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2025 · Zhang — Die Supplementierung mit wasserstoffreichem Wasser dämpft oxidativen Stress und Entzündung bei Patienten mit chronischer Höhenkrankheit: eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie

Originaltitel: Hydrogen-rich water supplementation attenuates oxidative stress and inflammation in chronic high-altitude disease patients: A double-blind randomized placebo-controlled study

Kurzfassung

Bei chronischer Höhenkrankheit dämpfte 60 Tage wasserstoffreiches Wasser entzündungsbezogene Gen-Signalwege. Im doppelblinden RCT (43 ausgewertete Patienten) wurden in der Placebogruppe Entzündungs- und Zytokin-Pfade hochreguliert, während wasserstoffreiches Wasser sie signifikant herunterregulierte — die direkten Marker zeigten einen (nicht signifikanten) Abwärtstrend. (Food Research International, 2025.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Chronische Höhenkrankheit entsteht in großen Höhen vor allem durch oxidativen Schaden und Entzündung — ein gutes Testfeld für das antioxidative Profil von H₂. Design: doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert. 50 Patienten wurden rekrutiert, nach sieben Drop-outs blieben 43 (23 Wasserstoffwasser, 20 Placebo) über 60 Tage. Neben oxidativen und immunologischen Markern wurde das Transkriptom — also welche Gene wie stark abgelesen werden — analysiert. Der spannendste Befund liegt auf der Gen-Ebene: In der Placebogruppe waren die zwischen Vorher und Nachher unterschiedlich aktiven Gene vor allem mit Entzündungs- und Zytokin-Pfaden verknüpft, während wasserstoffreiches Wasser genau diese Pfade signifikant herunterregulierte. Über Netzwerkanalysen identifizierten die Autoren sechs zentrale Gene, darunter TNF und Interleukin-1-beta — klassische Entzündungstreiber. Ehrlich dazu, und das ist wichtig: Die direkt gemessenen oxidativen und entzündlichen Marker zeigten nur einen nicht-signifikanten Abwärtstrend. Der starke Effekt liegt also auf der molekularen Signalweg-Ebene, nicht (noch) bei den harten klinischen Markern. Kleine Stichprobe (n = 43 ausgewertet).

Wichtige Zitate

  1. „die differenziell exprimierten Gene in der PW-Gruppe zwischen Vor- und Nach-Intervention waren überwiegend mit entzündungs- und zytokinbezogenen Signalwegen assoziiert, während die HRW-Behandlung diese Signalwege signifikant herunterregulierte.“ Original (EN): „differentially expressed genes in the PW group between pre- and post-intervention were predominantly associated with inflammation- and cytokine-related pathways, whereas HRW treatment significantly downregulated these pathways.“ — der Kernbefund auf Gen-Ebene
  2. „wir identifizierten sechs Hub-Gene, darunter den Tumornekrosefaktor, Interleukin-1-beta, C-C-Motiv-Chemokin-Ligand 3 …“ Original (EN): „we identified six hub genes, including tumor necrosis factor, interleukin-1 beta, C-C motif chemokine ligand 3 ...“ — die zentralen Entzündungstreiber-Gene
  3. „Messungen von oxidativem Stress und Entzündungsmarkern zeigten einen nicht-signifikanten Abwärtstrend bei oxidativem Stress und Entzündung bei CHAD-Patienten nach 60-tägiger HRW-Aufnahme.“ Original (EN): „measurements of oxidative stress and inflammatory markers indicated a non-significant downward trend in oxidative stress and inflammation in patients with CHAD after HRW intake for 60 days.“ — die ehrliche Einschränkung: direkte Marker nur als Trend

Unsere Einordnung

Relevant für Entzündung und oxidativen Stress bei chronischer Höhenkrankheit, weil hier ein mechanistisch tiefer Beleg geliefert wird: H₂ moduliert nicht nur Marker, sondern dämpft entzündliche Gen-Signalwege (TNF, IL-1β u. a.) — passend zum anti-entzündlichen mechanistischen Bild von H₂. Limitation, ehrlich benannt: Die direkt gemessenen oxidativen/entzündlichen Marker erreichten nur einen nicht-signifikanten Abwärtstrend — die Hauptaussage stützt sich auf Transkriptom-/Netzwerkanalysen. Kleine, durch Drop-outs reduzierte Stichprobe (n = 43). Solides doppelblindes RCT-Design (Evidenzstufe 3), aber Hauptbefund auf molekularer, nicht klinischer Ebene.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

