2023 · Shi et al. — Die Wirksamkeit der Wasserstoff-Sauerstoff-Therapie begünstigte die Genesung von einer Infektion mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2: Ergebnisse einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie
Kurzfassung
Bei 64 Patienten mit einer Omikron-Infektion durch SARS-CoV-2 war die durchschnittliche Dauer der Virusausscheidung unter Wasserstoff-Sauerstoff-Inhalation kürzer als unter Sauerstoffinhalation, doch das Abstract nennt für diesen Vergleich weder Zahlen noch p-Werte. IL-6 sank in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe um 22,8 % gegenüber dem Ausgangswert, und in dieser Gruppe bildeten sich bei mehr Patienten die Lungenveränderungen zurück. Das Abstract nennt keinen primären Endpunkt und beschreibt weder Dosis noch Dauer oder Verblindung. (Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition, 2023.)
Kommentar
Frühere klinische Studien hatten berichtet, dass eine Wasserstoff-Sauerstoff-Inhalation als ergänzende Behandlung bei COVID-19 die Atemwegsbeschwerden linderte. Diese Studie untersuchte die Genesung von einer Infektion mit der Omikron-Variante. Laut Titel war sie multizentrisch, randomisiert und kontrolliert. 64 Patienten wurden zufällig der Wasserstoff-Sauerstoff-Inhalation (32 Patienten) oder der Sauerstoffinhalation (32 Patienten) zugeteilt. Im Abstract berichtet werden die Dauer der Omikron-Ausscheidung, die kumulative Rate der negativen Testergebnisse, die IL-6-Werte, die Lymphozytenzahl und die Rückbildung der Lungenveränderungen. Einen primären Endpunkt nennt das Abstract nicht. Es macht keine Angaben zu Gasgemisch, Flussrate oder Behandlungsdauer und sagt nicht, ob Patienten oder Untersucher verblindet waren. Schweregrad der Erkrankung und Behandlungsumfeld werden nicht beschrieben.
Wichtige Zitate
- „Die durchschnittliche Ausscheidungsdauer von Omikron war in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe kürzer als in der Sauerstoffgruppe.“ Original (EN): „The average shedding duration of Omicron in hydrogen/oxygen group was shorter than oxygen group.“ — das wichtigste berichtete Ergebnis, ohne Zahlen und ohne p-Wert
- „Die IL-6-Werte in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe sanken gegenüber dem Ausgangswert um 22,8 %.“ Original (EN): „The IL-6 levels in hydrogen/oxygen group decreased by 22.8% compared with the baseline.“ — eine Veränderung innerhalb der Wasserstoffgruppe, kein Vergleich mit Sauerstoff
- „Unsere Studie zeigte positive Tendenzen von molekularem Wasserstoff bei der Behandlung von Patienten mit COVID-19, was eine mögliche Lösung für die ergänzende Therapie von COVID-19-Patienten bieten könnte.“ Original (EN): „Our study showed the beneficial trends of molecular hydrogen in treating patients with COVID-19, which may offer a prospective solution to adjuvant therapy for COVID-19 Patients.“ — die Autoren selbst sprechen von Tendenzen, nicht von belegten Wirkungen
Unsere Einordnung
Die Studie ist randomisiert, doch das Abstract berichtet die Ergebnisse nur als Richtungen, ohne Effektgrößen, Konfidenzintervalle oder p-Werte. Allein anhand des Abstracts lässt sich nicht beurteilen, ob ein Unterschied zwischen den Gruppen statistisch signifikant war. Die Autoren selbst sprechen von positiven Tendenzen. Der Rückgang von IL-6 (22,8 %) und die Veränderung der Lymphozyten sind Veränderungen innerhalb einer Gruppe gegenüber dem Ausgangswert, keine Vergleiche mit der Sauerstoffgruppe. Einschränkungen: 64 Patienten, kein primärer Endpunkt genannt, keine statistischen Tests berichtet und keine Angaben zu Verblindung, Dosis oder Dauer. Die Zielgrößen sind Labor- und Bildgebungsmarker, klinische Endpunkte werden nicht berichtet. Die Formulierung zu den Lymphozyten (Anstieg auf 61,1 % des Ausgangswerts) ist unklar. Die Ergebnisse können Hypothesen liefern, belegen aber keinen Nutzen.
