2026 · Chen et al. — Wirkung einer Supplementierung mit wasserstoffreichem Wasser auf die körperliche Leistung, die Erholung des autonomen Nervensystems und die Blutlaktatkonzentration bei wiederholten Sprintbelastungen männlicher Universitätssportler
Kurzfassung
Bei 13 männlichen Universitätssportlern führte wasserstoffreiches Wasser vor wiederholten Radsprints zu einer signifikant höheren mittleren Leistung und einem geringeren Leistungsabfall als Placebo (Effektstärken d = 0,61 bis 0,64). Die Herzfrequenzvariabilität erholte sich nach der Belastung schneller, und das Blutlaktat lag 3 Minuten nach der Belastung um etwa 1 mmol/l niedriger. Die Studie war klein und einfach verblindet und nannte keinen primären Endpunkt, und das Abstract berichtet Effektstärken ohne p-Werte und ohne Wasserstoffdosis. (Journal of Sports Science and Medicine, 2026.)
Kommentar
Wasserstoffreiches Wasser soll Ermüdung bei körperlicher Belastung verringern, doch seine Wirkung auf wiederholte Sprints und die Funktion des autonomen Nervensystems war unklar. Diese randomisierte, einfach verblindete, placebokontrollierte Crossover-Studie schloss 13 männliche Universitätssportler ein (Durchschnittsalter 23,9 ± 2,0 Jahre). Jeder Sportler absolvierte zwei Durchgänge, einen nach akuter Einnahme von wasserstoffreichem Wasser vor der Belastung und einen nach Placebo, mit einer einwöchigen Auswaschphase dazwischen. Jeder Durchgang bestand aus 7 maximalen Radsprints von 6 Sekunden mit 30-sekündigen Erholungspausen. Das Abstract nennt weder die Wasserstoffkonzentration noch die Trinkmenge oder den genauen Einnahmezeitpunkt. Kritische Flimmerverschmelzungsfrequenz, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Blutlaktat wurden zu Beginn, während der Belastung sowie 0 bis 5 und 10 Minuten danach gemessen. Die Leistung wurde über mittlere Leistungsabgabe, Gesamtarbeitsabfall und Ermüdungsindex beschrieben. Einen primären Endpunkt nennt das Abstract nicht.
Wichtige Zitate
- „Im Vergleich zum Placebo-Durchgang zeigte der HRW-Durchgang eine signifikant höhere mittlere Leistungsabgabe (d = 0,61) sowie einen signifikant geringeren Gesamtarbeitsabfall und Ermüdungsindex (d = 0,62; d = 0,64).“ Original (EN): „Compared to the placebo trial, the HRW trial demonstrated significantly higher average power output (d = 0.61) and significantly lower total work decrement and fatigue index (d = 0.62; d = 0.64).“ — die Leistungsergebnisse, als Effektstärken ohne p-Werte angegeben
- „Das Blutlaktat lag 3 Minuten nach der Belastung im HRW-Durchgang um etwa 1 mmol/l niedriger (d = 0,64).“ Original (EN): „Blood lactate at 3 min post-exercise was approximately 1 mmol/L lower in the HRW trial (d = 0.64).“ — ein einzelner Laktat-Messzeitpunkt, als ungefährer Unterschied angegeben
- „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die akute Einnahme von HRW den Leistungsabfall abschwächt, die Erholung des autonomen Nervensystems beschleunigt und den Laktatabbau nach wiederholten Sprintbelastungen verbessert.“ Original (EN): „These findings suggest that acute HRW ingestion attenuates the decline in power output, accelerates ANS recovery, and enhances lactate clearance following repeated sprint exercise.“ — das Fazit der Autoren zu Leistung, Erholung und Laktat
Unsere Einordnung
Das placebokontrollierte Crossover-Design macht jeden Sportler zu seiner eigenen Kontrolle, was bei 13 Teilnehmern hilft. Die Leistungswerte fielen zugunsten von wasserstoffreichem Wasser aus, und mehrere HRV-Werte erholten sich schneller. Das Abstract nennt Effektstärken, aber keine p-Werte, Konfidenzintervalle oder absoluten Leistungswerte. Einschränkungen: sehr kleine Stichprobe junger männlicher Universitätssportler, einfache Verblindung, kein benannter primärer Endpunkt und viele Endpunkte zu mehreren Zeitpunkten, was die Gefahr falsch positiver Befunde erhöht. Die Wasserstoffdosis wird nicht berichtet. Die Aussage zum schnelleren Laktatabbau stützt sich auf einen einzigen Messzeitpunkt nach 3 Minuten. Ergebnisse zur kritischen Flimmerverschmelzungsfrequenz und zur Herzfrequenz nennt das Abstract nicht. In diesem Rahmen deuten die Befunde auf eine akute Wirkung auf Sprintleistung und Erholung hin, die größere, doppelblinde Studien bestätigen müssten.
