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2024 · Aker — Die Wirkung des Konsums von wasserstoffreichem Wasser auf prämenstruelle Symptome und Lebensqualität: eine randomisierte kontrollierte Studie

Originaltitel: The effect of hydrogen-rich water consumption on premenstrual symptoms and quality of life: a randomized controlled trial

Kurzfassung

Wasserstoffreiches Wasser senkt prämenstruelle Beschwerden und steigert die Lebensqualität. In einem randomisierten kontrollierten Versuch (n = 65) über drei Menstruationszyklen hatte die H₂-Gruppe signifikant niedrigere PMS-Werte und in der ersten Nachuntersuchung höhere körperliche und psychische Lebensqualität als die Kontrolle (p < 0,05). (BMC Women's Health, 2024.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft sehr viele Frauen mit körperlichen und seelischen Beschwerden — und klassische Behandlungen greifen oft zu komplementären Ansätzen. Hier wird H₂-Wasser direkt dagegen getestet, in einer randomisierten kontrollierten Studie mit 65 Frauen (33 Interventionsgruppe, 32 Kontrolle), zugeteilt per Block-Randomisierung. Das Protokoll ist durchdacht: Die Interventionsgruppe trank täglich 1500–2000 ml H₂-Wasser, die Kontrollgruppe normales Wasser — und zwar jeweils von Tag 16 des Zyklus bis Tag 2 des nächsten, über drei aufeinanderfolgende Zyklen. Gemessen wurde mit der Premenstrual-Syndrome-Scale (PMSS) und dem WHO-Lebensqualitäts-Fragebogen. Die Ergebnisse: Die H₂-Gruppe hatte in der ersten und zweiten Nachuntersuchung signifikant niedrigere PMS-Werte (p < 0,05), und die Gruppe-×-Zeit-Wechselwirkung für die PMS-Skala war deutlich (F = 10,54, p < 0,001). Bei der Lebensqualität zeigte sich in der ersten Nachuntersuchung ein Vorteil in den Bereichen körperliche und psychische Gesundheit (p < 0,05), über die Zeit war die Wechselwirkung für die Lebensqualität jedoch nicht signifikant. Was es bedeutet: H₂-Wasser könnte ein einfacher, risikoarmer Ansatz bei PMS sein. Ehrlich dazu: moderate Stichprobe (n = 65), das Abstract beschreibt keine Verblindung — vermutlich offen/nicht doppelblind, was Erwartungseffekte bei subjektiven Symptomen begünstigt.

Wichtige Zitate

  1. „Die Interventionsgruppe hatte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Nachuntersuchung auf der PMSS signifikant niedrigere Mittelwerte als die Kontrollgruppe (P<0,05).“ Original (EN): „The intervention group had significantly lower mean scores than the control group in both the first and second follow-ups on the PMSS (P<0.05).“ — signifikant geringere PMS-Beschwerden unter H₂-Wasser
  2. „In der ersten Nachuntersuchung hatte die Interventionsgruppe in den Bereichen körperliche Gesundheit und Psyche des WHOQOL-BREF signifikant höhere Mittelwerte als die Kontrollgruppe (P<0,05).“ Original (EN): „In the first follow-up, the intervention group had significantly higher mean scores in the Physical Health and Psychological domains of the WHOQOL-BREF compared to the control group (P<0.05).“ — bessere Lebensqualität (körperlich + psychisch) in der ersten Nachuntersuchung
  3. „Der Konsum von HRW reduziert die Schwere prämenstrueller Symptome und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen in körperlicher und psychischer Hinsicht.“ Original (EN): „The consumption of HRW reduces the severity of premenstrual symptoms and improves individuals' quality of life in physical and psychological domains.“ — die Schlussfolgerung der Autoren

Unsere Einordnung

Relevant für H₂-Wasser-Anwendungen im Bereich Frauengesundheit — eine konkrete, alltagsnahe Indikation mit großer Betroffenenzahl. Mechanistisch passt der Befund zum antioxidativen/entzündungshemmenden Profil von H₂. Mitautor ist Tyler W. LeBaron, eine bekannte Figur der H₂-Forschung (Molecular Hydrogen Institute) — das stärkt die Fachnähe, ist aber auch als möglicher Interessenkonflikt zu nennen. Limitation, ehrlich benannt: moderate Stichprobe (n = 65), das Abstract erwähnt keine Verblindung (vermutlich offenes Design), und die Endpunkte (PMS-Symptome, Lebensqualität) sind subjektive Fragebögen, die auf Erwartungseffekte reagieren können. Der Lebensqualitäts-Vorteil war zudem nur in einer Nachuntersuchung signifikant, nicht über den gesamten Zeitverlauf.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