Studiendesign
- Typ: multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie (laut Titel), Verblindung nicht angegeben · n: 64 (32 Wasserstoff-Sauerstoff, 32 Sauerstoff) · H₂-Gabe: eingeatmetes Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch (Mischungsverhältnis, Fluss und Dauer nicht angegeben)
- Vergleich: Sauerstoffinhalation
- Ergebnis: kein primärer Endpunkt genannt. Durchschnittliche Omikron-Ausscheidungsdauer unter Wasserstoff-Sauerstoff kürzer (keine Zahlen angegeben). Kumulative Rate negativer Testergebnisse ab Tag 3 steigend. IL-6 in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe um 22,8 % unter dem Ausgangswert. Lymphozytenzahl an Tag 3 auf 61,1 % des Ausgangswerts gestiegen (Wortlaut des Abstracts). Mehr Patienten mit Rückbildung der Lungenveränderungen. Keine p-Werte berichtet
Abstract (deutsche Übersetzung)
Klinische Studien hatten gezeigt, dass eine Inhalation von Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch bei der ergänzenden Behandlung von Patienten mit COVID-19 die Atemwegssymptome lindern kann. Unser Ziel war es, die Wirksamkeit der Wasserstoff-Sauerstoff-Therapie bei der Förderung der Genesung von einer Infektion mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 zu untersuchen. 64 Patienten wurden zufällig einer Wasserstoff-Sauerstoff-Inhalation (32 Patienten) oder einer Sauerstoffinhalation (32 Patienten) zugeteilt. Die durchschnittliche Ausscheidungsdauer von Omikron war in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe kürzer als in der Sauerstoffgruppe. Die kumulative Rate der Negativkonversion von Omikron stieg ab dem dritten Tag allmählich an. Die IL-6-Werte in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe sanken gegenüber dem Ausgangswert um 22,8 %. Nach der Inhalation des Wasserstoff-Sauerstoff-Gemischs stieg die Lymphozytenzahl in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe am 3. Tag auf 61,1 % des Ausgangswerts. Bei mehr Patienten in der Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppe bildeten sich die Lungenveränderungen zurück. Unsere Studie zeigte positive Tendenzen von molekularem Wasserstoff bei der Behandlung von Patienten mit COVID-19, was eine mögliche Lösung für die ergänzende Therapie von COVID-19-Patienten bieten könnte.
Original-Abstract (englisch)
Clinical studies had found that hydrogen/oxygen mixed inhalation was beneficial to ameliorate the respiratory symptoms in the adjuvant treatment of patients with COVID-19. We aimed to explore the efficacy of hydrogen/oxygen therapy in favoring the recovery of Omicron SARS-CoV-2 variant infection. There were 64 patients who randomly assigned to receive hydrogen/oxygen inhalation (32 patients) and oxygen inhalation (32 patients). The average shedding duration of Omicron in hydrogen/oxygen group was shorter than oxygen group. The trend of cumulative negative conversion rate of Omicron increased gradually after the third day. The IL-6 levels in hydrogen/oxygen group decreased by 22.8% compared with the baseline. After hydrogen/oxygen mixed gas inhalation, the lymphocyte count increased to 61.1% of the baseline on the 3rd day in the hydrogen/oxygen group. More patients in the hydrogen/oxygen group had resolution of pulmonary lesions. Our study showed the beneficial trends of molecular hydrogen in treating patients with COVID-19, which may offer a prospective solution to adjuvant therapy for COVID-19 Patients.
Quelle & Links
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