Studiendesign
- Typ: randomisierte, einfach verblindete, placebokontrollierte Crossover-Studie, einwöchige Auswaschphase · n: 13 männliche Universitätssportler (Durchschnittsalter 23,9 Jahre) · H₂-Gabe: wasserstoffreiches Wasser einmalig vor der Belastung getrunken, Konzentration und Menge nicht angegeben
- Vergleich: Placebo
- Ergebnis: kein primärer Endpunkt benannt, nur Effektstärken. Wasserstoffreiches Wasser gegenüber Placebo: höhere mittlere Leistung (d = 0,61), geringerer Gesamtarbeitsabfall (d = 0,62) und Ermüdungsindex (d = 0,64). Schnellere HRV-Erholung nach der Belastung bei RMSSD (d = 0,62), LF/HF-Verhältnis (d = 0,82), SampEn (d = 0,79) und DFAα1 (d = 0,79). Blutlaktat 3 Minuten nach der Belastung um etwa 1 mmol/l niedriger (d = 0,64)
Abstract (deutsche Übersetzung)
Für die Supplementierung mit wasserstoffreichem Wasser (HRW) wurde eine ermüdungshemmende Wirkung bei körperlicher Belastung vorgeschlagen; ihr Einfluss auf die Leistung und die Funktion des autonomen Nervensystems (ANS) bei wiederholten Sprints ist jedoch unklar. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung einer akuten HRW-Einnahme vor der Belastung auf die wiederholte Sprintleistung, die Regulation des ANS und die Blutlaktatkonzentration zu untersuchen. Diese randomisierte, einfach verblindete, placebokontrollierte Crossover-Studie schloss 13 männliche Universitätssportler ein (23,9 ± 2,0 Jahre). Jeder Teilnehmer absolvierte zwei Durchgänge mit 7 × 6 Sekunden maximalen Radsprints, unterbrochen von 30-sekündigen Erholungsphasen, mit einer einwöchigen Auswaschphase zwischen den Durchgängen. Kritische Flimmerverschmelzungsfrequenz, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Blutlaktat wurden zu Beginn, während der Belastung sowie 0–5 Minuten und 10 Minuten nach der Belastung erfasst. Im Vergleich zum Placebo-Durchgang zeigte der HRW-Durchgang eine signifikant höhere mittlere Leistungsabgabe (d = 0,61) sowie einen signifikant geringeren Gesamtarbeitsabfall und Ermüdungsindex (d = 0,62; d = 0,64). Die HRV-Erholung nach der Belastung war im HRW-Durchgang signifikant beschleunigt, darunter RMSSD (d = 0,62), LF/HF-Verhältnis (d = 0,82), SampEn (d = 0,79) und DFAα1 (d = 0,79). Das Blutlaktat lag 3 Minuten nach der Belastung im HRW-Durchgang um etwa 1 mmol/l niedriger (d = 0,64). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die akute Einnahme von HRW den Leistungsabfall abschwächt, die Erholung des autonomen Nervensystems beschleunigt und den Laktatabbau nach wiederholten Sprintbelastungen verbessert.
Original-Abstract (englisch)
Hydrogen-rich water (HRW) supplementation has been proposed to exert anti-fatigue effects during exercise; however, its impact on exercise performance and autonomic nervous system (ANS) function during repeated sprinting remains unclear. The aim of this study was to examine the effects of acute pre-exercise HRW ingestion on repeated sprint performance, ANS regulation, and blood lactate concentration. This randomized, single-blind, placebo-controlled crossover study included 13 male university athletes (23.9 ± 2.0 years). Each participant completed two sessions of 7×6-second all-out cycling sprints interspersed with 30-second recovery intervals, with a one-week washout period between sessions. Critical flicker fusion frequency, heart rate, heart rate variability (HRV), and blood lactate were assessed at baseline, during exercise, and at 0-5 min and 10 min post-exercise. Compared to the placebo trial, the HRW trial demonstrated significantly higher average power output (d = 0.61) and significantly lower total work decrement and fatigue index (d = 0.62; d = 0.64). Post-exercise HRV recovery was significantly accelerated in the HRW trial, including RMSSD (d = 0.62), LF/HF ratio (d = 0.82), SampEn (d = 0.79), and DFAα1 (d = 0.79). Blood lactate at 3 min post-exercise was approximately 1 mmol/L lower in the HRW trial (d = 0.64). These findings suggest that acute HRW ingestion attenuates the decline in power output, accelerates ANS recovery, and enhances lactate clearance following repeated sprint exercise.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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