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2026 · Nedeljkovic et al. — Kinetik von Wasserstoff im Blut nach oraler Aufnahme von wasserstoffreichem Wasser bei gesunden Erwachsenen: eine Pilotstudie zur Pharmakokinetik

Originaltitel: Post-Ingestion Blood Hydrogen Kinetics Following Oral Hydrogen-Rich Water Intake in Healthy Adults: A Pilot Pharmacokinetic Study.

Kurzfassung

Bei zwölf gesunden Erwachsenen hob eine Dosis wasserstoffreiches Wasser den Wasserstoffspiegel im Blut von 0,25 μg/L zu Beginn auf einen mittleren Spitzenwert von 0,83 μg/L, der 42,9 Minuten nach dem Trinken erreicht wurde. Nach 15, 60 und 90 Minuten lagen die Werte signifikant über dem Ausgangswert, sie schwankten deutlich zwischen den Personen und unterschieden sich nicht zwischen Männern und Frauen. Die Studie hatte keine Kontrollgruppe, und der Abstract nennt weder die Trinkmenge noch die Wasserstoffkonzentration des Wassers. (Current Reviews in Clinical and Experimental Pharmacology, 2026.)

Klassifiziert als Pilot / Beobachtung-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Pharmakokinetische Daten zu Wasserstoff am Menschen sind begrenzt, besonders für wasserstoffreiches Wasser. Diese Pilotstudie nahm zwölf gesunde Erwachsene auf (mittleres Alter 28,8 Jahre, mittlerer BMI 23,4 kg/m², 50 % Frauen). Nach nächtlichem Fasten trank jede Person eine Einzeldosis wasserstoffreiches Wasser. Der Abstract nennt weder die Trinkmenge noch die Wasserstoffkonzentration. Blutproben wurden zu Beginn und zu mehreren Zeitpunkten bis 120 Minuten nach dem Trinken entnommen, der Wasserstoff wurde mit einem Mikrosensor vom Clark-Typ gemessen. Die Autoren berechneten Spitzenkonzentration (Cmax), Zeit bis zum Spitzenwert (Tmax), Eliminationshalbwertszeit und Gesamtexposition (Fläche unter der Kurve, AUC) mit einer nicht-kompartimentellen Analyse und prüften die Veränderungen über die Zeit mit linearen gemischten Modellen. Es gab weder eine Kontrollgruppe noch ein Vergleichsgetränk, und unerwünschte Ereignisse erwähnt der Abstract nicht.

Wichtige Zitate

  1. „Die Spitzenkonzentration (Cmax) erreichte 0,83 ± 0,18 μg/L nach 42,9 ± 8,4 Minuten (Tmax).“ Original (EN): „Peak concentration (Cmax) reached 0.83 ± 0.18 μg/L at 42.9 ± 8.4 minutes (Tmax).“ — der zentrale Messwert: wie hoch und wie schnell der Blutspiegel stieg
  2. „Die beobachteten Konzentrationen näherten sich vorgeschlagenen minimal wirksamen Spiegeln, hielten sich aber nicht, was Fragen nach optimalen Dosierungsstrategien aufwirft.“ Original (EN): „Observed concentrations approached proposed minimal effective levels but were not sustained, raising questions about optimal dosing strategies.“ — die Einschränkung der Autoren: vorgeschlagene wirksame Spiegel wurden nur kurz annähernd erreicht
  3. „Die Aufnahme von HRW bewirkt nachweisbare und biologisch relevante Anstiege des Wasserstoffspiegels im Blut.“ Original (EN): „HRW ingestion produces detectable and biologically relevant increases in blood hydrogen levels.“ — das Fazit der Autoren; biologische Wirkungen wurden in dieser Studie nicht gemessen

Unsere Einordnung

Diese Pilotstudie liefert erste Blutwerte für Wasserstoff nach dem Trinken von wasserstoffreichem Wasser. Sie zeigt, dass Wasserstoff aus dem Wasser ins Blut gelangt: Der Spiegel erreichte seinen Höchstwert im Mittel innerhalb der ersten Stunde und verlief biphasisch. Eine gesundheitliche Wirkung kann sie nicht zeigen, weil nur Wasserstoffkonzentrationen gemessen wurden. Die Autoren nennen den Anstieg „biologisch relevant“ und beziehen sich dabei auf vorgeschlagene minimal wirksame Spiegel, denen sich die gemessenen Konzentrationen näherten, ohne sie zu halten. Einschränkungen: Teilgenommen haben nur zwölf gesunde junge Erwachsene. Die Einzeldosis ist weder nach Menge noch nach Konzentration beschrieben, ein Kontrollgetränk gab es nicht. Die Messungen endeten nach 120 Minuten, die berichtete Halbwertszeit von 144,8 Minuten ist länger als dieses Zeitfenster. Halbwertszeit und Gesamtexposition beruhen daher auf einer Extrapolation. Die Werte unterschieden sich deutlich zwischen den Personen, und zu unerwünschten Ereignissen macht der Abstract keine Angaben.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

