 Wochen. Primärer Endpunkt war die Harnsäure im Blut nach 4 und 8 Wochen im Vergleich zum Ausgangswert. Insgesamt schlossen 100 Teilnehmer die Studie ab: 32 in der Placebogruppe, 35 in der Gruppe mit niedriger und 33 in der Gruppe mit hoher Dosis. Der Abstract gibt nicht an, wie viele Personen randomisiert wurden, ob Teilnehmer oder Personal verblindet waren und welche weiteren Endpunkte gemessen wurden. Die Studie war im chinesischen Register für klinische Studien eingetragen.
Wichtige Zitate
- „Nach 8 Wochen zeigte die High-HRW-Gruppe eine signifikante Senkung der Harnsäure im Blut gegenüber dem Ausgangswert (488,2 ± 54,1 μmol/l auf 446,8 ± 57,1 μmol/l, p < 0,05).“ Original (EN): „Following an 8-week period, the High-HRW group exhibited a significant reduction in blood uric acid levels compared to the baseline (488.2 ± 54.1 μmol/L to 446.8 ± 57.1 μmol/L, P < 0.05).“ — das Hauptergebnis, eine Veränderung innerhalb einer Gruppe gegenüber dem Ausgangswert, kein Vergleich mit Placebo
- „Die hohe HRW-Dosis war bei der Kontrolle der Harnsäure im Blut wirksamer als die niedrige.“ Original (EN): „The high-dose of HRW was more effective than low-dose HRW in controlling blood uric acid.“ — ein Dosisvergleich, für den der Abstract weder Zahlen noch einen p-Wert nennt
- „Als recht sicheres Mittel könnte der längerfristige Konsum von HRW bei der Behandlung der Hyperurikämie infrage kommen.“ Original (EN): „As a rather safe agent, the prolonged consumption of HRW may be feasible in the management of hyperuricemia.“ — die Schlussfolgerung der Autoren, obwohl der Abstract keine Daten zu unerwünschten Ereignissen berichtet
Unsere Einordnung
Die Studie war randomisiert und placebokontrolliert und prüfte zwei Dosierungen. Der berichtete Effekt ist eine Veränderung innerhalb der Gruppe mit hoher Dosis gegenüber ihrem eigenen Ausgangswert, kein Unterschied zu Placebo. Ohne die Werte der Placebogruppe oder einen Test zwischen den Gruppen kann der Abstract nicht zeigen, wie viel der Abnahme auf das Wasser zurückgeht. Einschränkungen: Berichtet werden nur Teilnehmer, die die Studie abschlossen, die Zahl der Abbrüche ist daher unbekannt. Eine Verblindung wird nicht erwähnt. Die Studie dauerte 8 Wochen, und die Harnsäure im Blut ist ein Laborwert, kein klinischer Endpunkt. Der Dosisvergleich wird ohne Zahlen beschrieben. Der Abstract enthält keine Daten zu unerwünschten Ereignissen, die Einschätzung der Autoren, wasserstoffreiches Wasser sei recht sicher, ist im Abstract daher nicht mit Zahlen belegt.
Studiendesign
- Typ: randomisierte, placebokontrollierte Studie mit drei Armen, 8 Wochen, Verblindung nicht angegeben · n: 100 Teilnehmer mit Studienabschluss (32 Placebo, 35 niedrige Dosis, 33 hohe Dosis), Zahl der Randomisierten nicht berichtet · H₂-Gabe: wasserstoffreiches Wasser getrunken (H₂ mindestens 4,66 mg/l), zwei oder drei Flaschen zu 330 ml pro Tag
- Vergleich: drei Flaschen gewöhnliches Trinkwasser zu 330 ml pro Tag
- Ergebnis: primärer Endpunkt (Harnsäure im Blut gegenüber Ausgangswert): Gruppe mit hoher Dosis nach 8 Wochen 488,2 ± 54,1 auf 446,8 ± 57,1 μmol/l, p < 0,05. Hohe Dosis laut Autoren wirksamer als niedrige. Kein Vergleich mit Placebo berichtet
Abstract (deutsche Übersetzung)
HINTERGRUND: Für den Konsum von wasserstoffreichem Wasser (HRW) wurden entzündungshemmende und stoffwechselmodulierende Vorteile gezeigt. ZIEL: In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde geprüft, ob der Konsum von HRW in unterschiedlicher Dosis (niedrig und hoch) und Dauer (4 und 8 Wochen) die Harnsäure im Blut bei Patienten mit Hyperurikämie senken kann. METHODEN: Die Placebogruppe trank drei Flaschen gewöhnliches Trinkwasser (330 ml pro Flasche), die Low-HRW-Gruppe zwei Flaschen HRW (330 ml pro Flasche, H2 ≥ 4,66 mg/l) und eine Flasche gewöhnliches Wasser, die High-HRW-Gruppe täglich drei Flaschen HRW, jeweils 8 Wochen lang. Primärer Endpunkt war die Harnsäure im Blut zu verschiedenen Zeitpunkten (4 und 8 Wochen) im Vergleich zum Ausgangswert. ERGEBNISSE: Insgesamt schlossen 100 Teilnehmer die gesamte Studie ab (32 in der Placebo-, 35 in der Low-HRW- und 33 in der High-HRW-Gruppe). Die hohe HRW-Dosis war bei der Kontrolle der Harnsäure im Blut wirksamer als die niedrige. Nach 8 Wochen zeigte die High-HRW-Gruppe eine signifikante Senkung der Harnsäure im Blut gegenüber dem Ausgangswert (488,2 ± 54,1 μmol/l auf 446,8 ± 57,1 μmol/l, p < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNG: Als recht sicheres Mittel könnte der längerfristige Konsum von HRW bei der Behandlung der Hyperurikämie infrage kommen. REGISTRIERUNG DER KLINISCHEN STUDIE: chictr.org.cn, Kennung ChiCTR2200066369.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND: Consumption of hydrogen-rich water (HRW) has been shown to have anti-inflammatory and metabolic-modulatory benefits. OBJECTIVE: A randomized, placebo-controlled trial was conducted to assess the potential blood uric acid-lowering effects of HRW consumption with different doses (low and high doses) and duration (4 and 8 weeks) in patients with hyperuricemia. METHODS: The Placebo group consumed three bottles of ordinary drinking water (330 mL per bottle), the Low-HRW group consumed two bottles of HRW (330 mL per bottle, H2 ≥ 4.66 mg/L) and a bottle of ordinary water, and the High-HRW group consumed three bottles of HRW daily for 8 weeks. The primary outcome was the blood uric acid levels following different time points (4 and 8 weeks) compared to baseline. RESULTS: A total of 100 participants completed the entire trial (32 in Placebo, 35 in Low-HRW, and 33 in High-HRW groups). The high-dose of HRW was more effective than low-dose HRW in controlling blood uric acid. Following an 8-week period, the High-HRW group exhibited a significant reduction in blood uric acid levels compared to the baseline (488.2 ± 54.1 μmol/L to 446.8 ± 57.1 μmol/L, P < 0.05). CONCLUSION: As a rather safe agent, the prolonged consumption of HRW may be feasible in the management of hyperuricemia. CLINICAL TRIAL REGISTRATION: chictr.org.cn, identifier ChiCTR2200066369.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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