2022 · Botek — Molekularer Wasserstoff mildert den Leistungsabfall bei wiederholten Sprints bei Profi-Fußballern
Kurzfassung
Wasserstoffreiches Wasser bremst den Leistungsabfall bei wiederholten Sprints. In einem randomisierten, doppelblinden Crossover-Versuch mit 16 Profi-Fußballern waren die letzten Sprints nach H₂-Wasser-Gabe messbar schneller — auf 15 m bis zu 3,4 % schneller im 14. und 15. Sprint. (Nutrients, 2022.)
Kommentar
Diese Studie testet Wasserstoff im Sport genau dort, wo er theoretisch wirken sollte: bei intensiver, wiederholter Belastung mit hoher Ermüdung. Das Design ist sauber — randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert, im Crossover — mit 16 männlichen Profi-Fußballern (rund 19 Jahre alt). Jeder Spieler absolvierte zweimal ein Protokoll aus 15 Sprints über 30 m, getrennt durch nur 20 Sekunden Erholung, einmal nach H₂-Wasser, einmal nach Placebo, mit einer Woche Auswaschphase dazwischen. Das Ergebnis: Nach H₂-Wasser waren die Sprintzeiten in der Schlussphase signifikant schneller — auf 15 m im 14. und 15. Sprint um 3,4 % bzw. 2,7 %, und auf 30 m im letzten Sprint um 1,9 %. Das ist genau das Ermüdungsfenster, in dem es im echten Spiel zählt. Ehrlich dazu: Laktat und das subjektive Anstrengungsempfinden (RPE) unterschieden sich nicht signifikant — der Effekt zeigt sich also in der harten Leistung, nicht in diesen Begleitmarkern. Die Stichprobe ist klein (n = 16) und rein männlich.
Wichtige Zitate
- „Es gab signifikant schnellere Sprintzeiten nach HRW-Konsum im Vergleich zu Placebo auf 15 m beim 14. und 15. Sprint, was Zeitverbesserungen von 3,4 % bzw. 2,7 % entspricht.“ Original (EN): „There were significantly faster sprint times after HRW consumption compared with placebo at 15 m for the 14th and 15th sprints, representing improvements in time of 3.4% and 2.7%, respectively.“ — der zentrale Befund: weniger Leistungsabfall in der Schlussphase
- „Die Sprintzeit auf 30 m verbesserte sich in der HRW-Gruppe im letzten Sprint ebenfalls signifikant um 1,9 %.“ Original (EN): „Sprint time at 30 m also significantly improved by 1.9% in the HRW group in the last sprint.“ — der Effekt zeigt sich auch über die volle Distanz
- „Weder die Laktatkonzentrationen noch das wahrgenommene Anstrengungsempfinden unterschieden sich signifikant zwischen HRW und Placebo.“ Original (EN): „neither lactate concentrations nor ratings of perceived exertion were significantly different between HRW and placebo.“ — ehrlich: kein Effekt auf Laktat und Anstrengungsempfinden
Unsere Einordnung
Direkt relevant für die Sprintleistung unter Ermüdung bei wiederholter Belastung: Das Crossover-Design (jeder Sportler ist seine eigene Kontrolle) und die Doppelblindheit reduzieren Placebo- und Erwartungseffekte stark — ein häufiger Schwachpunkt bei Supplement-Studien. Der Befund passt mechanistisch zum antioxidativen Profil von H₂: weniger ermüdungsbedingter Leistungsabfall bei hoher ROS-Last. Limitation, ehrlich benannt: kleine Stichprobe (n = 16), nur junge männliche Profis, akute Einmalgabe vor dem Test (keine Langzeitwirkung untersucht). Dass Laktat und RPE unverändert blieben, lässt den genauen Mechanismus offen.
Studiendesign
- Typ: RCT, randomisiert/doppelblind/placebokontrolliert/Crossover · n: 16 (männliche Profi-Fußballer, ~18,8 Jahre) · Dauer: akute Vorbelastungs-Gabe, 1 Woche Washout · H₂-Gabe: wasserstoffreiches Wasser (HRW) vor dem Test
- Ergebnis: Sprintzeit 15 m im 14./15. Sprint −3,4 %/−2,7 % (signifikant); 30 m im letzten Sprint −1,9 % (signifikant); Laktat und RPE ohne signifikanten Unterschied
Abstract (deutsche Übersetzung)
Es wurde gezeigt, dass die Supplementierung mit wasserstoffreichem Wasser (HRW) über verschiedene Belastungsformen hinweg einen ermüdungslindernden Effekt hat. Ihr Effekt auf die Leistung bei wiederholten Sprints ist jedoch unbekannt. Ziel dieser Studie war es, den Effekt eines HRW-Konsums vor der Belastung auf die Leistung bei wiederholten Sprints, auf Laktat und auf perzeptive Reaktionen mithilfe eines Protokolls wiederholter Sprints zu beurteilen. Diese randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie umfasste 16 professionelle männliche Fußballspieler im Alter von 18,8 ± 1,2 Jahren. Die Athleten führten zwei Indoor-Tests durch, konkret 15 × 30-m-Bahnsprints, unterbrochen durch 20 s Erholung, getrennt durch eine einwöchige Auswaschphase. Die Sprintzeit wurde auf 15 m und 30 m gemessen. Das wahrgenommene Anstrengungsempfinden wurde unmittelbar nach jedem Sprint bewertet, und die Blutlaktatkonzentration nach der Belastung wurde nach dem letzten Sprint gemessen. Es gab signifikant schnellere Sprintzeiten nach HRW-Konsum im Vergleich zu Placebo auf 15 m beim 14. und 15. Sprint, was Zeitverbesserungen von 3,4 % bzw. 2,7 % entspricht. Die Sprintzeit auf 30 m verbesserte sich in der HRW-Gruppe im letzten Sprint ebenfalls signifikant um 1,9 %. Weder die Laktatkonzentrationen noch das wahrgenommene Anstrengungsempfinden unterschieden sich jedoch signifikant zwischen HRW und Placebo. Eine HRW-Supplementierung vor der Belastung ist mit einer erhöhten Fähigkeit verbunden, Ermüdung zu reduzieren, insbesondere in den späteren Phasen wiederholter Sprintbelastungen.
Original-Abstract (englisch)
Hydrogen-rich water (HRW) supplementation has been shown to have an antifatigue effect across different modes of exercise. However, its effect on repeated sprint performance is unknown. The aim of this study was to assess the effect of pre-exercise HRW consumption on repeated sprint performance, lactate, and perceptual responses using a repeated sprint protocol. This randomized, double blinded, placebo controlled, crossover study included 16 professional, male soccer players aged 18.8 ± 1.2 years. Athletes performed two indoor tests, particularly 15 × 30 m track sprints interspersed by 20 s of recovery, separated by a 1-week washout period. Sprint time was measured at 15 m and 30 m. Ratings of perceived exertion were assessed immediately after each sprint, and post-exercise blood lactate concentration was measured after the last sprint. There were significantly faster sprint times after HRW consumption compared with placebo at 15 m for the 14th and 15th sprints, representing improvements in time of 3.4% and 2.7%, respectively. Sprint time at 30 m also significantly improved by 1.9% in the HRW group in the last sprint. However, neither lactate concentrations nor ratings of perceived exertion were significantly different between HRW and placebo. Pre-exercise HRW supplementation is associated with an increased ability to reduce fatigue, especially during the later stages of repeated sprint exercise.
Quelle & Links
Screenshot der PubMed-Seite
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