← Alle Studien

2024 · Wang — Die kombinierte Anwendung von wasserstoffreichem Wasser und enzymatisch verdautem essbarem Vogelnest verbessert die durch PMA/LPS beeinträchtigte Wundheilung in humanen entzündlichen Zahnfleischgewebe-Äquivalenten.

Originaltitel: Combined use of hydrogen-rich water and enzyme-digested edible bird's nest improves PMA/LPS-impaired wound healing in human inflammatory gingival tissue equivalents.

Kurzfassung

In einem Labormodell von entzündetem menschlichem Zahnfleischgewebe konterte die Kombination aus wasserstoffreichem Wasser und einer verarbeiteten Form von essbarem Vogelnest den durch einen Entzündungsreiz verursachten Wundheilungsschaden erheblich. Im Zusammenspiel übertrafen die beiden Substanzen jede für sich allein bei der Entzündungsreduzierung und Wiederherstellung der Gewebeintegrität. (Human Cell, 2024.)

Klassifiziert als Mechanismus / Präklinisch-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Die Zahnfleischwundheilung wird häufig bei chronischer Parodontitis beeinträchtigt, wo oxidativer Stress und entzündliche Mediatoren die Erholung verlangsamen oder blockieren. Diese Studie baute ein dreidimensionales humanes Zahnfleischgewebe-Äquivalent (iGTE) aus primären menschlichen Zahnfleischfibroblasten, Keratinozyten und Makrophagen auf und induzierte dann eine entzündlich-oxidative Verletzung mit PMA und LPS. Wasserstoffreiches Wasser (HW), enzymatisch verdautes essbares Vogelnest (EBND) und Sialinsäure (SA) wurden einzeln und in Kombination getestet. Alle drei Substanzen reduzierten die PMA/LPS-induzierte Wundheilungsverzögerung und Entzündung (IL-6, IL-8) sowohl in 2D-Zellmonoschichten als auch im 3D-Gewebemodell. Die HW + EBND-Kombination zeigte besonders starke Ergebnisse. Dies ist eine reine In-vitro-Studie mit einem ausgeklügelten Gewebemodell — keine menschlichen Patienten waren beteiligt. Das Gewebeäquivalent ist zwar physiologisch relevanter als einfache Zelllinien, erfasst aber noch nicht die Komplexität von lebendem menschlichem Mundgewebe mit Vaskularisierung, Innervierung oder dem vollständigen oralen Mikrobiom.

Wichtige Zitate

  1. „Die Vorbehandlung mit HW, EBND und SA unterdrückte die PMA/LPS-induzierte Wundheilungsverzögerung und Entzündungsreaktionen in Zellmonoschichten sowie im iGTE signifikant.“ Original (EN): „Pretreatment of HW, EBND, and SA significantly suppressed PMA/LPS-induced wound healing delay and inflammatory responses in cell monolayers, as well as in the iGTE.“ — der Kernbefund: alle drei Substanzen verbesserten die Wundheilung im entzündeten Gewebemodell
  2. „Im iGTE verringerten PMA/LPS die Epitheldicke erheblich und verursachten eine Abnahme der Expression von K8/18, E-Cadherin, Laminin und Elastin sowie einen Anstieg der COX-2-Expression zusammen mit geschwürartigen Läsionen.“ Original (EN): „In the iGTE, PMA/LPS significantly reduced the epithelial thickness while causing a decrease in K8/18, E-cadherin, laminin and elastin expression and an increase in COX-2 expression along with ulcer-like lesions.“ — das Schadensprofil im Gewebemodell: strukturelle Proteine verloren, Entzündung aktiviert
  3. „Die kombinierte Anwendung von HW und EBND zeigte besonders robuste Ergebnisse.“ Original (EN): „the combined use of HW and EBND exhibited particularly robust results.“ — der Synergiebefund: die Kombination übertraf jede Substanz einzeln

Unsere Einordnung

Dies ist eine In-vitro-Studie mit einem 3D-humanen Zahnfleischgewebemodell — keine menschlichen Patienten sind beteiligt. Das Gewebeäquivalent ist ausgeklügelter als eine einfache Zelllinie, repliziert aber noch nicht die vollständige Physiologie des menschlichen Zahnfleischgewebes. Die Kombination aus wasserstoffreichem Wasser und Vogelnest-Extrakt ist ungewöhnlich und erfordert eine Bestätigung in klinischen Studien, bevor Schlussfolgerungen über die orale Wundheilung beim Menschen gezogen werden können. Ergebnisse aus diesem Entzündungsmodell können nicht direkt auf parodontale Erkrankungen oder orale Wundheilung bei Patienten übertragen werden.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

