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2020 · Ishibashi — Die periphere Endothelfunktion kann durch den täglichen Konsum von Wasser mit über 7 ppm gelöstem Wasserstoff verbessert werden: Eine randomisierte kontrollierte Studie

Originaltitel: Peripheral endothelial function can be improved by daily consumption of water containing over 7 ppm of dissolved hydrogen: A randomized controlled trial

Kurzfassung

Hochkonzentriertes Wasserstoffwasser (über 7 ppm) verbessert die Endothelfunktion der kleinen Arterien. In einer randomisierten kontrollierten Studie (n = 68) stieg der Reaktive-Hyperämie-Index bereits 24 Stunden nach der ersten Einnahme um 22,2 % und nach zwei Wochen täglichen Trinkens um 25,4 % (jeweils p < 0,05). (PLoS One, 2020.)

Klassifiziert als RCT-Studie mit Trinken (HRW). Siehe Methodik zur Evidenz-Einstufung.

Kommentar

Die Endothelfunktion — also wie gut sich die innere Auskleidung unserer Blutgefäße weiten kann — gilt als Frühwarnsystem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gemessen wird sie hier mit dem Reaktiven-Hyperämie-Index über periphere arterielle Tonometrie an den Fingerarterien, einem etablierten, nicht-invasiven Verfahren. 68 gesunde Freiwillige wurden randomisiert in zwei Gruppen geteilt: Die eine trank Placebo-Wasser mit gelöstem Stickstoff, die andere hochkonzentriertes H₂-Wasser mit 7 ppm — das sind 3,5 mg Wasserstoff in 500 ml. Das Ergebnis ist bemerkenswert schnell: Schon 24 Stunden nach der ersten Portion war der Index in der H₂-Gruppe um 22,2 Prozent besser als in der Placebo-Gruppe (p < 0,05), und nach zwei Wochen täglichen Trinkens um 25,4 Prozent (p < 0,05). Das spricht dafür, dass dauerhaftes Trinken von hochkonzentriertem H₂-Wasser zur Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen kann. Ehrlich dazu: Es waren gesunde Menschen, nicht Herzpatienten, die Stichprobe ist mit 68 moderat, und entscheidend ist die hohe Konzentration — über 7 ppm. Das ist deutlich mehr als bei vielen handelsüblichen H₂-Produkten und ein wichtiger Punkt zum Verständnis: Die Dosis macht den Unterschied.

Wichtige Zitate

  1. „Achtundsechzig Freiwillige wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Placebogruppe (n = 34), die molekularen Stickstoff (N2) enthaltendes Wasser trank, und eine Hoch-H2-Gruppe (n = 34), die hoch-H2-Wasser trank (mit 7 ppm H2: 3,5 mg H2 in 500-mL-Wasser).“ Original (EN): „Sixty-eight volunteers were randomly divided into two groups: a placebo group (n = 34) that drank molecular nitrogen (N2)-containing water and a high H2 group (n = 34) that drank high H2 water (containing 7 ppm of H2: 3.5 mg H2 in 500-mL water).“ — das Studiendesign mit Placebo und der konkreten H₂-Dosis
  2. „Ln_RHI verbesserte sich um 22,2 % (p<0,05) 24 h nach der ersten Einnahme von hoch-H2-Wasser und um 25,4 % (p<0,05) nach dem täglichen Konsum von hoch-H2-Wasser über 2 Wochen.“ Original (EN): „Ln_RHI improved by 22.2% (p<0.05) at 24 h after the first ingestion of high H2 water and by 25.4% (p<0.05) after the daily consumption of high H2 water for 2 weeks.“ — die harten Wirksamkeitszahlen
  3. „Die Ergebnisse legen nahe, dass der kontinuierliche Konsum von hoch-H2-Wasser zu einer verbesserten Herz-Kreislauf-Gesundheit beiträgt.“ Original (EN): „The results suggest that the continuous consumption of high H2 water contributes to improved cardiovascular health.“ — die kardiovaskuläre Schlussfolgerung der Autoren

Unsere Einordnung

Eine der direkt relevantesten Studien zur H₂-Trinkwasser-Forschung: Sie misst einen etablierten Herz-Kreislauf-Frühmarker (Endothelfunktion) und zeigt einen klaren, schnellen Effekt schon nach 24 Stunden. Besonders bemerkenswert ist die explizite Dosis-Schwelle von über 7 ppm — das deutet darauf hin, warum eine hohe Wasserstoffkonzentration zählt und niedrigere Konzentrationen womöglich nicht denselben Effekt liefern. Es ist ein echtes RCT mit Placebo (N₂-Wasser), was die Aussagekraft erhöht. Limitationen, ehrlich benannt: Die Teilnehmer waren gesund (keine Patienten mit etablierter Gefäßerkrankung), die Stichprobe ist mit n = 68 moderat, und das Abstract macht keine Angaben zu möglichen Interessenkonflikten der Firma, die das Wasser herstellte. Der gemessene Endpunkt ist ein Surrogatmarker, kein klinisches Ereignis wie Herzinfarkt.

