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2021 · Kato — Wärmespeichernde Effekte eines Bades mit wasserstoffreichem Wasser, mittels Thermografie beim Menschen untersucht

Originaltitel: Heat-retention effects of hydrogen-rich water bath assessed by thermography for humans

Kurzfassung

Ein wasserstoffreiches Bad hält den Körper länger warm als ein normales Bad. Thermografie an 24 gesunden Personen zeigte nach gleichem Baden (41 °C, 10 min) deutlich mehr Wärmespeicherung — vor allem an Bauch, Oberschenkeln, Armen und Händen — sowie verbreiterte Fingerkapillaren als Zeichen besserer Durchblutung. (Journal of Thermal Biology, 2021.)

Klassifiziert als Pilot / Beobachtung-Studie mit Bad / topisch, Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Wasserstoff-Badegeräte werden kommerziell verkauft, aber die Wärmespeicher-Wirkung war kaum sauber untersucht — genau das holt diese Studie nach. 24 gesunde Personen badeten unter gleichen Bedingungen (41 °C, 10 Minuten) einmal im wasserstoffreichen Wasser (H₂-Konzentration 185–548 µg/L, Redoxpotenzial −167 bis −91 mV) und einmal im normalen Wasser (0,8 µg/L, +479 mV). Per Wärmebildkamera wurde 30 und 60 Minuten nach dem Bad gemessen. Ergebnis: Das H₂-Bad hielt deutlich mehr Wärme — in dieser Reihenfolge: Bauch > Oberschenkel > Arme > Hände > Füße. An Kopf, Achseln und Unterschenkeln gab es kaum Unterschied. Zusätzlich maßen sie die Dicke der Fingerkapillaren: Die war nach dem H₂-Bad stärker erweitert als nach dem Normalbad — ein Hinweis, dass H₂ die Durchblutung über den reinen Wärmeeffekt hinaus fördert. Die Wärmespeicherung korrelierte schwach bis mäßig mit Körperfettanteil und BMI und umgekehrt mit dem Muskelanteil — aber nicht stärker als beim Normalbad. Praktisch heißt das: Der Effekt war breit über verschiedene Körpertypen hinweg vorhanden. Ehrlich zur Einordnung: kleine Stichprobe (n = 24), gesunde Probanden, kurze Beobachtung, und die Schlussfolgerung „durchblutungsfördernd“ ist indirekt aus Kapillardicke + Thermografie abgeleitet, kein direkter Blutflussmesswert.

Wichtige Zitate

  1. „Das Bad mit wasserstoffreichem Wasser ... bewirkte für mehrere Körperteile in folgender Reihenfolge eine ausgeprägtere Wärmespeicherung als das Normalwasserbad: Bauch > Oberschenkel > Arme > Hände > Füße.“ Original (EN): „hydrogen-rich water bath ... brought about the heat-retention being more marked than those of normal water bath for several body-parts in the order as follows: abdomen > upper legs > arms > hands > feet“ — stärkere Wärmespeicherung im H₂-Bad, gestaffelt nach Körperregionen
  2. „Die Dicke war im Bad mit wasserstoffreichem Wasser deutlicher erweitert als im Normalwasserbad, was darauf hindeutet, dass das Bad mit wasserstoffreichem Wasser einen wasserstoffbasierten fördernden Effekt ... auf die Blutzirkulation des gesamten Körpers haben könnte.“ Original (EN): „The thickness was expanded in the hydrogen-rich water bath more markedly than that in the normal water bath, suggesting that the hydrogen-rich water bath may have the hydrogen-based promotive effect ... on blood circulation of the whole body.“ — erweiterte Fingerkapillaren als Hinweis auf bessere Ganzkörper-Durchblutung
  3. „Die Wärmespeicherung nach dem Baden kann als Effekt des Bades mit wasserstoffreichem Wasser festgehalten werden, der bei den meisten Menschen breit anwendbar ist, unabhängig von ihrem Körperzusammensetzungs-Index.“ Original (EN): „The heat-retention after bathing can be noted as effects of the hydrogen-rich water bath, which is applicable for most of people widespread regardless of their body composition index.“ — der Effekt war weitgehend unabhängig vom Körperbau vorhanden

Unsere Einordnung

Direkt relevant für H₂-Bade-/Wellness-Produkte (H₂-Bad als Anwendungsform neben Trinkwasser und Inhalation). Die Studie liefert ein konkretes, alltagsnahes und gut vermittelbares Argument: spürbar längere Wärme + Hinweis auf bessere Durchblutung. Die genannten H₂-Konzentrationen (185–548 µg/L) und das stark negative Redoxpotenzial (−167 bis −91 mV) sind nützliche Referenzwerte für die Produktkommunikation. Limitationen ehrlich: kleine Stichprobe (n = 24), nur gesunde Probanden, kurze Nachbeobachtung (max. 60 min), und die Durchblutungsaussage ist indirekt (Kapillardicke/Thermografie statt direkter Flussmessung). Keine klinischen Endpunkte. Einordnung als Pilot-/Mechanismus-Evidenz im Wellness-Kontext — kein medizinisches Heilversprechen.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

