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2023 · Rahman et al. — Wirkungen einer Wasserstoffgas-Inhalation bei zu Hause lebenden Erwachsenen verschiedener Altersgruppen: eine einarmige, offene, prospektive klinische Studie

Originaltitel: Effects of Hydrogen Gas Inhalation on Community-Dwelling Adults of Various Ages: A Single-Arm, Open-Label, Prospective Clinical Trial.

Kurzfassung

In einer einarmigen, offenen Studie mit 54 zu Hause lebenden Erwachsenen veränderten 4 Wochen Wasserstoffgas-Inhalation die weißen Blutkörperchen nicht nachteilig, und die Marker für oxidativen Stress, reaktive Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid, lagen danach niedriger. Auch mehrere demenzbezogene Blutmarker veränderten sich, was die Autoren als signifikante Verbesserung des kognitiven Zustands beschreiben, obwohl das Abstract keine kognitiven Tests und keine Zahlen nennt. Mit nur einer Gruppe und ohne Kontrolle lassen sich die Veränderungen nicht auf Wasserstoff zurückführen. (Antioxidants, 2023.)

Klassifiziert als Pilot / Beobachtung-Studie mit Inhalation. Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Die Studie fragte, wie sich 4 Wochen Wasserstoffgas-Inhalation auf zu Hause lebende Erwachsene verschiedener Altersgruppen auswirken, mit Schwerpunkt auf Blutmarkern, die mit dem Risiko für die Alzheimer-Krankheit (AD) in Verbindung gebracht werden. Vierundfünfzig Teilnehmer wurden gescreent und aufgenommen, darunter etwa 5 %, die ausschieden. Laut Volltext erfüllten 51 Teilnehmer die Einschlusskriterien. Alle wurden ohne Randomisierung als eine Gruppe behandelt, und der Titel bezeichnet die Studie als offen. Laut Volltext atmeten die Teilnehmer 4 Wochen lang täglich 30 Minuten 2 % Wasserstoff in gefilterter Luft über eine Nasenbrille ein. Vor und nach der Behandlung wurden gemessen: Gesamtzahl und Verteilung der weißen Blutkörperchen als Sicherheitsmaß, die Marker für oxidativen Stress reaktive Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid sowie demenzbezogene Biomarker: BACE-1, Amyloid-beta, BDNF, VEGF-A, Gesamt-Tau, MCP-1 und Interleukin-6. Das Abstract nennt keinen primären Endpunkt, beschreibt das Alter der Teilnehmer nicht und berichtet keine Zahlen oder p-Werte.

Wichtige Zitate

  1. „Die Gesamtzahl und die Verteilung der weißen Blutkörperchen wurden durch die H2-Gasinhalation nicht nachteilig beeinflusst, was darauf hinweist, dass sie sicher und gut verträglich war.“ Original (EN): „The total and differential WBC counts were not adversely affected after H2 gas inhalation, indicating that it was safe and well tolerated.“ — das Sicherheitsergebnis, gestützt auf Blutbilder über 4 Wochen
  2. „Die Untersuchung von Markern für oxidativen Stress wie reaktiven Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid zeigte, dass ihre Werte nach der Behandlung sanken.“ Original (EN): „Investigation of oxidative stress markers such as reactive oxygen species and nitric oxide showed that their levels decreased post-treatment.“ — Marker für oxidativen Stress, nur mit den Werten vor der Behandlung verglichen
  3. „Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die H2-Gasinhalation ein guter Kandidat zur Verbesserung von AD mit kognitiver Funktionsstörung bei zu Hause lebenden Erwachsenen verschiedener Altersgruppen sein könnte.“ Original (EN): „Collectively, our results indicate that H2 gas inhalation may be a good candidate for improving AD with cognitive dysfunction in community-dwelling adults of different ages.“ — das Fazit der Autoren, abgeleitet aus Blutmarkern statt aus kognitiven Tests