Studiendesign

Abstract (deutsche Übersetzung)

HINTERGRUND: Die Messung des Reaktiven-Hyperämie-Index (RHI) mittels peripherer arterieller Tonometrie (PAT) hat sich bei der Bewertung der vaskulären Endothelfunktion und der Vorhersage der Prognose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als nützlich erwiesen. Daher ist es wichtig, die Faktoren zu untersuchen, die den RHI fördern. In dieser Studie wollten wir die Wirkung von molekularem Wasserstoff (H2) auf die reaktive Hyperämie-PAT der kleinen Fingerarterien bei gesunden Menschen untersuchen. METHODEN: Um die Wirksamkeit von H2 zur Verbesserung der peripheren vaskulären Endothelfunktion zu bestimmen, wurde den Teilnehmern Wasser mit hohen H2-Konzentrationen verabreicht, und der Ln_RHI wurde in der Fingergefäßstruktur gemessen. Achtundsechzig Freiwillige wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Placebogruppe (n = 34), die molekularen Stickstoff (N2) enthaltendes Wasser trank, und eine Hoch-H2-Gruppe (n = 34), die hoch-H2-Wasser trank (mit 7 ppm H2: 3,5 mg H2 in 500-mL-Wasser). Der Ln_RHI wurde vor der Einnahme des Placebos oder des hoch-H2-Wassers, 1 h und 24 h nach der ersten Einnahme und 14 Tage nach täglicher Einnahme von hoch-H2-Wasser oder Placebo gemessen. Das Mixed-Effects-Modell für wiederholte Messungen wurde in der Datenanalyse verwendet. ERGEBNISSE: Die Hoch-H2-Gruppe wies eine signifikant größere Verbesserung des Ln_RHI auf als die Placebogruppe. Ln_RHI verbesserte sich um 22,2 % (p<0,05) 24 h nach der ersten Einnahme von hoch-H2-Wasser und um 25,4 % (p<0,05) nach dem täglichen Konsum von hoch-H2-Wasser über 2 Wochen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der tägliche Konsum von hoch-H2-Wasser verbesserte die Endothelfunktion der Arterien oder Arteriolen, bewertet durch den PAT-Test. Die Ergebnisse legen nahe, dass der kontinuierliche Konsum von hoch-H2-Wasser zu einer verbesserten Herz-Kreislauf-Gesundheit beiträgt.
Original-Abstract (englisch)
BACKGROUND: Measurement of the reactive hyperemia index (RHI) using peripheral arterial tonometry (PAT) has shown benefits in the evaluation of vascular endothelial function and prediction of cardiovascular disease prognosis. Thus, it is important to examine the factors that promote the RHI. In this study, we aimed to investigate the effect of molecular hydrogen (H2) on reactive hyperemia-PAT of the small arteries of fingers in healthy people. METHODS: To determine the efficacy of H2 for improving peripheral vascular endothelial function, water containing high H2 concentrations was administered to participants, and the Ln_RHI was measured in the finger vasculature. Sixty-eight volunteers were randomly divided into two groups: a placebo group (n = 34) that drank molecular nitrogen (N2)-containing water and a high H2 group (n = 34) that drank high H2 water (containing 7 ppm of H2: 3.5 mg H2 in 500-mL water). The Ln_RHI was measured before ingesting the placebo or high H2 water, 1 h and 24 h after the first ingestion, and 14 days after daily ingestion of high H2 water or the placebo. The mixed effects model for repeated measures was used in data analysis. RESULTS: The high H2 group had a significantly greater improvement in Ln_RHI than the placebo group. Ln_RHI improved by 22.2% (p<0.05) at 24 h after the first ingestion of high H2 water and by 25.4% (p<0.05) after the daily consumption of high H2 water for 2 weeks. CONCLUSIONS: Daily consumption of high H2 water improved the endothelial function of the arteries or arterioles assessed by the PAT test. The results suggest that the continuous consumption of high H2 water contributes to improved cardiovascular health.

Quelle & Links

Screenshot der PubMed-Seite

Screenshot — PubMed 32470022

Diese Seite spiegelt den veröffentlichten Abstract (© Autoren / Verlag) zur Referenz und Zitation. Die kanonische Quelle ist der oben verlinkte PubMed-Eintrag. Dies ist keine medizinische Beratung.