Die Zahnfleischwundheilung spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der oralen Gesundheit. Dieser Prozess kann jedoch durch oxidativen Stress und übermäßige Entzündungsreaktionen verzögert werden. In dieser Studie etablierten wir ein humanes entzündliches Zahnfleischgewebe-Äquivalent (iGTE), um die hemmenden Effekte von wasserstoffreichem Wasser (HW), enzymatisch verdautem essbarem Vogelnest (EBND) und Sialinsäure (SA) auf die durch PMA (einen Induktor oxidativer freier Radikale) und LPS (ein entzündlicher Stimulus) beeinträchtigte Wundheilung zu untersuchen. Das iGTE wurde aus menschlichen Zahnfleischfibroblasten, Keratinozyten und Makrophagen unter dreidimensionalen Bedingungen aufgebaut. Wunden im iGTE und hGF/Keratinozyten-Monoschichten wurden durch mechanische Verletzung erzeugt. Gewebe und Zellen wurden mit HW, EBND und SA vorbehandelt und dann dem durch PMA (10 ng/ml) und LPS (250 ng/ml) induzierten entzündlichen und oxidativen Milieu ausgesetzt. Die Entzündungszytokine IL-6 und IL-8 wurden quantitativ per ELISA analysiert. Die histopathologische Bildanalyse wurde durch HE- und Immunfluoreszenzfärbung durchgeführt. Im iGTE verringerten PMA/LPS die Epitheldicke erheblich und verursachten eine Abnahme der K8/18-, E-Cadherin-, Laminin- und Elastin-Expression sowie einen Anstieg der COX-2-Expression zusammen mit geschwürartigen Läsionen. In mechanisch zerkratzten hGFs und Keratinozyten-Monoschichten beeinträchtigten PMA/LPS die Wundheilung erheblich und förderten die Sekretion von IL-6 und IL-8. Die Vorbehandlung mit HW, EBND und SA unterdrückte PMA/LPS-induzierte Wundheilungsverzögerung und Entzündungsreaktionen in Zellmonoschichten sowie im iGTE signifikant. Bemerkenswerterweise zeigte die kombinierte Anwendung von HW und EBND besonders robuste Ergebnisse. Die kombinierte Anwendung von HW und EBND kann zur Prävention und Behandlung von Wundheilungsverzögerungen eingesetzt werden.
Original-Abstract (englisch)
Gingival wound healing plays a critical role in maintaining oral health. However, this process can be delayed by oxidative stress and excessive inflammatory responses. In this study, we established a human inflammatory gingival tissue equivalent (iGTE) to investigate the inhibitory effects of hydrogen-rich water (HW), enzyme-digested edible bird's nest (EBND) and sialic acid (SA) on PMA (an inducer of oxidative free radicals)- and LPS (an inflammatory stimulus)-impaired wound healing. The iGTE was constructed by human gingival fibroblasts (hGFs), keratinocytes and macrophages under three-dimensional conditions. Wounds in the iGTE and hGF/keratinocyte monolayers were created by mechanical injury. Tissues and cells were pretreated with HW, EBND, and SA, and then exposed to the inflammatory and oxidative environment induced by PMA (10 ng/mL) and LPS (250 ng/mL). The inflammatory cytokines IL-6 and IL-8 were quantitatively analyzed by ELISA. Histopathological image analysis was performed by HE and immunofluorescence staining. In the iGTE, PMA/LPS significantly reduced the epithelial thickness while causing a decrease in K8/18, E-cadherin, laminin and elastin expression and an increase in COX-2 expression along with ulcer-like lesions. In mechanically scratched hGFs and keratinocyte monolayers, PMA/LPS significantly impaired wound healing, and promoted the secretion of IL-6 and IL-8. Pretreatment of HW, EBND, and SA significantly suppressed PMA/LPS-induced wound healing delay and inflammatory responses in cell monolayers, as well as in the iGTE. Remarkably, the combined use of HW and EBND exhibited particularly robust results. Combined use of HW and EBND may be applied for the prevention and treatment of wound healing delay.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 38679666

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.