2015 Antioxidants (Basel, Switzerland) RCT H₂-Therapie am Menschen Trinken (HRW) MundgesundheitOxidativer Stress
2015 · Azuma et al. — Das Trinken von wasserstoffreichem Wasser verstärkt die Wirkung einer nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung bei der Verbesserung einer Parodontitis: eine Pilotstudie
Kurzfassung
Bei 13 Patienten mit Parodontitis führte das Trinken von wasserstoffreichem Wasser über acht Wochen zusätzlich zur nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung nach zwei, vier und acht Wochen zu stärkeren Verbesserungen von Sondierungstiefe und klinischem Attachmentniveau als die Behandlung allein (p < 0,05). In der Wasserstoffwasser-Gruppe war die gesamte antioxidative Kapazität im Serum nach vier Wochen höher als zu Studienbeginn. Bei sechs und sieben Patienten pro Gruppe und ohne beschriebenes Placebogetränk ist das Ergebnis nur ein erstes Signal. (Antioxidants, 2015.)
Kommentar
Oxidativer Stress ist an der Entstehung der Parodontitis beteiligt, und die Autoren fragten, ob das Trinken von wasserstoffreichem Wasser die Wirkung einer üblichen nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung ergänzt. Diese Pilotstudie umfasste 13 Patienten mit Parodontitis (3 Frauen, 10 Männer), 6 in einer Kontrollgruppe und 7 in einer Wasserstoffwasser-Gruppe. Laut Volltext wurden die Teilnehmer zu Studienbeginn zufällig zugeteilt, und der Zahnarzt, der die Munduntersuchungen vornahm, kannte die Gruppenzugehörigkeit nicht. Die Wasserstoffwasser-Gruppe trank acht Wochen lang 4–5-mal täglich wasserstoffreiches Wasser, laut Volltext jeweils 200–300 mL, hergestellt durch einen Magnesiumstab in Trinkwasser. Die Wasserstoffkonzentration wird nicht angegeben. Alle Teilnehmer erhielten zwischen Woche zwei und vier eine nicht-chirurgische Parodontalbehandlung. Munduntersuchungen und Messungen des oxidativen Stresses im Serum erfolgten zu Studienbeginn sowie nach zwei, vier und acht Wochen. Das Abstract nennt keinen primären Endpunkt und berichtet keine unerwünschten Ereignisse.
Wichtige Zitate
- „Die HW-Gruppe zeigte nach zwei, vier und acht Wochen stärkere Verbesserungen von Sondierungstiefe und klinischem Attachmentniveau als die Kontrollgruppe (p < 0,05).“ Original (EN): „The HW group showed greater improvements in probing pocket depth and clinical attachment level than the control group at two, four and eight weeks (p < 0.05).“ — das klinische Hauptergebnis aus einer Stichprobe von 13 Patienten
- „Die HW-Gruppe wies außerdem nach vier Wochen einen erhöhten Serumspiegel der gesamten antioxidativen Kapazität gegenüber dem Ausgangswert auf (p < 0,05).“ Original (EN): „The HW group also exhibited an increased serum level of total antioxidant capacity at four weeks, compared to baseline (p < 0.05).“ — eine Veränderung innerhalb einer Gruppe gegenüber ihrem Ausgangswert, kein Gruppenvergleich
- „Das Trinken von HW verstärkte die Wirkung der nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung und verbesserte so die Parodontitis.“ Original (EN): „Drinking HW enhanced the effects of non-surgical periodontal treatment, thus improving periodontitis.“ — das Fazit der Autoren, entschiedener formuliert, als eine Pilotstudie erlaubt
Unsere Einordnung
Die Studie verglich eine Parodontalbehandlung mit und ohne Wasserstoffwasser und setzte laut Volltext einen verblindeten Untersucher ein. Sondierungstiefe und Attachmentniveau verbesserten sich in der Wasserstoffwasser-Gruppe stärker (p < 0,05). Das Abstract nennt keine Effektgrößen, und das Ergebnis zur antioxidativen Kapazität ist eine Veränderung innerhalb einer Gruppe gegenüber ihrem Ausgangswert, kein Unterschied zwischen den Gruppen. Einschränkungen: 13 Patienten, sechs und sieben pro Gruppe, acht Wochen Nachbeobachtung und klinische Ersatzmessgrößen. Das Abstract nennt keinen primären Endpunkt, beschreibt kein Placebogetränk für die Kontrollgruppe und berichtet keine unerwünschten Ereignisse. Eine Verblindung der Teilnehmer wird nicht berichtet, und die Wasserstoffkonzentration des Wassers ist unbekannt. Das Abstract verwendet das Wort randomisiert nicht. In dieser kleinen Stichprobe deuten die Ergebnisse auf eine zusätzliche Wirkung hin, die eine größere randomisierte, placebokontrollierte Studie bestätigen müsste.