EINLEITUNG: Molekularer Wasserstoff (H2) hat wegen seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften als therapeutischer Wirkstoff Aufmerksamkeit erhalten. Pharmakokinetische (PK) Daten am Menschen sind jedoch begrenzt, insbesondere für wasserstoffreiches Wasser (HRW). Ziel dieser Studie war es, die Kinetik von Wasserstoff im Blut nach oraler Aufnahme von HRW bei gesunden Erwachsenen zu beschreiben. METHODEN: Zwölf gesunde Teilnehmende (mittleres Alter 28,8 ± 3,8 Jahre; BMI 23,4 ± 3,2 kg/m²; 50 % weiblich) wurden in die Studie aufgenommen. Nach nächtlichem Fasten tranken die Teilnehmenden eine Einzeldosis HRW. Blutproben wurden zu Beginn und zu mehreren Zeitpunkten bis 120 Minuten nach der Aufnahme entnommen. Die Wasserstoffkonzentrationen wurden mit einem Mikrosensor vom Clark-Typ gemessen. Die PK-Parameter wurden mit einer nicht-kompartimentellen Analyse berechnet, zeitabhängige Veränderungen mit linearen gemischten Modellen bewertet. ERGEBNISSE: Die Ausgangskonzentration von Wasserstoff betrug 0,25 ± 0,05 μg/L. Die Spitzenkonzentration (Cmax) erreichte 0,83 ± 0,18 μg/L nach 42,9 ± 8,4 Minuten (Tmax). Die Eliminationshalbwertszeit betrug 144,8 ± 41,7 Minuten, die gesamte systemische Exposition (AUC₀-∞) 128,6 ± 27,1 μg/L·min. Die Wasserstoffspiegel waren nach 15, 60 und 90 Minuten gegenüber dem Ausgangswert signifikant erhöht. Es zeigte sich eine deutliche Variabilität zwischen den Personen, Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden nicht festgestellt. DISKUSSION: Die orale Aufnahme von HRW führte zu einer messbaren systemischen Wasserstoffexposition mit einem biphasischen Konzentrationsverlauf, was auf eine rasche Aufnahme hindeutet, auf die möglicherweise eine Umverteilung folgt. Die beobachteten Konzentrationen näherten sich vorgeschlagenen minimal wirksamen Spiegeln, hielten sich aber nicht, was Fragen nach optimalen Dosierungsstrategien aufwirft. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Aufnahme von HRW bewirkt nachweisbare und biologisch relevante Anstiege des Wasserstoffspiegels im Blut. Diese Ergebnisse stützen HRW als praktikablen Weg der H2-Gabe und bilden eine Grundlage für künftige Studien zu Dosierung, Kinetik und therapeutischen Anwendungen.
Original-Abstract (englisch)
INTRODUCTION: Molecular hydrogen (H2) has gained attention as a therapeutic agent due to its antioxidant and anti-inflammatory properties. However, human Pharmacokinetic (PK) data remain limited, particularly for Hydrogen-Rich Water (HRW). This study aimed to characterize blood hydrogen kinetics following oral HRW intake in healthy adults. METHODS: Twelve healthy participants (mean age 28.8 ± 3.8 years; BMI 23.4 ± 3.2 kg/m²; 50% female) were enrolled in the study. After an overnight fast, participants consumed a single dose of HRW. Blood samples were collected at baseline and at multiple time points up to 120 minutes postingestion. Hydrogen concentrations were measured using a Clark-type microsensor. PK parameters were calculated using non-compartmental analysis, and time-dependent changes were assessed using linear mixed-effects modeling. RESULTS: Baseline hydrogen concentration was 0.25 ± 0.05 μg/L. Peak concentration (Cmax) reached 0.83 ± 0.18 μg/L at 42.9 ± 8.4 minutes (Tmax). The elimination half-life was 144.8 ± 41.7 minutes, and total systemic exposure (AUC₀-∞) was 128.6 ± 27.1 μg/L·min. Hydrogen levels were significantly elevated at 15, 60, and 90 minutes compared to baseline. Notable inter-individual variability was observed, and no sex-related differences were detected. DISCUSSION: Oral HRW intake resulted in measurable systemic hydrogen exposure, with a biphasic concentration pattern, suggesting rapid absorption possibly followed by redistribution. Observed concentrations approached proposed minimal effective levels but were not sustained, raising questions about optimal dosing strategies. CONCLUSION: HRW ingestion produces detectable and biologically relevant increases in blood hydrogen levels. These findings support HRW as a viable route of H2 administration and provide a foundation for future studies investigating dosing, kinetics, and therapeutic applications.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 42865187

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.