HINTERGRUND: Das prämenstruelle Syndrom (PMS) besteht aus psychischen oder körperlichen Symptomen, die das tägliche Leben negativ beeinflussen. Die PMS-Behandlung kann den Einsatz komplementär-alternativer Ansätze umfassen. Wasserstoffreiches Wasser (HRW) besitzt antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, die PMS behandeln könnten. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung des Trinkens von HRW auf die Schwere prämenstrueller Symptome und die Lebensqualität von Frauen mit PMS zu untersuchen. METHODEN: Diese Studie ist eine randomisierte kontrollierte Studie. Die Teilnehmerinnen wurden mit der Block-Randomisierungsmethode in zwei Gruppen randomisiert (Interventionsgruppe = 33, Kontrollgruppe = 32). Die Teilnehmerinnen der Interventionsgruppe sollten täglich 1500–2000 ml HRW konsumieren, die der Placebogruppe normales Wasser trinken. Die Teilnehmerinnen begannen, entweder HRW oder Placebo-Wasser von Tag 16 ihres Menstruationszyklus bis Tag 2 des folgenden Zyklus zu trinken, über drei Menstruationszyklen. Die Forschungsdaten wurden mit einem demografischen Informationsbogen, der Premenstrual Syndrome Scale (PMSS) und der Kurzform des Lebensqualitäts-Fragebogens der Weltgesundheitsorganisation (WHOQOL-BREF) erhoben. ERGEBNISSE: Die Interventionsgruppe hatte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Nachuntersuchung auf der PMSS signifikant niedrigere Mittelwerte als die Kontrollgruppe (P<0,05). In der ersten Nachuntersuchung hatte die Interventionsgruppe in den Bereichen körperliche Gesundheit und Psyche des WHOQOL-BREF signifikant höhere Mittelwerte als die Kontrollgruppe (P<0,05). Die Gruppe-×-Zeit-Wechselwirkung war für die PMSS signifikant (F = 10,54, P<0,001). Die Gruppe-×-Zeit-Wechselwirkung war für den WHOQOL-BREF nicht signifikant (P>0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der Konsum von HRW reduziert die Schwere prämenstrueller Symptome und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen in körperlicher und psychischer Hinsicht.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND: Premenstrual syndrome (PMS) consists of psychiatric or somatic symptoms negatively affecting the daily life. PMS treatment can involve the use of complementary-alternative approaches. Hydrogen-rich water (HRW) has antioxidant and anti-inflammatory properties that may treat PMS. This study aimed to investigate the effect of drinking HRW on the severity of premenstrual symptoms and the quality of life of women who suffer from PMS. METHODS: This study is a randomized controlled trial. Participants were randomized into two groups (intervention group=33, control group=32) using the block randomization method. Participants were requested to consume 1500-2000 mL of HRW daily in the intervention group and drink water in the placebo group. Participants began drinking either HRW or placebo water from day 16 of their menstrual cycle until day 2 of the following cycle for three menstrual cycles. The research data were collected using a Demographic Information Form, Premenstrual Syndrome Scale (PMSS), and Short form of the World Health Organization Quality of Life Questionnaire (WHOQOL- BREF). RESULTS: The intervention group had significantly lower mean scores than the control group in both the first and second follow-ups on the PMSS (P<0.05). In the first follow-up, the intervention group had significantly higher mean scores in the Physical Health and Psychological domains of the WHOQOL-BREF compared to the control group (P<0.05). Group × time interaction was significant for PMSS (F = 10.54, P<0.001). Group × time interaction was insignificant for WHOQOL- BREF (P>0.05). CONCLUSIONS: The consumption of HRW reduces the severity of premenstrual symptoms and improves individuals' quality of life in physical and psychological domains.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 38532373

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