2018 Journal of cellular and molecular medicine Pilot / Beobachtung H₂-Therapie am Menschen Unspezifiziert
2018 · Franceschelli — Modulation des oxidativen Plasmazustands bei gastroösophagealer Refluxkrankheit durch Zusatz von molekular-wasserstoffreichem Wasser: Eine neue biologische Sichtweise
Kurzfassung
Bei 84 Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) verbesserte die Ergänzung von mit molekularem Wasserstoff angereichertem elektrolytisch reduziertem Wasser zur Standard-Protonenpumpeninhibitor-Therapie signifikant sowohl Oxidationsstressmarker als auch GERD-bezogene Lebensqualität gegenüber PPI allein. Diese Studie positioniert H₂ als ergänzende, nicht eigenständige GERD-Intervention. (Journal of Cellular and Molecular Medicine, 2018.)
Kommentar
GERD gehört zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen, und obwohl Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) die Standardbehandlung sind, gehen sie nicht die zugrundeliegende Oxidationsstress-Komponente an. Franceschelli und Kollegen testeten, ob das Hinzufügen von elektrolytisch reduziertem Wasser (ERW) — das reich an molekularem Wasserstoff ist — zur Standard-PPI-Therapie die Ergebnisse verbessern könnte. Die Studie schloss 84 GERD-Patienten in zwei Gruppen ein: PPI + Leitungswasser (Kontrolle) vs. PPI + ERW (experimentell), über 3 Monate behandelt. Mehrere Oxidationsstressparameter wurden bewertet: d-ROMs (oxidative Metaboliten), BAP (antioxidatives Potenzial), Superoxid-Anion, Stickstoffmonoxid und Malondialdehyd, neben dem validierten GERD-gesundheitsbezogenen Lebensqualitätsfragebogen (GERD-HRQL). Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ERW mit Standard-PPI-Therapie ein optimaleres Oxidationsgleichgewicht wiederherstellte und GERD-Symptome reduzierte. Entscheidend ist, dass die Spearmans Korrelationsanalyse zeigte, dass Verbesserungen bei Sodbrennen- und Regurgitations-Scores signifikant mit laborchemischen Oxidationsstressparametern korrelierten — was die mechanistische Verbindung zwischen Oxidationsstressreduktion und Symptomverbesserung stützt.
Wichtige Zitate
- „ein optimales Oxidationsgleichgewicht kann wiederhergestellt und GERD-Symptome können schnell durch die Integration von ERW bei GERD-Patienten reduziert werden.“ Original (EN): „an optimal oxidative balance can be restored and GERD symptoms can be reduced rapidly via the integration of ERW in GERD patients.“ — die zentrale Aussage: ERW als Ergänzung zu PPI verbessert sowohl Laborwerte als auch Symptome
- „Die relative Variation des Sodbrennen- und Regurgitations-Scores korrelierte signifikant mit den Laborparametern.“ Original (EN): „The relative variation of heartburn and regurgitation score was significantly correlated with laboratory parameters.“ — mechanistische Validierung: Symptomverbesserung folgt Oxidationsstressmarkern — nicht nur subjektiv
- „Die Kombinationsbehandlung mit PPI und ERW verbessert den zellulären Redox-Zustand und führt zur Verbesserung der Lebensqualität, wie durch die Korrelationsanalyse zwischen Laborparametern und GERD-Symptomen gezeigt.“ Original (EN): „combination treatment with PPI and ERW improves the cellular redox state leading to the improvement of the quality of life as demonstrated by the correlation analysis between laboratory parameters and GERD symptoms.“ — Fazit, das Mechanismus mit klinischem Ergebnis verbindet
Unsere Einordnung
Eine mechanistisch fundierte und klinisch gut konzipierte Studie mit einem bedeutsamen primären Ergebnis (Lebensqualität bei GERD), unterstützt durch Laborkorrelaturen. Veröffentlicht in einer peer-reviewten Zeitschrift für Molekularmedizin (Wiley). Limitationen: Die H₂-Liefermethode (ERW — elektrolytisch reduziertes Wasser) trägt dieselben Vorbehalte wie in anderen ERW-Studien: Die H₂-Konzentration ist nicht angegeben; ERW enthält andere Komponenten (Mineralionen, angepasster pH-Wert), die theoretisch beitragen könnten; das Studiendesign ist nicht explizit randomisiert und verblindet — Details zur Zuweisung „Kontrolle vs. experimentelle Behandlung“ sind im Abstract begrenzt; n = 84 ist bescheiden für eine 3-monatige kontrollierte Studie; das „unspecified“-Methoden-Flag in den Quelldaten deutet darauf hin, dass Details zur H₂-Zufuhr unvollständig sein könnten. Die Ergebnisse sind vielversprechend, verdienen aber Replikation mit besser charakterisierter H₂-Zufuhr.
