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2003 · Oku — Vergleich der Verdaulichkeit und Atemwasserstoff-Ausscheidung von Fructo-Oligosacchariden, Galactosyl-Saccharose und Isomalto-Oligosacchariden bei gesunden menschlichen Probanden.

Originaltitel: Comparison of digestibility and breath hydrogen gas excretion of fructo-oligosaccharide, galactosyl-sucrose, and isomalto-oligosaccharide in healthy human subjects.

Kurzfassung

Die Atemwasserstoffausscheidung wurde als diagnostischer Marker genutzt, um zu vergleichen, wie gut drei verschiedene Oligosaccharide (FOS, GS, IMO) im Dünndarm verdaut bzw. im Dickdarm fermentiert werden. H₂ ist hier ein endogenes Fermentationsprodukt, das in der Atemluft gemessen wird — kein therapeutisch verabreichtes Mittel. (European Journal of Clinical Nutrition, 2003.)

Klassifiziert als Pilot / Beobachtung-Studie mit . Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Der Atemwasserstofftest ist ein etabliertes, nicht-invasives Verfahren zur Beurteilung der Kohlenhydrat-Malabsorption. Gelangen unverdaute Zucker in den Dickdarm, werden sie von Darmbakterien fermentiert und produzieren Wasserstoff, der absorbiert und ausgeatmet wird. Diese Studie nutzt dieses Prinzip, um drei Oligosaccharide zu vergleichen: FOS (nicht hydrolysiert → hohe H₂-Ausscheidung), GS (teilweise hydrolysiert → mittlere H₂-Ausscheidung), IMO (leicht hydrolysiert → minimale H₂-Ausscheidung). Die Ergebnisse sind für die Präbiotika-Forschung wertvoll. Ein Bezug zur H₂-Therapie besteht jedoch nicht: Es wurde kein Wasserstoff verabreicht; H₂ ist ausschließlich ein gemessenes Stoffwechselnebenprodukt.

Wichtige Zitate

  1. „Die Atemwasserstoffausscheidung von FOS war deutlich höher als die von GS; die von IMO war gering.“ Original (EN): „Breath hydrogen of FOS was more remarkably excreted than that of GS; that of IMO was slight.“ — Kernergebnis zur relativen Fermentierbarkeit der drei Oligosaccharide
  2. „H₂-Gas spiegelte die Fermentierbarkeit im Dickdarm wider.“ Original (EN): „H(2) gas reflected fermentability in the large intestine.“ — Bestätigt ausgeatmetes H₂ als zuverlässigen Marker für die Dickdarmfermentation

Unsere Einordnung

Einordnung: Diese Studie ist keine H₂-Therapiestudie. H₂ wird als endogener Atemluft-Biomarker der Darmfermentation gemessen, nicht als therapeutisches Mittel verabreicht. Der Befund, dass FOS und GS nicht vollständig im Dünndarm verdaut werden (und daher im Dickdarm fermentiert werden), ist für die Präbiotika-Forschung relevant, nicht für die H₂-Medizin. Limitationen: kleines Kollektiv (9 männlich, 29 weiblich), ausschließlich gesunde Probanden; keine klinischen Endpunkte. Keine therapeutischen Aussagen ableitbar.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

ZIELE: Klärung der Unterschiede in der Verdaulichkeit im Dünndarm bei Fructo-Oligosaccharid (FOS), Galactosyl-Saccharose (GS) und Isomalto-Oligosaccharid (IMO) mittels Atemwasserstofftest. DESIGN: Erster Schritt: Screening-Test der Atemwasserstoffausscheidung und FOS-Toleranztest zur Probandenauswahl. Zweiter Schritt: Atemwasserstofftest mit drei Oligosacchariden nach Vorsichtsmaßnahmen. Die Einnahmereihenfolge betrug 10 g FOS, GS und IMO mit Steigerung bis 20 g jeweils im Abstand von einer Woche. Atemgas wurde vor und in 20-Minuten-Abständen von 40 bis 120 Minuten sowie in 30-Minuten-Abständen von 120 Minuten bis 7 Stunden nach der Einnahme gesammelt. SETTING: Labor für öffentliche Ernährung, Universität Nagasaki, Japan. PROBANDEN: Neun männliche (Durchschnitt: Alter 25,7 ± 3,5 Jahre, Gewicht 61,9 ± 8,8 kg) und 29 weibliche (Durchschnitt: 23,1 ± 7,2 Jahre, 52,9 ± 5,3 kg) Probanden der Universität Tokio und der Universität Nagasaki. HAUPTMESSGRÖSSEN: Atemwasserstoffausscheidung aus Endexspirationsgas. ERGEBNIS: Atemwasserstoff von FOS wurde deutlich mehr ausgeschieden als der von GS; der von IMO war gering; der AUC-Unterschied (10 g) war signifikant: FOS 9768 ± 3253 ppm, GS 3662 ± 2632 ppm, IMO 831 ± 1154 ppm. Bei FOS und GS wurde eine Dosisabhängigkeit zwischen 10 und 20 g beobachtet. SCHLUSSFOLGERUNGEN: FOS wurde nicht hydrolysiert, GS wurde leicht hydrolysiert, und IMO wurde leicht durch Dünndarmenzyme hydrolysiert. H₂-Gas spiegelte die Fermentierbarkeit im Dickdarm wider.
Original-Abstract (englisch)
OBJECTIVES: To clarify the difference of digestibility in the small intestine among fructo-oligosaccharide (FOS), galactosyl-sucrose (GS), and isomalto-oligosaccharide (IMO) using breath hydrogen test. DESIGN: The first step: screening test of breath hydrogen excretion and FOS tolerance test to select the subjects. The second step: breath hydrogen test of three kinds of oligosaccharides, carried out using precautionary regulations. The ingestion order was 10 g of FOS, GS, and IMO, with increases, at 1-week interval, up to 20 g, respectively. Breath gas was collected before, at 20 min intervals from 40 to 120 min after, and at 30 min intervals from 120 min to 7 h after ingestion of test substance. SETTING: Laboratory of Public Health Nutrition, Department of Nutrition and Health Sciences, Siebold University of Nagasaki, Nagasaki, Japan. SUBJECTS: A total of nine males (average: age 25.7+/-3.5 y, weight 61.9+/-8.8 kg, height 170.0+/-6.0 cm) and 29 females (average: 23.1+/-7.2 y, 52.9+/-5.3 kg, 157.5+/-5.1 cm) from the University of Tokyo and Siebold University of Nagasaki. MAIN OUTCOME MEASURES: Breath hydrogen excretion from end-expiratory gas. RESULT: : Breath hydrogen of FOS was more remarkably excreted than that of GS; that of IMO was slight; and that of AUC (10 g) was significantly different. FOS was 9768+/-3253 ppm, GS was 3662+/-2632 ppm, and IMO was 831+/-1154 ppm. A dose dependence was observed at doses between 10 and 20 g of FOS and GS, and the initial time of 20 g was earlier than that of 10 g. CONCLUSIONS: FOS was not hydrolyzed, GS was slightly hydrolyzed, and IMO was readily hydrolyzed by small intestinal enzymes. H(2) gas reflected fermentability in the large intestine. SPONSORSHIP: Siebold University of Nagasaki.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 12947435

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