2025 · Lin et al. — Molekularer Wasserstoff als potenzielle adjunktive Therapie zur Verbesserung der Nierenfunktion und Reduktion der Ermüdung bei einem älteren Patienten mit chronischen Komorbiditäten: Ein Fallbericht
Kurzfassung
Eine 89-jährige Frau mit koronarer Herzerkrankung, Typ-2-Diabetes mit Nephropathie und SLE — vorstellig mit rezidivierender Wundinfektion — zeigte nach adjuvanter Wasserstoffkapseltherapie eine verbesserte Nierenfunktion und reduzierte chronische Fatigue. Das Serumkreatinin sank, der Brief Fatigue Inventory verbesserte sich signifikant, und das immunologische Profil zeigte Veränderungen, die einem therapeutischen Nutzen entsprechen. (In Vivo, 2025.)
Kommentar
Dies ist ein bemerkenswerter Fall — sowohl aufgrund des Alters der Patientin (89 Jahre) als auch der Komplexität ihrer Komorbiditäten: koronare Herzerkrankung nach Bypass-OP, diabetische Nephropathie, SLE und eine Wundinfektion an der Entnahmestelle der Vena saphena. Das klinische Szenario schuf eine Situation, in der keine einzelne krankheitsmodifizierende Therapie alle Dimensionen sicher angehen konnte — und Wasserstoffkapseln wurden als Adjuvans eingeführt. Die dokumentierte Verbesserung der Nierenfunktion (Kreatininreduktion) ist der objektivste und klinisch bedeutsamste Befund, da CKD im Kontext diabetischer Nephropathie und SLE-Nephritis schwer reversibel ist. Auch die mit BFI-T gemessene Fatigue verbesserte sich signifikant. Der Fall illustriert das Potenzial von H₂ bei geriatrischen Multimorbidpatienten, wo Polypharmazie bereits überwältigend ist und die Toxizitätstoleranz gering.
Wichtige Zitate
- „Nach Einführung der Wasserstofftherapie verbesserte sich die Nierenfunktion, belegt durch eine Reduktion der Serumkreatininspiegel.“ Original (EN): „Following the introduction of hydrogen therapy, her renal function improved, evidenced by a reduction in serum creatinine levels.“ — objektive Nierenfunktionsverbesserung — ein harter Endpunkt in einem komplexen Fall
- „Die chronische Fatigue, bewertet mit dem Taiwan Brief Fatigue Inventory (BFI-T), zeigte eine signifikante Verbesserung.“ Original (EN): „Chronic fatigue, assessed using the Taiwan Brief Fatigue Inventory (BFI-T), showed significant improvement.“ — validierte Patienten-berichtete Fatigue-Reduktion
- „Die Wasserstofftherapie war mit einer verbesserten Nierenfunktion und reduzierter chronischer Fatigue bei diesem älteren Patienten mit mehreren Komorbiditäten assoziiert.“ Original (EN): „Hydrogen therapy was associated with improved renal function and a reduced chronic fatigue in this elderly patient with multiple comorbidities.“ — Fazit der Autoren — Assoziation, kein bewiesener Kausalzusammenhang
Unsere Einordnung
Einzelfallbericht bei einem multimorbiden Hochaltrigenpatient. Die Kreatininverbesserung ist ein bedeutsamer harter Endpunkt, aber ohne Kenntnis der CKD-Baseline-Trajektorie und ob die Wundinfektion (die primäre Vorstellung) sich gerade auflöste, sind Störfaktoren der natürlichen Krankheitsgeschichte erheblich. Die Wunde wurde gleichzeitig mit Antibiotika behandelt — deren Wirkung kann die Nierenfunktion unabhängig verbessern (durch Beseitigung der Infektionslast). H₂ hat möglicherweise zu Nieren- und Fatigue-Ergebnissen beigetragen, aber kausale Zuschreibung ist bei n=1 nicht möglich. Der Fall repräsentiert jedoch einen der sehr wenigen Berichte über H₂-Anwendung bei Hochaltrigen, und das Sicherheitsprofil war ausgezeichnet.