Geräte für Bäder mit wasserstoffreichem Wasser sind kommerziell erhältlich, wurden aber hinsichtlich wärmespeichernder Effekte kaum untersucht. In dieser Studie wurden die wärmespeichernden Effekte des Bades mit wasserstoffreichem Wasser durch thermografische klinische Versuche bewertet, an denen vierundzwanzig gesunde Probanden teilnahmen. Die Thermogramme zeigten, dass unter den gleichen Bedingungen (41 °C, 10-min Baden) das Bad mit wasserstoffreichem Wasser (Wasserstoffkonzentrationen: 185–548 µg/L; Redoxpotenziale: −167 bis −91 mV gegenüber 0,8 µg/L und +479 mV beim Normalbad) für mehrere Körperteile in folgender Reihenfolge eine ausgeprägtere Wärmespeicherung als das Normalwasserbad bewirkte: Bauch > Oberschenkel > Arme > Hände > Füße, jeweils 30 und 60 min nach dem Baden, im Gegensatz zur geringen Wärmespeicherung an Kopf, Achseln und Unterschenkeln. Dann untersuchten wir als Spiegelung fördernder Effekte auf den Blutstrom auch die Dicke der Fingerkuppen-Kapillaren in den Händen. Die Dicke war im Bad mit wasserstoffreichem Wasser deutlicher erweitert als im Normalwasserbad, was darauf hindeutet, dass das Bad mit wasserstoffreichem Wasser einen wasserstoffbasierten fördernden Effekt haben könnte, der über bloße auf Wärmespeicherung beruhende Effekte hinausgeht, auf die Blutzirkulation des gesamten Körpers. Zugleich korrelierte die Wärmespeicherung im Bad mit wasserstoffreichem Wasser schwach bis mäßig mit den Gehalten an subkutanem Fett, Gesamtkörperfett und dem Body-Mass-Index und invers mit den Skelettmuskelraten, obwohl ihre Korrelationsgrade jene des Normalwasserbads nicht offensichtlich überstiegen, bei geringem Bezug zur Grundumsatzrate. Somit wurde nahegelegt, dass das Bad mit wasserstoffreichem Wasser wärmespeichernde Effekte über das Normalwasserbad hinaus ausübt, in verschiedenen Körperteilen wie Bauch, Oberschenkeln, Armen und Händen, über eine Förderung des Blutflusses, die sich in der erweiterten Dicke der Kapillaren widerspiegelte. Die Wärmespeicherung nach dem Baden kann als Effekt des Bades mit wasserstoffreichem Wasser festgehalten werden, der bei den meisten Menschen breit anwendbar ist, unabhängig von ihrem Körperzusammensetzungs-Index.
Original-Abstract (englisch)
Hydrogen-rich water bath devices are commercially available, but have been scarcely clarified for heat-retention effects. In this study, heat-retention effects of hydrogen-rich water bath were assessed by thermographic clinical trials, which employed twenty-four healthy subjects. The thermograms indicated that, under the same conditions (41 °C, 10-min bathing), hydrogen-rich water bath (hydrogen concentrations: 185-548 μg/L; oxidation-reduction potentials: -167 to -91 mV, versus 0.8 μg/L and +479 mV for normal bath, respectively) brought about the heat-retention being more marked than those of normal water bath for several body-parts in the order as follows: abdomen > upper legs > arms > hands > feet, for 30- and 60-min post-bathing, being in contrast to scarce heat-retention for head, armpits and lower legs. Then, as reflection to promotive effects on blood stream, we also examined the thickness of fingertip-capillary in hands. The thickness was expanded in the hydrogen-rich water bath more markedly than that in the normal water bath, suggesting that the hydrogen-rich water bath may have the hydrogen-based promotive effect, exceeding over mere heat retention-based effects, on blood circulation of the whole body. Meanwhile, the heat-retention in hydrogen-rich water bath weakly or moderately correlated with contents of the subcutaneous fat, whole body fat and body mass index, and inversely correlated with skeletal muscle rates, although their correlation degrees did not obviously exceed over normal water bath, with a poor relation with the basal metabolism rate. Thus, the hydrogen-rich water bath was suggested to exert heat-retention effects exceeding over normal water bath, in diverse body-parts such as abdomen, upper legs, arms and hands, via promotion to blood flow which was reflected by expanding the thickness of capillary. The heat-retention after bathing can be noted as effects of the hydrogen-rich water bath, which is applicable for most of people widespread regardless of their body composition index.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 33454037

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.