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2024 · Zhou et al. — Wirkung einer achttägigen Einnahme von wasserstoffreichem Wasser auf die muskuläre Ausdauerleistung und die Erholung von Ermüdung beim Krafttraining

Originaltitel: Effects of 8 days intake of hydrogen-rich water on muscular endurance performance and fatigue recovery during resistance training.

Kurzfassung

Bei 18 trainierten Männern steigerten 8 Tage wasserstoffreiches Wasser Leistungsabgabe und Wiederholungszahl in sechs Sätzen Halbkniebeugen bis zum Versagen gegenüber reinem Wasser (p = 0,032 und p = 0,019), Sprunghöhe, empfundene Erholung und Muskelkater unterschieden sich nicht signifikant. Die mittlere Gesamtleistung betrug 50.866,7 W gegenüber 46.431,0 W, die Zahl der Wiederholungen 78,2 gegenüber 70,3. Das Abstract nennt weder die Wasserstoffkonzentration noch die Auswaschphase oder einen primären Endpunkt. (Frontiers in Physiology, 2024.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Belastungsbedingter oxidativer Stress und Entzündung können die Muskelfunktion beeinträchtigen, und die Autoren fragten, ob wasserstoffreiches Wasser die muskuläre Ausdauer trainierter Menschen beeinflusst. In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie tranken 18 trainierte Männer im Alter von 19,7 ± 0,9 Jahren 7 Tage lang täglich 1.920 ml wasserstoffreiches Wasser oder reines Wasser (Placebo). Am Trainingstag tranken sie weitere 1.260 ml in fünf Portionen: jeweils 210 ml 30 Minuten und 1 Minute vor dem Training, zwischen den Sätzen und direkt nach dem Training sowie 420 ml 30 Minuten nach Beginn der Erholung. Die Übung bestand aus sechs Sätzen freier Halbkniebeugen mit der Langhantel bei 70 % des Einwiederholungsmaximums, jeder Satz bis zum Muskelversagen. Die Ausdauer wurde als gesamte Leistungsabgabe und Zahl der Wiederholungen gemessen. Die Erholung wurde anhand der Sprunghöhe im Countermovement Jump (CMJ), der Total Quality Recovery Scale (TQRS) und einer visuellen Analogskala (VAS) für Muskelkater nach dem Training sowie nach 24 und 48 Stunden beurteilt. Das Abstract nennt weder die Wasserstoffkonzentration noch die Auswaschphase oder unerwünschte Ereignisse.

Wichtige Zitate

  1. „Die gesamte Leistungsabgabe (HRW: 50.866,7 ± 6.359,9 W, Placebo: 46.431,0 ± 9.376,5 W, p = 0,032) und die Gesamtzahl der Wiederholungen (HRW: 78,2 ± 9,5 Wiederholungen, Placebo: 70,3 ± 9,5 Wiederholungen, p = 0,019) waren in der H2-Gruppe signifikant höher als in der Placebogruppe.“ Original (EN): „The total power output (HRW: 50,866.7 ± 6,359.9W, Placebo: 46,431.0 ± 9,376.5W, p = 0.032) and the total number of repetitions (HRW:78.2 ± 9.5 repetitions, Placebo: 70.3 ± 9.5 repetitions, p = 0.019) in the H2 supplemented group were significantly higher than in the placebo group.“ — die beiden Ausdauermaße, die sich zwischen den Bedingungen signifikant unterschieden
  2. „Zwischen H2- und Placebogruppe gab es jedoch keinen statistisch signifikanten Unterschied (p < 0,05) bei CMJ, TQRS und VAS.“ Original (EN): „However, there was no statistically significant difference (p< 0.05) between the H2 and placebo groups in CMJ, TQRS, and VAS.“ — die Erholungsmaße unterschieden sich nicht, das gedruckte p-Zeichen scheint vertauscht
  3. „Es ist jedoch zu beachten, dass die HRW-Einnahme allein möglicherweise nicht ausreicht, um die Erholung von Muskelkater oder Ermüdung nach hochintensivem Training zu beschleunigen.“ Original (EN): „However, it should be noted that HRW intake alone may not be adequate to accelerate recovery from muscle soreness or fatigue following high-intensity training.“ — der eigene Vorbehalt der Autoren zur Erholung von Muskelkater und Ermüdung

Unsere Einordnung

Im Crossover-Design dient jeder Mann als seine eigene Kontrolle, und beide Ausdauermaße bewegten sich in dieselbe Richtung. In dieser kleinen Stichprobe deuten die Ergebnisse auf mehr Wiederholungen und eine höhere Leistungsabgabe in einer einzelnen Halbkniebeugen-Einheit nach acht Tagen wasserstoffreichem Wasser hin. Sprunghöhe, empfundene Erholung und Muskelkater zeigten keinen statistisch signifikanten Unterschied, die Studie stützt also keine schnellere Erholung. Die Empfehlung der Autoren für Sportler und Wettkämpfe geht über das hinaus, was eine einzelne Einheit bei 18 jungen trainierten Männern zeigen kann. Einschränkungen: kleine Stichprobe aus jungen trainierten Männern, ein einziger Belastungstest je Bedingung, mehrere Endpunkte ohne benannten primären Endpunkt und im Abstract keine Angaben zu Wasserstoffkonzentration, Auswaschphase oder unerwünschten Ereignissen. Das Abstract gibt den p-Wert für das Nullergebnis als kleiner als 0,05 an, was dem Text widerspricht und vermutlich ein Tippfehler ist.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