Studiendesign
- Typ: Einzelfallbericht · n: 1 (89-jährige Patientin, KHK, T2DM mit Nephropathie, SLE, Wundinfektion) · H₂-Gabe: Wasserstoffkapseln (genaue Formulierung nicht spezifiziert), ab Januar 2023
- Endpunkte: Serumkreatinin; Brief Fatigue Inventory (BFI-T); Immunphänotypisierung (qualitative Beschreibung)
- Ergebnis: Serumkreatinin reduziert; BFI-T-Fatigue signifikant verbessert; Immunmodulation beobachtet; gleichzeitige Wundversorgung mit Antibiotika; keine H₂-bezogenen Nebenwirkungen
Abstract (deutsche Übersetzung)
Hintergrund/Ziel: Die Wasserstofftherapie hat Potenzial als antioxidative und entzündungshemmende Intervention gezeigt, insbesondere bei der Behandlung chronischer Erkrankungen wie chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Autoimmunerkrankungen. Dieser Fallbericht stellt die möglichen therapeutischen Vorteile der molekularen Wasserstoffkapsel-Behandlung bei der Verbesserung der Nierenfunktion und der Linderung chronischer Fatigue bei einer älteren Patientin mit koronarer Herzerkrankung (KHK), Typ-2-Diabetes mellitus (DM) kompliziert durch Nephropathie und systemischem Lupus erythematodes (SLE) vor. Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit der adjunktiven Wasserstofftherapie bei einer älteren Patientin mit mehreren chronischen Komorbiditäten zu untersuchen. Fallbericht: Eine 89-jährige Patientin mit einer Vorgeschichte von KHK nach koronarer Bypass-Operation (CABG) vor über 40 Jahren, Typ-2-DM kompliziert durch Nephropathie und SLE wurde mit rezidivierender Zellulitis an der Entnahmestelle der Vena saphena aus ihrer früheren CABG aufgenommen. Trotz Antibiotikatherapie blieb die Wundheilung eingeschränkt. Im Januar 2023 initiierte die Patientin eine adjuvante Behandlung mit molekularen Wasserstoffkapseln. Nach Einführung der Wasserstofftherapie verbesserte sich ihre Nierenfunktion, belegt durch eine Reduktion der Serumkreatininspiegel. Die chronische Fatigue, bewertet mit dem Taiwan Brief Fatigue Inventory (BFI-T), zeigte eine signifikante Verbesserung. Die immunologische Bewertung offenbarte eine Reihe von Veränderungen, die darauf hindeuten, dass Immunmodulation der Mechanismus der beobachteten klinischen Vorteile sein könnte. Schlussfolgerung: Die Wasserstofftherapie war mit einer verbesserten Nierenfunktion und reduzierter chronischer Fatigue bei dieser älteren Patientin mit mehreren Komorbiditäten — einschließlich KHK, DM und SLE — assoziiert. Der Fall unterstreicht die potenzielle therapeutische Rolle der Wasserstofftherapie bei der Immunmodulation und dem Management chronischer Erkrankungen.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND/AIM: Hydrogen therapy has demonstrated potential as an antioxidant and anti-inflammatory intervention, particularly in the management of chronic diseases such as chronic kidney disease (CKD) and autoimmune conditions. This case report presents the possible therapeutic benefits of molecular hydrogen capsule treatment in enhancing renal function and alleviating chronic fatigue in an elderly female with coronary artery disease (CAD), type 2 diabetes mellitus (DM) complicated by nephropathy, and systemic lupus erythematosus (SLE). The aim of this study was to investigate the efficacy of adjunctive hydrogen therapy in an elderly patient with multiple chronic comorbidities. CASE REPORT: An 89-year-old female with a history of CAD s/p who had undergone coronary artery bypass grafting (CABG) over 40 years ago, type 2 DM complicated by nephropathy, and SLE was admitted with recurrent cellulitis at the saphenous vein donor site from her previous CABG. Despite antibiotic treatment, wound healing remained limited. In January 2023, the patient initiated adjuvant treatment with molecular hydrogen capsules. Following the introduction of hydrogen therapy, her renal function improved, evidenced by a reduction in serum creatinine levels. Chronic fatigue, assessed using the Taiwan Brief Fatigue Inventory (BFI-T), showed significant improvement. Immunological evaluation revealed a series of changes, suggesting that immune modulation may be the mechanism underlying the observed clinical benefits. CONCLUSION: Hydrogen therapy was associated with improved renal function and a reduced chronic fatigue in this elderly patient with multiple comorbidities, including CAD, DM, and SLE. The case underscores the potential therapeutic role of hydrogen therapy in immune modulation and the management of chronic conditions, suggesting the need for further investigation in clinical settings.
Quelle & Links
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