Die chronische Höhenkrankheit (CHAD) wird hauptsächlich durch oxidative Schäden und Entzündung verursacht. Wasserstoffreiches Wasser (HRW) ist ein neuartiges funktionelles Lebensmittel mit nachgewiesenen antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Seine möglichen Effekte auf Entzündung und oxidativen Stress bei CHAD sind jedoch noch unerforscht. In dieser Studie wurden 50 Teilnehmer mit CHAD rekrutiert und für 60 Tage der HRW- oder Placebo-Wasser-Gruppe (PW) zugeteilt. Nachdem sieben Teilnehmer aus der Nachbeobachtung ausgeschieden waren, schlossen 43 Teilnehmer (HRW, n = 23; PW, n = 20) die Intervention ab und wurden in die Analyse einbezogen. Indikatoren für oxidativen Stress und entzündungsbezogene Immunzellen wurden vor und nach der Behandlung bewertet, und die Transkriptionsprofile aller Teilnehmer wurden analysiert, um den möglichen Mechanismus von HRW bei CHAD zu bestimmen. Die Ausgangsmerkmale unterschieden sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen. Die Anreicherungsanalyse zeigte, dass die differenziell exprimierten Gene in der PW-Gruppe zwischen Vor- und Nach-Intervention überwiegend mit entzündungs- und zytokinbezogenen Signalwegen assoziiert waren, während die HRW-Behandlung diese Signalwege signifikant herunterregulierte. Durch die Integration einer gewichteten Gen-Koexpressions-Netzwerkanalyse und einer Protein-Protein-Interaktions-Netzwerkanalyse identifizierten wir sechs Hub-Gene, darunter den Tumornekrosefaktor, Interleukin-1-beta, C-C-Motiv-Chemokin-Ligand 3, C-C-Motiv-Chemokin-Ligand-3-like 1, C-C-Motiv-Chemokin-Ligand-4-like 2 und das strahleninduzierbare Immediate-Early-Response-Gen 3. Darüber hinaus zeigten Messungen von oxidativem Stress und Entzündungsmarkern einen nicht-signifikanten Abwärtstrend bei oxidativem Stress und Entzündung bei CHAD-Patienten nach 60-tägiger HRW-Aufnahme. Diese Ergebnisse deuten auf eine mögliche schützende Rolle von HRW bei CHAD hin und bieten eine neuartige adjuvante Therapie für CHAD.
Original-Abstract (englisch)
Chronic high-altitude disease (CHAD) is primarily driven by oxidative damage and inflammation. Hydrogen-rich water (HRW) is a novel functional food with demonstrated antioxidant and anti-inflammatory properties. However, its potential effects on inflammation and oxidative stress in CHAD remain unexplored. In this study, 50 participants with CHAD were recruited and assigned to the HRW or placebo water (PW) group for 60 days. After seven participants were lost to follow-up, 43 participants (HRW, n = 23; PW, n = 20) completed the intervention and were included in the analysis. Oxidative stress indicators and inflammation-related immune cells were evaluated before and after treatment, and transcriptional profiles of all participants were analyzed to determine the potential mechanism of HRW in CHAD. Baseline characteristics did not differ significantly between the two groups. Enrichment analysis showed that differentially expressed genes in the PW group between pre- and post-intervention were predominantly associated with inflammation- and cytokine-related pathways, whereas HRW treatment significantly downregulated these pathways. By integrating weighted gene co-expression network analysis and protein-protein interaction network analysis we identified six hub genes, including tumor necrosis factor, interleukin-1 beta, C-C motif chemokine ligand 3, C-C motif chemokine ligand 3-like 1, C-C motif chemokine ligand 4-like 2, and radiation-inducible immediate-early response 3. Furthermore, measurements of oxidative stress and inflammatory markers indicated a non-significant downward trend in oxidative stress and inflammation in patients with CHAD after HRW intake for 60 days. These results suggest the potential protective role of HRW in CHAD, providing a novel adjuvant therapy for CHAD.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 40922182

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.