Frauengesundheit
Zu frauenspezifischen Fragestellungen liegen nur wenige kleine Humanstudien vor — etwa zu prämenstruellen Beschwerden, zum polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) und zu hormonell-geschlechtsabhängigen Reaktionen —, ergänzt durch überwiegend präklinische Untersuchungen an Tier- und Zellmodellen.
Geprüft wurden vor allem wasserstoffreiches Wasser und die Inhalation von H₂-Gas. Als Endpunkte dienten Beschwerde- und Lebensqualitätsmaße sowie hormonelle und entzündliche Marker.
Die vorhandenen Befunde sind vereinzelt und vorläufig, mit kleinen Teilnehmerzahlen und kurzen Laufzeiten. Sie erlauben keine gesicherten Aussagen über einen klinischen Nutzen in der Frauengesundheit; molekularer Wasserstoff ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Humanstudien zu molekularem Wasserstoff bei Frauengesundheit. Diese Seite sammelt die 14 hier erfassten Studien — 2 randomisierte Studien, 3 Pilot-/Beobachtungsstudien und 3 Reviews. Neueste zuerst.
2021 · Shaik et al. — Ein Überblick über Ovarialkarzinom: Beteiligte molekulare Prozesse und Entwicklung zielgerichteter Chemotherapeutika.
Ovarialkarzinom zählt zu den tödlichsten gynäkologischen Krebserkrankungen; die meisten Patientinnen werden im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.
2020 · Benoit — Stoffwechsel von molekularem Wasserstoff: ein weit verbreitetes Merkmal pathogener Bakterien und Protisten
Über 200 bekannte Krankheitserreger tragen Gene für Hydrogenasen — Enzyme, mit denen Bakterien H₂-Gas als Bestandteil ihres Energiestoffwechsels verbrauchen oder produzieren können.
2026 · Grepl — Sechzigminütige Inhalation von molekularem Wasserstoff senkt die Blutsauerstoffsättigung, verändert aber die autonome Herzregulation in Ruhe bei gesunden Frauen nicht: eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie
Eine Stunde H₂-Inhalation in Ruhe senkt die Blutsauerstoffsättigung minimal (95,9 % vs. 96,7 %, p ≤ 0,007), ohne die autonome Herzregulation zu verändern.
2024 · Aker — Die Wirkung des Konsums von wasserstoffreichem Wasser auf prämenstruelle Symptome und Lebensqualität: eine randomisierte kontrollierte Studie
Wasserstoffreiches Wasser senkt prämenstruelle Beschwerden und steigert die Lebensqualität.
1991 · Slemenda et al. — Kein Hinweis auf einen Effekt eines Lactasemangels auf die Knochenmasse bei prä- oder postmenopausalen Frauen
Bei 342 erwachsenen Zwillingsfrauen zeigte ein Lactasemangel keinen nachweisbaren negativen Effekt auf die Knochenmasse an einem Skelettsstand.
2025 · Yin — Forschung zur hemmenden Wirkung von Wasserstoffgas auf Eierstockkrebs und mögliche Mechanismen
Wasserstoffgas hemmte die Lebensfähigkeit, Migration und Invasion von Eierstockkrebszellen, förderte Apoptose und reduzierte die Tumorgröße in Zell- und Tierexperimenten, indem es oxidative Stressmarker modulierte und wichtige onkogene Proteine (HIF-1α, NF-κB p65) unterdrückte.
2023 · Makav — Die Wirkung von wasserstoffreichem Wasser auf das letrozolinduzierte polyzystische Ovarialsyndrom bei Ratten
In einem Rattenmodell des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) reduzierte das Trinken von wasserstoffreichem Wasser signifikant die Anzahl der Zysten, senkte oxidative Stressmarker (MDA, Cortisol, Testosteron) und erhöhte das Antioxidans Glutathion.
2019 · Wu — Wasserstoffgas schützt vor ovariektomie-induzierter Osteoporose durch Hemmung der NF-κB-Aktivierung.
Bei Mäusen mit chirurgisch induziertem Östrogenmangelmodell (Ovariektomie als Modell der postmenopausalen Osteoporose) reduzierte die Inhalation von 60 % molekularem Wasserstoff (H₂) den Knochenschwund deutlich.
2014 · Mano et al. — Mütterliche Verabreichung von molekularem Wasserstoff lindert den durch intrauterine Ischämie-Reperfusion verursachten Schaden am fetalen Hippocampus der Ratte.
In dieser Rattenstudie gaben schwangere Mütter, die wasserstoffgesättigtes Wasser tranken, messbares H₂ an die Plazenta weiter — was die fetalen Hippocampusneuronen vor Ischämie-Reperfusionsschäden schützte und das Lern- und Gedächtnisverhalten der Nachkommen im Alter von 8 Wochen verbesserte.
2005 · Maier — Nutzung von molekularem Wasserstoff als Energiesubstrat durch humanpathogene Bakterien
Mehrere pathogene Bakterien — darunter Helicobacter pylori (Magen), Helicobacter hepaticus (Leber) und Salmonella — können den im Darm produzierten molekularen Wasserstoff (H₂) als Atemsubstrat nutzen, und diese Fähigkeit steigert ihre Kolonisierungs- und Krankheitserregungsfähigkeit im Tier erheblich.