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2000 · Pribila — Verbesserte Lactoseverdauung und -intoleranz bei afroamerikanischen heranwachsenden Mädchen unter milchreicher Ernährung.

Originaltitel: Improved lactose digestion and intolerance among African-American adolescent girls fed a dairy-rich diet.

Kurzfassung

Nach 21 Tagen milchreicher Ernährung zeigten afroamerikanische Mädchen mit Lactose-Maldigestion eine signifikant reduzierte Atemwasserstoffausscheidung und vernachlässigbare Magen-Darm-Symptome, was auf eine kolonische Adaptation an Lactose hindeutet. Atemluft-H₂ dient hier als diagnostischer Marker, nicht als therapeutisches Mittel. (Journal of the American Dietetic Association, 2000.)

Klassifiziert als Pilot / Beobachtung-Studie mit . Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Diese Ernährungsinterventionsstudie nutzte den Atemwasserstofftest zur Beurteilung der Kohlenhydrat-Malabsorption bei 17 afroamerikanischen Mädchen — einer Population mit bekannt hoher Laktasemangel-Prävalenz. Atemluft-H₂, das durch die Dickdarmfermentation von nicht absorbierter Lactose entsteht, wurde zu Beginn und am Ende einer 21-tägigen Milch-Ernährungsphase gemessen. Die Ausscheidung sank signifikant (von 148 auf 101 ppm·Stunden), was auf eine Adaptation des Darmmikrobioms hindeutet. Der Befund ist für die Kalzium-Ernährungspolitik in dieser Bevölkerungsgruppe relevant. H₂ ist hier ausschließlich ein diagnostischer Atemluft-Biomarker, keine therapeutische Intervention.

Wichtige Zitate

  1. „Die Atemwasserstoffausscheidung nahm signifikant ab (P < 0,03) von Beginn (148,3 ± 27,0 ppm × Stunden) bis zum Ende (100,7 ± 19,3 ppm × Stunden) der 21-tägigen Periode.“ Original (EN): „Breath hydrogen excretion decreased significantly (P < .03) from the beginning (148.3 ± 27.0 ppm × hours) to the end (100.7 ± 19.3 ppm × hours) of the 21-day period.“ — Das zentrale quantitative Ergebnis: Atemluft-H₂ sank nach kolonischer Adaptation an die Milchdiät
  2. „Die Abnahme des Atemwasserstoffs lässt auf eine kolonische Adaptation an die laktosereiche Ernährung schließen.“ Original (EN): „The decrease in breath hydrogen suggests colonic adaptation to the high-lactose diet.“ — Interpretation: Reduzierte Fermentation spiegelt Mikrobiom-Adaptation wider — kein H₂-Therapieeffekt

Unsere Einordnung

Einordnung: Diese Studie ist keine H₂-Therapiestudie. H₂ wird als Atemluft-Biomarker der Darmfermentation bzw. -malabsorption gemessen — es wird nicht verabreicht. Die Ernährungsintervention ist eine laktosereiche Diät, und die H₂-Messung ist der Endpunkt zur Beurteilung der Dickdarmfermentation. Dies ist eine Ernährungs- und Darmphysiologie-Studie ohne therapeutische H₂-Endpunkte. Sollte nicht im H₂-Therapie-Kontext präsentiert werden.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

ZIEL: Zu untersuchen, ob afroamerikanische Mädchen, die 21 Tage lang eine milchreiche Ernährung erhielten, sich an Lactose adaptieren könnten und eine allgemeine Verbesserung der Lactoseverträglichkeit sowie eine Abnahme der Wasserstoffgasproduktion zeigen würden. DESIGN: 21-tägige Ernährungsinterventionsstudie. PROBANDEN/SETTING: 17 von 21 afroamerikanischen Mädchen (11–15 Jahre) nahmen an der Lactose-Toleranzstudie teil. Die Probanden wurden auf Erkrankungen oder Medikamente, die den Kalziumstoffwechsel oder die kolonische Fermentation beeinflussen könnten, gescreent und 24 Stunden täglich beaufsichtigt. INTERVENTION: Probanden erhielten eine milchbasierte Diät mit durchschnittlich 1200 mg Kalzium und 33 g Lactose täglich für 21 Tage. Die Lactoseverdauung wurde durch einen 8-stündigen Atemwasserstofftest an Tag 1 und 21 beurteilt. HAUPTMESSGRÖSSEN: Vergleich der Atemwasserstoffproduktion und der gastrointestinalen Symptome zu Beginn und am Ende der Studie. ERGEBNISSE: 14 von 17 Probanden hatten Lactose-Maldigestion. Die Atemwasserstoffausscheidung nahm signifikant ab (P < 0,03) von 148,3 ± 27,0 auf 100,7 ± 19,3 ppm × Stunden. Gastrointestinale Symptome waren während beider Atemwasserstofftests und während der 21-tägigen Periode vernachlässigbar. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Abnahme des Atemwasserstoffs lässt auf eine kolonische Adaptation an die laktosereiche Ernährung schließen. Lactose-Maldigestion sollte kein einschränkender Faktor bei der Entwicklung angemessener Kalzium-Diäten für diese Bevölkerungsgruppe sein.
Original-Abstract (englisch)
OBJECTIVE: To determine whether African-American adolescent girls who were fed a dairy-rich diet for 21 days could adapt to lactose, experiencing an overall improvement in lactose tolerance as well as a decrease in hydrogen gas production. DESIGN: Twenty-one-day dietary intervention study. SUBJECTS/SETTING: Seventeen of 21 African-American girls (aged 11 to 15 years) enrolled in a calcium metabolism study chose to participate in the lactose tolerance study. Subjects were screened for any diseases, conditions, or medications that might alter calcium metabolism or colonic fermentation. Subjects were housed in a fraternity on the Purdue University, West Lafayette, Ind, campus, and were supervised 24 hours a day. INTERVENTION: Subjects consumed a dairy-based diet averaging 1,200 mg calcium and 33 g lactose per day for 21 days. Lactose digestion was assessed by an 8-hour breath hydrogen test on days 1 and 21, and symptoms of intolerance (abdominal pain, bloating, flatulence, and diarrhea) were evaluated hourly on a ranked scale during the breath hydrogen tests and once each evening during the 21-day feeding period. MAIN OUTCOME MEASURES: A comparison of breath hydrogen production and gastrointestinal symptoms at the beginning and end of the study. STATISTICAL ANALYSES PERFORMED: The Wilcoxon signed ranks test was used to compare the area under the curve for the 2 breath hydrogen tests. Spearman's p test for trend was used to determine whether there was a change in symptoms. All statistical analyses were 2-tailed and significance was set at P = .05. RESULTS: Fourteen of the 17 subjects had lactose maldigestion. Breath hydrogen excretion decreased significantly (P < .03) from the beginning (148.3 +/- 27.0 ppm x hours) to the end (100.7 +/- 19.3 ppm x hours) of the 21-day period. Gastrointestinal symptoms were negligible during both the breath hydrogen tests as were symptoms during the 21-day period. APPLICATIONS/CONCLUSIONS: The diet was well tolerated by the subjects. Furthermore, the decrease in breath hydrogen suggests colonic adaptation to the high-lactose diet. The results indicate that lactose maldigestion should not be a restricting factor in developing adequate calcium diets for this population. The existence of lactose maldigestion does not result in lactose intolerance in this population when it is fed a dairy-rich diet.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 10812376

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