2025 · Khlifi — Die Einnahme von wasserstoffreichem Kaltwasser vor dem Sport verbessert die Ausdauerleistung und die Laktatreaktion bei Hitze
Kurzfassung
Wasserstoffreiches Kaltwasser vor dem Sport verbessert die Ausdauerleistung bei Hitze und dämpft den Laktatanstieg. Im doppelblinden Crossover steigerte es die maximale aerobe Geschwindigkeit und die Zahl der Shuttle-Run-Wiederholungen signifikant gegenüber der Kontrolle (jeweils p < 0,001) und senkte Dehydrierung, Laktat und das Belastungsempfinden. (Medicina, 2025.)
Kommentar
Hitze ist einer der größten Leistungskiller im Ausdauersport. Diese Studie kombiniert internes Vorkühlen (kaltes Trinken) mit dem antioxidativen H₂-Effekt. Design: doppelblinder Crossover mit ausbalancierten Durchgängen. Die Teilnehmer absolvierten nach 30 Minuten unter drei Bedingungen einen 20-Meter-Shuttle-Run-Test: (1) wasserstoffreiches Kaltwasser, (2) Kaltwasser plus externes Vorkühlen, (3) reines Kaltwasser als Kontrolle. Gemessen wurden maximale aerobe Geschwindigkeit, Wiederholungszahl, Dehydrierung, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Belastungsempfinden, Blutlaktat und Stimmung. Ergebnis: Mit wasserstoffreichem Kaltwasser stiegen die maximale aerobe Geschwindigkeit und die Wiederholungszahl signifikant (jeweils p < 0,001), Dehydrierung (p = 0,009), Laktat (p < 0,001), Belastungsempfinden (p = 0,05) und Körpertemperatur (p = 0,028) verbesserten sich gegenüber der Kontrolle, und die Stimmung war besser. Bei der Herzfrequenz gab es keinen Unterschied. Wichtig zur Ehrlichkeit: Der H₂-Arm war mit Kaltwasser kombiniert, und es gab keinen separaten Arm „nur H₂ bei Raumtemperatur“ — der reine H₂-Beitrag gegenüber dem Kälteeffekt ist damit nicht vollständig isoliert.
Wichtige Zitate
- „Post-hoc-Tests zeigten eine signifikante Veränderung für MAS (HRCW: p < 0,001), die Anzahl der Shuttle-Run-Wiederholungen (HRCW: p < 0,001) … im Vergleich zur Kontrollbedingung nach dem Test.“ Original (EN): „Post hoc tests revealed a significant change for MAS (HRCW: p < 0.001), number of shuttle run repetitions (HRCW: p < 0.001) ... compared to the control condition after the test.“ — deutliche Leistungssteigerung in der H₂-Kaltwasser-Bedingung
- „Blutlaktat (HRCW: p < 0,001; IEPC: p < 0,001)“ Original (EN): „blood lactate (HRCW: p < 0.001; IEPC: p < 0.001)“ — signifikant niedrigere Laktatantwort
- „die Einnahme von wasserstoffreichem Kaltwasser mildert die Effekte von Hitzestress wirksam ab und verbessert dadurch die Ausdauerleistung, hebt die Stimmung und reduziert das wahrgenommene Belastungsempfinden.“ Original (EN): „ingesting hydrogen-rich cold water effectively mitigates the effects of heat stress, thereby improving endurance performance, enhancing mood, and reducing ratings of perceived exertion.“ — die Gesamtaussage der Autoren
Unsere Einordnung
Direkt relevant für die Ausdauerleistung unter Hitzebelastung, besonders für Hitze-Szenarien. Die Befunde (mehr Ausdauer, weniger Laktat, besseres Empfinden) passen zum antioxidativen und antifatigue-Profil von H₂. Limitation, ehrlich benannt: Der H₂-Effekt ist mit dem Kaltwasser-Vorkühl-Effekt vermengt — ohne separaten reinen H₂-Arm bleibt der isolierte H₂-Beitrag offen. Crossover-Design (Evidenzstufe 3); Stichprobengröße im Abstract nicht beziffert. Solides Signal, aber kausal nicht vollständig auf H₂ zurückzuführen.
