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2024 · Zhao — Das Einatmen von Wasserstoffgas vor intensivem Training reduziert die Abnahme der Stickstoffmonoxid-Verfügbarkeit bei männlichen Rugby-Spielern

Originaltitel: Hydrogen gas inhalation prior to high-intensity training reduces attenuation of nitric oxide bioavailability in male rugby players

Kurzfassung

Wasserstoff einatmen schützt das Stickstoffmonoxid-Signal nach hartem Training. In einem randomisierten Doppelblind-Crossover bei Profi-Rugbyspielern hielt H₂-Inhalation die Stickstoffmonoxid- (NO-)Werte und ihre Vorstufen nach dem Training höher, senkte oxidative Schadens- und Entzündungsmarker und steigerte die Gesamt-Antioxidanskapazität. (PeerJ, 2024.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Inhalation, Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Diese Studie verbindet zwei wichtige Stränge: Wasserstoff als Antioxidans und Stickstoffmonoxid (NO) als Gefäß- und Leistungssignal. NO sorgt unter anderem dafür, dass sich Blutgefäße weiten und die Muskeln gut durchblutet werden — intensives Training kann die NO-Verfügbarkeit aber dämpfen. Das Design ist solide: randomisiert, placebokontrolliert, doppelblind, Crossover über drei Wochen mit Profi-Rugbyspielern. Eine Woche H₂-Inhalation, eine Woche Placebo, dazwischen eine Woche leichtes Training als Auswaschphase. Das Ergebnis: In der H₂-Woche waren NO, L-Arginin (eine NO-Vorstufe) und Tetrahydrobiopterin (ein Cofaktor der NO-Synthese) nach der Belastung signifikant höher als unter Placebo — und blieben es auch noch nach 24 Stunden Ruhe. Gleichzeitig waren der oxidative DNA-Schadensmarker und der Entzündungsmarker Interleukin-6 niedriger, und die Gesamt-Antioxidanskapazität war höher. Was es bedeutet: H₂ scheint nach hartem Training das gefäßerweiternde NO-Signal zu erhalten und Entzündung wie oxidativen Stress zu dämpfen. Ehrlich dazu: kleine, sehr spezielle Stichprobe (Profi-Rugbyspieler, nur Männer), kurzer Zeitraum, und die genaue Teilnehmerzahl nennt das Abstract nicht.

Wichtige Zitate

  1. „Die Werte von NO, L-Arginin und Tetrahydrobiopterin waren in der H2-Inhalationsgruppe nach dem Training (D6) signifikant höher als in der Placebogruppe und blieben auch nach 24 h Ruhe (D7) höher.“ Original (EN): „NO, L-arginine, and tetrahydrobiopterin levels in the H2 inhalation group were significantly higher than those in the placebo group after exercise (D6) and remained higher after 24 h of rest (D7).“ — erhaltenes NO-Signal samt Vorstufen, auch nach 24 h
  2. „Die Werte von Hydroxydeoxyguanosin und Interleukin 6 waren in der H2-Inhalationswoche niedriger als in der Placebowoche.“ Original (EN): „Levels of hydroxydeoxyguanosine and interleukin 6 were lower in the H2 inhalation week than in the placebo week“ — weniger oxidativer DNA-Schaden und weniger Entzündung
  3. „Das Einatmen von H2 trägt dazu bei, das NO-Signal nach dem Training aufrechtzuerhalten sowie Entzündung und oxidativen Stress zu mildern, die durch hochintensives Trainingstraining bei Profisportlern ausgelöst werden.“ Original (EN): „H2 inhalation helps to maintain NO signaling after exercise and to alleviate inflammation and oxidative stress induced by high-intensity exercise training in professional athletes.“ — die zentrale Schlussfolgerung

Unsere Einordnung

Relevant für H₂-Inhalations-Anwendungen im Leistungssport, weil sie einen plausiblen Wirkmechanismus zeigt: Erhalt des gefäßerweiternden NO-Signals plus Dämpfung von Entzündung und oxidativem Stress nach Belastung. Das Crossover-Doppelblind-Design macht die Aussage robust, da jeder Spieler seine eigene Kontrolle ist. Limitation, ehrlich benannt: sehr kleine, hochspezialisierte Population (Profi-Rugby, nur Männer), kurze Interventionsdauer, exakte Stichprobengröße im Abstract nicht angegeben — Biomarker-Studie, kein direkter Leistungs-Endpunkt. Der im Datensatz hinterlegte DOI gehört zu einer fremden Arbeit (Antioxidants & Redox Signaling, 2011) und wurde daher bewusst weggelassen.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

HINTERGRUND: Das Einatmen von Wasserstoffgas (H2) als antioxidatives Supplement kann trainingsbedingten oxidativen Schaden mildern und das Wasserstoffperoxid-Signal nach dem Training schützen, was zur Vermittlung vorteilhafter Trainingsanpassungen beitragen kann. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung der H2-Inhalation auf den Plasma-Stickstoffmonoxid-Spiegel (NO) und dessen Synthesevorstufen bei Profisportlern zu bestimmen. METHODEN: Eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Crossover-Studie wurde über drei Wochen mit männlichen Profi-Rugbyspielern durchgeführt. Die Teilnehmer durchliefen eine Woche H2-Supplementierung und eine Woche Placebo-Behandlung vor täglichen hochintensiven Trainingseinheiten, getrennt durch eine Woche leichten Trainings als Auswaschphase. ERGEBNISSE: Zweifaktorielle (Supplementierung und Zeit) Varianzanalysen mit Messwiederholung zeigten, dass die Werte von NO, L-Arginin und Tetrahydrobiopterin in der H2-Inhalationsgruppe nach dem Training (D6) signifikant höher waren als in der Placebogruppe und auch nach 24 h Ruhe (D7) höher blieben. Die Werte von Hydroxydeoxyguanosin und Interleukin 6 waren in der H2-Inhalationswoche an D6 und D7 niedriger als in der Placebowoche. Zudem war der Gesamt-Antioxidanzgehalt mit H2-Inhalation signifikant höher als mit Placebo. BEDEUTUNG: Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Einatmen von H2 dazu beiträgt, das NO-Signal nach dem Training aufrechtzuerhalten sowie Entzündung und oxidativen Stress zu mildern, die durch hochintensives Trainingstraining bei Profisportlern ausgelöst werden.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND: Inhalation of hydrogen gas (H2) as an antioxidant supplement may alleviate exercise-induced oxidative damage and protect post-exercise hydrogen peroxide signaling, which may help mediate beneficial exercise adaptation. The aims of this study were to determine the effects of H2 inhalation on plasma nitric oxide (NO) level and its synthesis precursor in professional athletes. METHODS: A randomized, placebo-controlled, double-blind, crossover trial was conducted with professional male rugby players for 3 weeks. Participants underwent 1 week of H2 supplementation and 1 week of placebo treatment prior to daily sessions of high-intensity exercise training, separated by 1 week of low-intensity training as a washout. RESULTS: Two-way (supplementation and time) repeated-measures analyses of variance showed that NO, L-arginine, and tetrahydrobiopterin levels in the H2 inhalation group were significantly higher than those in the placebo group after exercise (D6) and remained higher after 24 h of rest (D7). Levels of hydroxydeoxyguanosine and interleukin 6 were lower in the H2 inhalation week than in the placebo week on D6 and D7. In addition, total antioxidant levels were significantly higher with H2 inhalation than with placebo. SIGNIFICANCE: These results suggest that H2 inhalation helps to maintain NO signaling after exercise and to alleviate inflammation and oxidative stress induced by high-intensity exercise training in professional athletes.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 39703911

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.