Studiendesign
- Typ: Pilotstudie mit zwei parallelen Gruppen, laut Volltext zufällig zugeteilt · n: 13 (7 Wasserstoffwasser, 6 Kontrolle) · H₂-Gabe: Trinken von wasserstoffreichem Wasser 4–5-mal täglich über acht Wochen (laut Volltext jeweils 200–300 mL, Konzentration nicht angegeben)
- Vergleich: nicht-chirurgische Parodontalbehandlung ohne Wasserstoffwasser. Beide Gruppen erhielten die Parodontalbehandlung zwischen Woche zwei und vier
- Ergebnis: stärkere Verbesserung von Sondierungstiefe und klinischem Attachmentniveau mit Wasserstoffwasser nach zwei, vier und acht Wochen (p < 0,05). Gesamte antioxidative Kapazität im Serum in der Wasserstoffwasser-Gruppe nach vier Wochen höher als zu Studienbeginn (p < 0,05). Zu Studienbeginn keine Unterschiede im parodontalen Zustand
Abstract (deutsche Übersetzung)
Oxidativer Stress ist an der Pathogenese der Parodontitis beteiligt. Eine Verringerung des oxidativen Stresses durch das Trinken von wasserstoffreichem Wasser (HW) könnte der parodontalen Gesundheit nützen. In dieser Pilotstudie verglichen wir die Wirkungen einer nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung mit oder ohne Trinken von HW auf die Parodontitis. Dreizehn Patienten (3 Frauen, 10 Männer) mit Parodontitis wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: die Kontrollgruppe (n = 6) oder die HW-Gruppe (n = 7). In der HW-Gruppe tranken die Teilnehmer acht Wochen lang 4–5-mal täglich HW. Zwischen zwei und vier Wochen erhielten alle Teilnehmer eine nicht-chirurgische Parodontalbehandlung. Munduntersuchungen erfolgten zu Studienbeginn sowie nach zwei, vier und acht Wochen, und zu diesen Zeitpunkten wurde Serum gewonnen, um den oxidativen Stress zu bestimmen. Zu Studienbeginn gab es keine signifikanten Unterschiede im parodontalen Zustand zwischen Kontroll- und HW-Gruppe. Die HW-Gruppe zeigte nach zwei, vier und acht Wochen stärkere Verbesserungen von Sondierungstiefe und klinischem Attachmentniveau als die Kontrollgruppe (p < 0,05). Die HW-Gruppe wies außerdem nach vier Wochen einen erhöhten Serumspiegel der gesamten antioxidativen Kapazität gegenüber dem Ausgangswert auf (p < 0,05). Das Trinken von HW verstärkte die Wirkung der nicht-chirurgischen Parodontalbehandlung und verbesserte so die Parodontitis.
Original-Abstract (englisch)
Oxidative stress is involved in the pathogenesis of periodontitis. A reduction of oxidative stress by drinking hydrogen-rich water (HW) might be beneficial to periodontal health. In this pilot study, we compared the effects of non-surgical periodontal treatment with or without drinking HW on periodontitis. Thirteen patients (3 women, 10 men) with periodontitis were divided into two groups: The control group (n = 6) or the HW group (n = 7). In the HW group, participants consumed HW 4-5 times/day for eight weeks. At two to four weeks, all participants received non-surgical periodontal treatment. Oral examinations were performed at baseline, two, four and eight weeks, and serum was obtained at these time points to evaluate oxidative stress. At baseline, there were no significant differences in periodontal status between the control and HW groups. The HW group showed greater improvements in probing pocket depth and clinical attachment level than the control group at two, four and eight weeks (p < 0.05). The HW group also exhibited an increased serum level of total antioxidant capacity at four weeks, compared to baseline (p < 0.05). Drinking HW enhanced the effects of non-surgical periodontal treatment, thus improving periodontitis.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.