2011 · Tachibe et al. — Verdaulichkeit, Fermentierbarkeit und Energiewert von hochgradig quervernetzter Phosphat-Tapiokastärke bei Männern
Kurzfassung
Diese Studie misst Atemwasserstoff zur Beurteilung der Darmfermentation einer modifizierten Tapiokastärke — es handelt sich um eine Lebensmittelwissenschafts-/Ernährungsstudie, keine H₂-Therapiestudie. Ausgeatmetes H₂ wird hier als indirekter Marker der Kolonbakterienfermentation verwendet, eine Standardmethode in der klinischen Ernährungsforschung. Es wird kein molekularer Wasserstoff therapeutisch verabreicht. (Journal of Food Science, 2011.)
Kommentar
Dies ist eine Lebensmittelwissenschaftsstudie zur Untersuchung der Verdaulichkeit und Kolonfermentierbarkeit einer hochgradig quervernetzten Stärke. Der „Wasserstoff“ in den Methoden ist Atemwasserstoff — ein Standard-Kliniktool zur Messung, wie viel Kohlenhydrat unverdaut den Dickdarm erreicht und von Bakterien fermentiert wird. Diese Technik hat nichts mit Wasserstofftherapie zu tun. Die Probanden erhielten kein wasserstoffreiches Wasser und keine H₂-therapeutische Intervention; sie konsumierten eine modifizierte Lebensmittelstärke. Die Studie ist ohne Relevanz für die molekulare Wasserstofftherapie.
Wichtige Zitate
- „Die Fläche unter der Ausscheidungskurve des Atemwasserstoffgases von HXLS war um 93 % kleiner und nahezu identisch mit der von Wasser allein.“ Original (EN): „the area under the excretion curve of breath hydrogen gas of HXLS was 93% smaller, and was almost the same as that of water only.“ — Atemwasserstoff misst hier die Fermentationsresistenz einer Stärke — kein therapeutischer H₂-Endpunkt
Unsere Einordnung
Thematisch nicht zutreffend für H₂-Therapie. Atemwasserstoff ist in dieser Studie ein Fermentationsmarker, kein therapeutisches Mittel oder eine Intervention. Die Studie untersucht modifizierte Lebensmittelstärke, nicht Wasserstoffmedizin. Es wurde keinerlei H₂-therapeutische Intervention angewendet. Diese Arbeit scheint aufgrund des Schlüsselworts „breath hydrogen“ in den Methoden in einer H₂-Datenbank gelandet zu sein — hier ist es ein Messinstrument, keine Behandlung.
Studiendesign
- Typ: humanernährungsbasierte Lebensmittelwissenschaftsstudie · n: 10 gesunde Männer · H₂-Gabe: keine — Atemwasserstoff nur als Fermentationsmessmarker verwendet
- Ergebnis: hochgradig quervernetzte Tapiokastärke zeigte 93 % geringere Atemwasserstoff-Ausscheidung als Fructooligosaccharide, was auf geringe Fermentierbarkeit hindeutet; Glukose-AUC 64 % kleiner als bei unmodifizierter Stärke
Abstract (deutsche Übersetzung)
Ziel dieser Studie war es, die glykämischen und Atemwasserstoff-Reaktionen bei 10 gesunden Männern nach Aufnahme von hochgradig quervernetztem Stärkephosphat (HXLS) aus Tapiokastärke (TS) zu bestimmen. Die Plasmaglukosekonzentration wurde nüchtern und 30, 60, 90, 120, 150 und 180 Minuten postprandial analysiert. Die Atemwasserstoff-Ausscheidung wurde nüchtern und in stündlichen Abständen über 10 Stunden nach der Testsubstanzgabe gemessen. Im Vergleich zur unveränderten TS (leicht verdaulich) war die Fläche unter der Plasmaglukose-Kurve von HXLS um 64 % kleiner und nahezu identisch mit der von mikrokristalliner Cellulose. Im Vergleich zu Fructooligosaccharid (schnell fermentiert durch mikrobielle Bakterien) war die Fläche unter der Atemwasserstoff-Ausscheidungskurve von HXLS um 93 % kleiner und nahezu identisch mit der von Wasser allein. Diese Ergebnisse zeigen, dass HXLS beim Menschen schwerer verdaulich und fermentierbar ist als unveränderte TS.
Original-Abstract (englisch)
The objective of this study was to determine glycemic and breath hydrogen responses in 10 healthy men in response to highly cross-linked starch phosphate (HXLS), made of tapioca starch (TS). Plasma glucose concentration was analyzed at baseline and at 30, 60, 90, 120, 150, and 180 min postprandially. In addition, breath hydrogen excretion was measured at baseline and at hourly intervals, over 10 h, after test substance challenge. When compared with unmodified TS easily digested, the area under the curve of plasma glucose of HXLS was 64% smaller, and was almost the same as that of microcrystalline cellulose. When compared with fructo-oligosaccharide rapidly fermented by the microbial bacteria, the area under the excretion curve of breath hydrogen gas of HXLS was 93% smaller, and was almost the same as that of water only. These results show that HXLS is harder to digest and ferment than unmodified TS in men.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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