Unsere Einordnung

Diese einarmige, offene Studie kann Veränderungen von Blutmarkern in einer Gruppe über 4 Wochen beschreiben. Dass Wasserstoff sie verursacht hat, kann sie nicht zeigen, weil es keine Kontrollgruppe gab. Das Abstract nennt für keinen Marker Zahlen, Effektgrößen oder p-Werte. Die Aussage, der kognitive Zustand habe sich verbessert, stützt sich auf Blutmarker, kognitive Tests werden nicht berichtet. Laut Volltext wurden die Werte vor und nach der Behandlung mit ungepaarten t-Tests verglichen, einem Verfahren für unabhängige Gruppen statt für wiederholte Messungen an denselben Personen. Einschränkungen: keine Randomisierung, keine berichtete Verblindung, keine Kontrollgruppe, nur 4 Wochen, viele geprüfte Biomarker, kein primärer Endpunkt genannt, und das Abstract beschreibt weder Alter noch kognitiven Zustand der Teilnehmer. Das Sicherheitsergebnis beruht auf Blutbildern einer kleinen Gruppe über 4 Wochen.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

Molekularer Wasserstoff (H2) ist ein vielseitiger therapeutischer Wirkstoff. Die Inhalation von H2-Gas gilt Berichten zufolge als sicher und wirkt sich positiv auf eine Reihe von Krankheiten aus, darunter die Alzheimer-Krankheit (AD). Hier untersuchten wir die Wirkungen einer 4-wöchigen H2-Gasinhalation bei zu Hause lebenden Erwachsenen verschiedener Altersgruppen. Vierundfünfzig Teilnehmer, einschließlich der Ausgeschiedenen (5 %), wurden gescreent und aufgenommen. Die ausgewählten Teilnehmer wurden ohne Randomisierung als eine einzige Gruppe behandelt. Wir untersuchten den Zusammenhang zwischen der Gesamtzahl und der Verteilung der weißen Blutkörperchen (WBC) und dem AD-Risiko auf individueller Ebene nach 4 Wochen H2-Gasinhalation. Die Gesamtzahl und die Verteilung der weißen Blutkörperchen wurden durch die H2-Gasinhalation nicht nachteilig beeinflusst, was darauf hinweist, dass sie sicher und gut verträglich war. Die Untersuchung von Markern für oxidativen Stress wie reaktiven Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid zeigte, dass ihre Werte nach der Behandlung sanken. Darüber hinaus zeigte die Auswertung demenzbezogener Biomarker wie Beta-Sekretase 1 (BACE-1), Amyloid-beta (Aβ), Brain-derived neurotrophic factor (BDNF), vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor A (VEGF-A), Gesamt-Tau (T-Tau), Monocyte chemotactic protein-1 (MCP-1) und entzündlicher Zytokine (Interleukin-6), dass sich der kognitive Zustand der Teilnehmer nach der Behandlung in den meisten Fällen signifikant verbesserte. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die H2-Gasinhalation ein guter Kandidat zur Verbesserung von AD mit kognitiver Funktionsstörung bei zu Hause lebenden Erwachsenen verschiedener Altersgruppen sein könnte.
Original-Abstract (englisch)
Molecular hydrogen (H2) is a versatile therapeutic agent. H2 gas inhalation is reportedly safe and has a positive impact on a range of illnesses, including Alzheimer's disease (AD). Herein, we investigated the effects of 4 weeks of H2 gas inhalation on community-dwelling adults of various ages. Fifty-four participants, including those who dropped out (5%), were screened and enrolled. The selected participants were treated as a single group without randomization. We evaluated the association between total and differential white blood cell (WBC) counts and AD risk at individual levels after 4 weeks of H2 gas inhalation treatment. The total and differential WBC counts were not adversely affected after H2 gas inhalation, indicating that it was safe and well tolerated. Investigation of oxidative stress markers such as reactive oxygen species and nitric oxide showed that their levels decreased post-treatment. Furthermore, evaluation of dementia-related biomarkers, such as beta-site APP cleaving enzyme 1 (BACE-1), amyloid beta (Aβ), brain-derived neurotrophic factor (BDNF), vascular endothelial growth factor A (VEGF-A), T-tau, monocyte chemotactic protein-1 (MCP-1), and inflammatory cytokines (interleukin-6), showed that their cognitive condition significantly improved after treatment, in most cases. Collectively, our results indicate that H2 gas inhalation may be a good candidate for improving AD with cognitive dysfunction in community-dwelling adults of different ages.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 37371971

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.