HINTERGRUND: Belastungsbedingter oxidativer Stress und Entzündung können die Muskelfunktion beim Menschen beeinträchtigen. Die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von molekularem Wasserstoff (H2) lassen ihn als wirksames Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der muskulären Leistungsfähigkeit bei gesunden Erwachsenen in Frage kommen. Die Wirkungen einer H2-Supplementierung auf die muskuläre Ausdauerleistung bei trainierten Personen sind jedoch nicht gut beschrieben. Ziel dieser Studie war es, die Wirkungen einer intermittierenden Supplementierung mit wasserstoffreichem Wasser (HRW) vor, während und nach einem Krafttraining auf die muskuläre Ausdauerleistung, den neuromuskulären Status und die subjektiven Wahrnehmungen nach einer 48-stündigen Erholungsphase zu bewerten. METHODEN: An dieser randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie nahmen 18 trainierte Männer im Alter von 19,7 ± 0,9 Jahren teil. Die Teilnehmer sollten 7 Tage lang täglich 1.920 ml HRW oder reines Wasser (Placebo) trinken. Zusätzlich sollten sie am Trainingstag fünfmal HRW oder reines Wasser zu sich nehmen (insgesamt 1.260 ml). Dazu gehörten jeweils 210 ml 30 min und 1 min vor dem Training, 210 ml zwischen den Trainingssätzen, 210 ml unmittelbar nach dem Training und 420 ml 30 min nach Beginn der Erholungsphase. Die Teilnehmer führten Halbkniebeugen mit einer Last von 70 % des Einwiederholungsmaximums in sechs Sätzen durch (in jedem Satz Halbkniebeugen bis zum Muskelversagen). Zur Bewertung der muskulären Ausdauerleistung maßen wir die Leistungsabgabe und die Zahl der Wiederholungen bei der freien Halbkniebeuge mit der Langhantel. Die Sprunghöhe im Countermovement Jump (CMJ), die Total Quality Recovery Scale (TQRS) und die Werte auf der visuellen Analogskala (VAS) für Muskelkater wurden erfasst, um den Erholungszustand nach dem Training sowie nach 24 und 48 Stunden Erholung zu bewerten. ERGEBNISSE: Die gesamte Leistungsabgabe (HRW: 50.866,7 ± 6.359,9 W, Placebo: 46.431,0 ± 9.376,5 W, p = 0,032) und die Gesamtzahl der Wiederholungen (HRW: 78,2 ± 9,5 Wiederholungen, Placebo: 70,3 ± 9,5 Wiederholungen, p = 0,019) waren in der H2-Gruppe signifikant höher als in der Placebogruppe. Zwischen H2- und Placebogruppe gab es jedoch keinen statistisch signifikanten Unterschied (p < 0,05) bei CMJ, TQRS und VAS. SCHLUSSFOLGERUNG: Eine achttägige intermittierende HRW-Einnahme könnte die muskuläre Ausdauerleistung bei trainierten Personen signifikant verbessern und wäre damit eine vielversprechende Strategie für Sportler oder Fitnessbegeisterte, die ihre muskuläre Ausdauer beim Krafttraining oder im Wettkampf steigern möchten. Es ist jedoch zu beachten, dass die HRW-Einnahme allein möglicherweise nicht ausreicht, um die Erholung von Muskelkater oder Ermüdung nach hochintensivem Training zu beschleunigen.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND: Exercise-induced oxidative stress and inflammation can impair muscular function in humans. The antioxidant and anti-inflammatory properties of molecular hydrogen (H2) highlight its potential to be as an effective nutritional supplement to support muscular function performance in healthy adults. However, the effects of H2 supplementation on muscular endurance performance in trained individuals have not been well characterized. This study aimed to assess the effects of intermittent hydrogen-rich water (HRW) supplementation before, during, and after resistance training on muscular endurance performance, neuromuscular status, and subjective perceptual responses after a 48-h recovery period. METHODS: This randomized, double-blinded, placebo-controlled cross-over study included 18 trained men aged 19.7 ± 0.9 years. Participants in this study were instructed to consume 1,920 mL of HRW or pure water (Placebo) daily for 7 days. Additionally, participants were required to supplement with HRW or pure water five times during the training day (1,260 mL total). This included drinking 210 mL 30 min and 1 min before training, 210 mL between training sets, 210 mL immediately after training, and 420 mL 30 min into the recovery period. Participants performed half-squat exercises with the load set at 70% of one repetition maximum for six sets (half-squat exercise performed to repetitions failure each set). We measured the power output and number of repetitions in the free barbell half-squat used to assess muscular endurance performance in participants. The countermovement jump (CMJ) height, total quality recovery scale (TQRS), and muscle soreness visual analog scale (VAS) scores were measured to assess fatigue recovery status after training, as well as at 24 and 48 h of recovery. RESULTS: The total power output (HRW: 50,866.7 ± 6,359.9W, Placebo: 46,431.0 ± 9,376.5W, p = 0.032) and the total number of repetitions (HRW:78.2 ± 9.5 repetitions, Placebo: 70.3 ± 9.5 repetitions, p = 0.019) in the H2 supplemented group were significantly higher than in the placebo group. However, there was no statistically significant difference (p< 0.05) between the H2 and placebo groups in CMJ, TQRS, and VAS. CONCLUSION: Eight days of intermittent HRW intake could significantly improve muscular endurance performance in trained individuals, making it a promising strategy for athletes or fitness enthusiasts looking to boost muscular endurance during resistance training or competitions. However, it should be noted that HRW intake alone may not be adequate to accelerate recovery from muscle soreness or fatigue following high-intensity training.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 39434721

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