2024 · Khalili-Tanha et al. — Der Einfluss von wasserstoffreichem Wasser auf die Leberenzymwerte in klinischen Populationen: umfassende Übersicht und Metaanalyse
Kurzfassung
Diese Metaanalyse von acht randomisierten kontrollierten Studien mit 433 Teilnehmenden mit Störungen der Leberfunktion berichtet eine leichte Senkung der Leberenzyme ALT, AST und ALP durch wasserstoffreiches Wasser gegenüber der Kontrollgruppe. Der Abstract nennt weder Effektgrößen noch Konfidenzintervalle, p-Werte oder Angaben zur Heterogenität, daher lassen sich Ausmaß und statistische Signifikanz dieser Senkungen nicht beurteilen. GGT, im Hintergrund als Marker für Lebererkrankungen genannt, taucht in den Ergebnissen nicht auf. Die Autoren fordern weitere Forschung, um den Zusammenhang zu bestätigen. (Gastroenterology and Hepatology from Bed to Bench, 2024.)
Kommentar
Erhöhte Leberenzyme wie ALT, AST, ALP und GGT sind frühe Anzeichen von Lebererkrankungen, und diese Übersicht fragte, ob wasserstoffreiches Wasser sie senkt. Nach den PRISMA-Leitlinien durchsuchten die Autoren PubMed, Google Scholar und Embase von ihrem Beginn bis Januar 2024. Eingeschlossen wurden acht randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 433 Teilnehmenden mit verschiedenen Störungen der Leberfunktion. Die Intervention war das Trinken von wasserstoffreichem Wasser. Die Vergleichsgruppe heißt im Abstract „PW“ und wird nicht näher beschrieben. Ergebnisse werden für die Leberenzyme ALT, AST und ALP berichtet. Der Abstract beschreibt weder die einzelnen Studien noch deren Dosen oder Dauer, das statistische Modell, eine Bewertung des Verzerrungsrisikos oder eine Einstufung der Vertrauenswürdigkeit der Evidenz.
Wichtige Zitate
- „Unsere Ergebnisse zeigten eine leichte Senkung der ALT-, AST- und ALP-Werte in der mit HRW behandelten Gruppe gegenüber der PW-Gruppe.“ Original (EN): „Our results showed a slight decrease in ALT, AST, and ALP levels in the treated group with HRW compared to the PW group.“ — die einzige Ergebnisaussage, ohne Effektgrößen oder p-Werte
- „Eingeschlossen wurden acht randomisierte kontrollierte Studien (RCT) mit 433 Teilnehmenden mit verschiedenen Störungen der Leberfunktion.“ Original (EN): „Eight Randomized controlled trial (RCT) studies were included, encompassing 433 participants with various liver function disorders.“ — die Datengrundlage: wenige Studien mit gemischten Patientengruppen
- „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von HRW die Leberenzymwerte in klinischen Populationen senken könnte. Weitere Forschung ist nötig, um diesen Zusammenhang zu bestätigen.“ Original (EN): „Our findings suggest that consuming HRW may decrease liver enzyme levels in clinical populations. Further research is needed to confirm this relationship.“ — das vorsichtige Fazit der Autoren und ihre Forderung nach Bestätigung
Unsere Einordnung
Die Übersicht fasst randomisierte Studien zusammen, was zur Fragestellung passt, berichtet ihre Ergebnisse im Abstract aber nur in Worten. Sie kann höchstens auf eine mögliche kleine Senkung der Leberenzyme hinweisen. Einschränkungen: Es werden keine gepoolten Effektgrößen, Konfidenzintervalle, p-Werte oder Heterogenitätsmaße genannt, daher bleibt offen, ob die „leichte Senkung“ statistisch signifikant oder klinisch bedeutsam ist. Die Datengrundlage ist klein, acht Studien mit 433 Teilnehmenden, und sie mischt Teilnehmende mit verschiedenen Störungen der Leberfunktion. Die Vergleichsgruppe („PW“) ist nicht definiert. GGT wird im Hintergrund als Marker genannt, in den Ergebnissen aber nicht berichtet. Dosen, Dauer, Verzerrungsrisiko und Vertrauenswürdigkeit der Evidenz werden nicht beschrieben. Leberenzyme sind Laborwerte, klinische Endpunkte berichtet der Abstract nicht. Die Autoren selbst halten weitere Forschung für nötig.
Studiendesign
- Typ: systematische Übersicht und Metaanalyse nach PRISMA (PubMed, Google Scholar und Embase bis Januar 2024 durchsucht) · n: 433 Teilnehmende in acht Studien · H₂-Gabe: Trinken von wasserstoffreichem Wasser
- Eingeschlossene Studien: acht randomisierte kontrollierte Studien mit Teilnehmenden mit verschiedenen Störungen der Leberfunktion, Vergleich von wasserstoffreichem Wasser mit einer als „PW“ bezeichneten Kontrollgruppe
- Ergebnis: leichte Senkung von ALT, AST und ALP durch wasserstoffreiches Wasser gegenüber der Kontrollgruppe. Der Abstract nennt keine Effektgrößen, Konfidenzintervalle, p-Werte, Heterogenität oder Einstufung der Evidenz
Abstract (deutsche Übersetzung)
ZIEL: Diese systematische Übersicht und Metaanalyse sollte die Wirkung von wasserstoffreichem Wasser (HRW) auf die Leberenzymwerte bewerten. HINTERGRUND: Lebererkrankungen sind ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem und beeinflussen die Sterblichkeit stark. Erhöhte Leberenzyme wie ALT, AST, ALP und GGT sind frühe Anzeichen von Lebererkrankungen, und verschiedene Ansätze können helfen, sie zu senken. Neuere Studien haben mögliche therapeutische Vorteile von Wasserstoff als antioxidativer und entzündungshemmender Wirkstoff unter vielen Umständen gezeigt. METHODEN: Die Suchstrategie wurde nach den PRISMA-Leitlinien entwickelt. PubMed, Google Scholar und Embase wurden von ihrem Beginn bis Januar 2024 durchsucht. Eingeschlossen wurden acht randomisierte kontrollierte Studien (RCT) mit 433 Teilnehmenden mit verschiedenen Störungen der Leberfunktion. ERGEBNISSE: Unsere Ergebnisse zeigten eine leichte Senkung der ALT-, AST- und ALP-Werte in der mit HRW behandelten Gruppe gegenüber der PW-Gruppe. SCHLUSSFOLGERUNG: Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von HRW die Leberenzymwerte in klinischen Populationen senken könnte. Weitere Forschung ist nötig, um diesen Zusammenhang zu bestätigen.
Original-Abstract (englisch)
AIM: This systematic review and meta-analysis aimed to assess the effect of hydrogen-rich water (HRW) on liver enzyme levels. BACKGROUND: Liver disease is a significant global health concern, greatly affecting mortality rates. Elevated levels of liver enzymes, such as ALT, AST, ALP, and GGT are early symptoms of liver disorders, and various approaches can help reduce them. Recent studies have shown the prospective therapeutic advantages of hydrogen as an antioxidant and anti-inflammatory agent in many circumstances. METHODS: The search strategy was developed following PRISMA guidelines. PubMed, Google Scholar, and Embase were searched from the beginning to January 2024. Eight Randomized controlled trial (RCT) studies were included, encompassing 433 participants with various liver function disorders. RESULTS: Our results showed a slight decrease in ALT, AST, and ALP levels in the treated group with HRW compared to the PW group. CONCLUSION: Our findings suggest that consuming HRW may decrease liver enzyme levels in clinical populations. Further research is needed to confirm this relationship.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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