Studiendesign
- Typ: RCT, doppelblinder Crossover (counterbalanced) · n: im Abstract nicht beziffert · Dauer: 30 min Intervention vor dem Test, 3 Bedingungen · Methode der H₂-Gabe: wasserstoffreiches Kaltwasser (HRCW) getrunken vor Belastung
- Ergebnis-Kennzahlen: MAS und Shuttle-Wiederholungen ↑ (HRCW p < 0,001); Dehydrierung ↓ (p = 0,009); Laktat ↓ (p < 0,001); RPE ↓ (p = 0,05); Körpertemperatur ↓ (p = 0,028); Stimmung besser; Herzfrequenz ohne Unterschied
Abstract (deutsche Übersetzung)
Hintergrund und Ziele: Hyperthermie schränkt die Ausdauerleistung in heißen Umgebungen erheblich ein. Um den Wärmeverlust zu erhöhen und die sportliche Leistung zu optimieren, können Vorkühl-Interventionen eingesetzt werden, um die Abkühlung des Körpers zu beschleunigen. Ziel dieser Studie war es daher, die Effekte einer internen Vorkühl-Intervention in Kombination mit externer Vorkühlung oder wasserstoffreichem Wasser auf die Ausdauerleistung bei Hitze zu bewerten. Material und Methoden: In einem doppelblinden Crossover mit ausbalancierten Durchgängen absolvierten alle Teilnehmer nach 30 Minuten unter den folgenden Bedingungen einen Shuttle-Run-Test: (1) Einnahme von wasserstoffreichem Kaltwasser (HRCW); (2) Einnahme von Kaltwasser und externe Vorkühlung (IEPC); und (3) Einnahme von Kaltwasser (Kontrolle). Maximale aerobe Geschwindigkeit (MAS), Anzahl der Shuttle-Run-Wiederholungen, Dehydrierung, Temperatur, Herzfrequenz (HR), wahrgenommenes Belastungsempfinden (RPE), Blutlaktat und Befindlichkeitsskala (FS) wurden während des 20-m-Shuttle-Run-Tests gemessen. Ergebnisse: Unsere Ergebnisse zeigten eine signifikante Variation bei Dehydrierung, MAS, Anzahl der Shuttle-Run-Wiederholungen, Blutlaktat, RPE und FS (p = [0,001–0,036]); zusätzlich wurde eine signifikante Gruppe-×-Zeit-Wechselwirkung für die Körpertemperatur gefunden (p = 0,021). Post-hoc-Tests zeigten eine signifikante Veränderung für MAS (HRCW: p < 0,001), die Anzahl der Shuttle-Run-Wiederholungen (HRCW: p < 0,001), Dehydrierung (HRCW: p = 0,009; IEPC: p = 0,008), Blutlaktat (HRCW: p < 0,001; IEPC: p < 0,001), RPE (HRCW: p = 0,05; IEPC: p = 0,004) und FS (HRCW: p = 0,05; IEPC: p = 0,004) sowie eine signifikante Abnahme der Körpertemperatur (IEPC: p < 0,001; HRCW: p = 0,028) im Vergleich zur Kontrollbedingung nach dem Test. Es wurden jedoch keine signifikanten Unterschiede bei der HR zwischen den verschiedenen Bedingungen berichtet. Schlussfolgerungen: Zusammenfassend legen die Befunde dieser Studie nahe, dass die Einnahme von wasserstoffreichem Kaltwasser die Effekte von Hitzestress wirksam abmildert und dadurch die Ausdauerleistung verbessert, die Stimmung hebt und das wahrgenommene Belastungsempfinden reduziert.
Original-Abstract (englisch)
Background and Objectives: Hyperthermia significantly limits endurance performance in hot environments. To enhance heat loss and optimize athletic performance, pre-cooling interventions can be employed to accelerate body cooling. Therefore, the aim of this study was to evaluate the effects of an internal pre-cooling intervention combined with external pre-cooling or hydrogen-rich water on endurance performance in the heat. Materials and Methods: In a double-blind crossover with counterbalanced trials, all participants underwent a shuttle run test after 30 min under the following conditions: (1) hydrogen-rich cold water ingestion (HRCW); (2) cold water ingestion and external pre-cooling (IEPC); and (3) cold-water ingestion (control). Maximal aerobic speed (MAS), number of shuttle run repetitions, dehydration, temperature, heart rate (HR), rate of perceived exertion (RPE), blood lactate, and feeling scale (FS) were measured during the 20 m shuttle run test. Results: Our results revealed a significant variation in dehydration, MAS, number of shuttle run repetitions, blood lactate, RPE, and FS (p = [0.001-0.036]); additionally, a significant group × time interaction was found for body temperature (p = 0.021). Post hoc tests revealed a significant change for MAS (HRCW: p < 0.001), number of shuttle run repetitions (HRCW: p < 0.001), dehydration (HRCW: p= 0.009; IEPC: p = 0.008), blood lactate (HRCW: p < 0.001; IEPC: p < 0.001), RPE (HRCW: p = 0.05; IEPC: p = 0.004), and FS (HRCW: p = 0.05; IEPC: p = 0.004), as well as a significant decrease in body temperature (IEPC: p < 0.001; HRCW: p = 0.028) compared to the control condition after the test. However, no significant differences were reported in HR among the different conditions. Conclusions: In conclusion, findings from this study suggest that ingesting hydrogen-rich cold water effectively mitigates the effects of heat stress, thereby improving endurance performance, enhancing mood, and reducing ratings of perceived exertion.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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