Studiendesign
- Typ: kontrollierte Studie (84 GERD-Patienten, 3 Monate) · n: 84 (Kontrolle: PPI + Leitungswasser; experimentell: PPI + ERW) · H₂-Gabe: elektrolytisch reduziertes Wasser (ERW), oral als Trinkwasser
- Endpunkte: GERD-HRQL-Fragebogen; Oxidationsstressmarker (d-ROMs, BAP, Superoxid-Anion, Stickstoffmonoxid, Malondialdehyd)
- Ergebnis: signifikante Verbesserung des Oxidationsgleichgewichts und GERD-Symptome mit PPI + ERW vs. PPI allein; Sodbrennen- und Regurgitations-Scores signifikant mit Laborparametern korreliert (Spearman)
Abstract (deutsche Übersetzung)
Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), ein klinisches Bild, das durch Reflux von gastroduodenalem Inhalt in die Speiseröhre gekennzeichnet ist, hat eine starke Verbindung zwischen oxidativem Stress und der Entstehung von GERD gezeigt. Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) werden allgemein als Erstlinientherapie für die GERD-Behandlung akzeptiert. Das potenzielle Nutzen von elektrolytisch reduziertem Wasser (ERW), reich an molekularem Wasserstoff, zur Verbesserung von Symptomen und systemischem oxidativem Stress im Zusammenhang mit GERD wurde bewertet. Die Studie wurde an 84 GERD-Patienten durchgeführt, die Kontrollbehandlung (PPI + Leitungswasser) oder experimentelle Behandlung (PPI + ERW) für 3 Monate erhielten. Diese Patienten wurden dem GERD-gesundheitsbezogenen Lebensqualitätsfragebogen sowie den Tests für derivative reaktive Sauerstoffmetaboliten (d-ROMs), biologisches antioxidatives Potenzial (BAP), Superoxid-Anion, Stickstoffmonoxid und Malondialdehyd-Assays unterzogen, die alle als Näherungswert für den oxidativen/nitrosativen Stresszustand und den antioxidativen Potenzialstatus durchgeführt wurden. Das Spearmans Korrelationskoeffizient wurde verwendet, um die Korrelation zwischen Scores und Laborparametern zu bewerten. Die Gesamtergebnisse zeigten, dass ein optimales Oxidationsgleichgewicht wiederhergestellt und GERD-Symptome schnell durch die Integration von ERW bei GERD-Patienten reduziert werden können. Die relative Variation des Sodbrennen- und Regurgitations-Scores korrelierte signifikant mit den Laborparametern. Somit verbessert die Kombinationsbehandlung mit PPI und ERW bei den ausgewählten Patienten den zellulären Redox-Zustand und führt zur Verbesserung der Lebensqualität, wie durch die Korrelationsanalyse zwischen Laborparametern und GERD-Symptomen gezeigt.
Original-Abstract (englisch)
Gastroesophageal reflux disease (GERD), a clinical condition characterized by reflux of gastroduodenal contents in the oesophagus, has proved to demonstrate a strong link between oxidative stress and the development of GERD. Proton pump inhibitors (PPIs) have been universally accepted as first-line therapy for management of GERD. The potential benefits of electrolysed reduced water (ERW), rich in molecular hydrogen, in improving symptoms and systemic oxidative stress associated with GERD was assessed. The study was performed on 84 GERD patients undergoing control treatment (PPI + tap water) or experimental treatment (PPI + ERW) for 3 months. These patients were subjected to the GERD-Health Related Quality of Life Questionnaire as well as derivatives reactive oxigen metabolites (d-ROMs) test, biological antioxidant potential (BAP) test, superoxide anion, nitric oxide and malondialdehyde assays, which were all performed as a proxy for the oxidative/nitrosative stress and the antioxidant potential status. Spearman's correlation coefficient was used to evaluate the correlation between scores and laboratory parameters. Overall results demonstrated that an optimal oxidative balance can be restored and GERD symptoms can be reduced rapidly via the integration of ERW in GERD patients. The relative variation of heartburn and regurgitation score was significantly correlated with laboratory parameters. Thus, in the selected patients, combination treatment with PPI and ERW improves the cellular redox state leading to the improvement of the quality of life as demonstrated by the correlation analysis between laboratory parameters and GERD symptoms.
Quelle & Links
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